Freitag, 22. Mai 2015

Veganes Strassenfest





Heute feiert die Vegana, Zürichs erstes Strassenfest für veganes Essen und einen veganen Lifestyle, im Sihlcity seine Eröffnung. Wir haben über Mittag die rund 60 Aussteller besucht und uns gut amüsiert, soviel vorneweg. Zu essen gibt es reichlich. Zum Beispiel schmackhafte Strudelvariationen, vegane Burger oder «Vish and Chips». Sehr zu empfehlen ist der aus Cashewnüssen gemachte Frischkäse eines Thuner Kleinproduzenten. Dazu haben wir einige sehr gute Weine verkostet – und Taschen aus Kork bestaunt. Mehr zum Festival und zu den Öffnungszeiten gibt es hier.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Gastrosuisse: Das ist der neue Vorstand

Mit diesen neun Vorstandsmitgliedern gehts in die Zukunft.

Gestern stellten rund 240 Delegierte von Gastrosuisse die personellen Weichen für die Zukunft und entschieden, mit welchem Vorstand der Branchenverband in die nächsten Jahre gehen wird. Die 124. Delegiertenversammlung fand im regionalen Eiszentrum von Luzern statt, turnusgemäss standen Gesamterneuerungswahlen an. Per 1. Juli setzt sich der Gastrosuisse-Vorstand nun wie folgt zusammen:

- Casimir Platzer, Kandersteg; Präsident (bisher)
- Ernst Bachmann, Zürich; Vizepräsident (bisher)
- Walter Höhener, Urnäsch; Tresorier (bisher Vorstand)
- François Gessler, Siders; Vorstand (bisher)
- Muriel Hauser, Fribourg; Vorstand (neu)
- Gilles Meystre, Pully; Vorstand (neu)
- Moritz Rogger-Riechsteiner, Oberkirch; Vorstand (neu)
- Josef Schüpfer, Basel; Vorstand (bisher)
- Massimo Suter, Morcote; Vorstand (bisher)

Im Zuge der Vorstandswahlen wurde eine Ersatzwahl in die Geschäftsprüfungskommission nötig: Tomislav Babic, Schaffhausen, wird neu Einsitz nehmen. Die langjährigen Verbandspersönlichkeiten Tobias Zbinden (Tresorier) und Frédéric Haenni (Vorstand) werden Mitte Jahr aus dem Gremium verabschiedet. Sie erhielten zum Dank für ihr Engagement gestern bereits die Ehrenmitgliedschaft. Des Weiteren nahmen die Delegierten den Jahresbericht 2014 ab, genehmigten die Jahresrechnung 2014 und legten den Jahresbeitrag 2016 für die Mitgliedschaft fest.

Im Fokus des öffentlichen Teils stand der Auftritt von Bundesrätin Doris Leuthard, die der Versammlung «Glanz verlieh», wie Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer sagte. Die Politikerin wies auf die Folgen des starken Frankens hin und zeigte auf, wie der Bundesrat den Standort Schweiz in den kommenden Jahren unterstützen will. Dabei nahm sie die Mitglieder von Gastrosuisse in die Pflicht: «Arbeiten Sie mit Kompetenz, Ideenreichtum und Gastfreundschaft weiterhin am Bild unserer Schweiz mit.» Ähnlichem widmete sich auch Gastrosuisse-Präsident Platzer in seiner Rede. Die Branche stecke in einem Strukturwandel und gerate durch die Frankenstärke zusätzlich unter Druck, sagte er und sprach von einem «steifen Wind», der den Gastronomen ins Gesicht blase. Doch «ein Dorf ohne Beiz ist kein richtiges Dorf», hielt er fest – und rief seinerseits die Politik zum Handeln auf. Weiter forderte er die Branchenvertreter auf, sich selbst in der lokalen, regionalen und kantonalen Politik zu engagieren, um die Interessen des Gastgewerbes noch besser zu vertreten.

Freitag, 15. Mai 2015

Art Deco Hotel Montana präsentiert die Erlebnisküche


Offene Küchen, die vom Gastraum aus Einblick in die Arbeit der Köche bieten, sind nicht neu. Dass der Gast aber gleich in der Küche selber steht, um quasi neben dem Koch staunend zu begutachten, wie sein Menü zubereitet wird, ist aussergewöhnlich. Das Art Deco Hotel Montana bietet mit seinem «KitchenClub» genau dieses Erlebnis. 4,5 Millionen Franken wurden in eine komplett neue Küche investiert. «Andere reden über Innovationen – wir setzen sie um», sagt Hoteldirektor Fritz Erni.

Wer also in Zukunft donnerstags, freitags oder samstags im Restaurant Scala im Hotel Montana essen geht, der wird dazu eingeladen, die Vorspeise oder den Apéro in der neuen Hotelküche einzunehmen. Dabei kann dem mit 15 Gault-Millau-Punkten dotierten Küchenchef Johan Breedijk und seiner 20-köpfigen Crew bei Live-Pianoklängen über die Schulter geschaut werden. Bis zu 20 Personen bietet der «KitchenClub» Platz.

Auch sonst besticht das Konzept mit einigen Innovationen. Das Servicepersonal gelangt über eine neue, sich selbst reinigende Rolltreppe in die Küche. Grosse Monitoren zeigen den Köchen an, welche Gerichte zubereitet werden müssen. Und für den Service ist im oberen Stock mittels Countdown ersichtlich, wann die Speisen bereit sind. Hinter dem neuen Konzept steckt der Architekt Peter Hummel (Hunikat AG). 




Dienstag, 12. Mai 2015

Afrika, Asien, Aargau: Im Salz&Pfeffer gehts rundum

Für unsere aktuelle Ausgabe war uns kein Weg zu weit. Immerhin sind wir dafür bis nach Kapstadt gereist. Dort kehrten wir im «The Test Kitchen» ein, dem derzeit besten Restaurant auf dem afrikanischen Kontinent. Chefkoch Luke Dale-Roberts hat Schweizer Wurzeln.

Der japanischen Küche widmen wir uns in der Rubrik «Drei Gänge von»: Akihiko Suzuki, Küchenchef im Hotel Restaurant Ryokan Hasenberg, zelebriert die festliche Kaiseki-Küche – und hat damit 16 Gault-Millau-Punkte sowie einen Michelin-Stern nach Widen geholt.

Ganz neu im Punkte-Zirkus wirkt Nadja Schuler mit. Unsere aktuelle Titelköchin führt im aargauischen Villigen gemeinsam mit ihrem Partner Stephane Wirth den «Hirschen»; ziemlich ehrgeizig, vor allem aber warmherzig und lustvoll. Im Interview erzählt die 29-Jährige, wie sie Kind und Karriere vereinbart, warum sie Wettbewerbe für lehrreich hält– und warum sie nicht alles essen mag, was sie kocht.

Ein erfrischend offenes Gespräch haben wir auch mit Andreas Hunziker geführt. Der 38-Jährige ist innert zwölf Jahren vom Assistent zum CEO der ZFV-Unternehmungen aufgestiegen – und sieht sich selbst nach wie vor erst am Anfang der Reise. Er erzählt von seinen Zielen und seinen Werten.

So einiges zu erzählen haben viele Gastronomen zum Thema No-Shows. Gäste, die reservieren und dann kommentarlos nicht erscheinen, sind ein grosses Ärgernis, kosten Nerven – und Geld. Wir zeigen verschiedene Wege auf, damit umzugehen.

Für gute Laune sorgt dafür unsere Geschichte über die «Büffel-Bande» – eine findige Ostschweizer Truppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Wasserbüffel (beziehungsweise dessen Fleisch) hierzulande bekannter zu machen. Damit besetzen die Metzger eine Nische.

Richtig gross indes ist das Feld, wenn es ums Tiefkühlen geht – wobei der Platz hier eng zu werden droht. Die rund 250000 tiefgekühlten Palettenplätze, die in der Schweiz bereitstehen, werden nicht mehr lange reichen, denn das Schockfrosten von Bohnen, Fisch und Co. hat Hochkonjunktur. Was das für Gastronomie bedeutet, verraten wir in unserer umfangreichen Recherchegeschichte.

Man siehst: Wir kommen weit herum in dieser Ausgabe – geografisch genauso wie inhaltlich.

Swiss SVG-Trophy 2015




Fotos: Stefan Bienz
Jennifer Kunz, Angela Mumenthaler und Daniela Wälchli vom Berner Inselspital haben den heuer zum dritten mal durchgeführten Kochwettbewerb Swiss SVG-Trophy gewonnen. Die drei Köchinnen haben sich gegen fünf andere Kochteams durchgesetzt. Die Preisverleihung fand letzten Freitag im Anschluss an die Generalversammlung des Verbandes für Heim-Spital und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) im Verkehrshaus in Luzern statt. Geschätzte dreihundert Personen aus der Branche nahmen an dem gut organisierten, kurzweiligen Anlass teil. Jury-Präsident Adrian Bader fand nur lobende Worte für das Berner Team: «Die Mitglieder haben professionell und harmonisch auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet.» Auffallend sei gewesen, wie genial ihr Teamwork war. «Alle waren für alle Gänge verantwortlich. Da wurde zusammen abgeschmeckt, wurden Entscheidungen gemeinsam getroffen. Sie waren ein geschlossenes Team. Das hat man gespürt», so Bader.



Angela Mumenthaler, Jennifer Kunz und Daniela Wälchli
Eine geschlossene Leistung wird das Siegerteam hoffentlich auch nächstes Jahr abrufen können. Es wird im Oktober als offizieller Vertreter des Schweizer Kochverbandes an der Kocholympiade in Erfurt teilnehmen. Der Kochwettbewerb Swiss SVG-Trophy findet alle zwei Jahre statt und wird von der Firma Pistor AG, zusammen mit dem SVG sowie dem Schweizer Kochverband organisiert.



Dienstag, 28. April 2015

Essenstourismus plagt die Branche

Gastrosuisse informierte die Medienvertreter in Bern.
Die Schweizer haben 2014 insgesamt 22,7 Milliarden Franken für Essen und Trinken ausser Haus ausgegeben. Das sind 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Branchenverband Gastrosuisse heute anlässlich seiner Jahresmedienkonferenz in Bern mit. Deutlich zu spüren bekommt das Gastgewerbe die Folgen des Gastronomietourismus. 36 Prozent aller Schweizer gehen regelmässig ins Ausland zum Auswärtsessen. Ein Gastronomietourist geht laut Gastrosuisse meistens in Gruppen ins Ausland und gibt im Durchschnitt 42.30 Franken aus. Hochgerechnet auf die Schweizer Wohnbevölkerung gehen der hiesigen Gastronomie dadurch jährlich rund vier Milliarden Franken Wertschöpfung verloren.

Casimir Platzer, Direktor Gastrosuisse
Die von Gastrosuisse beim Link-Institut in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, dass Gastronomietourismus ein Trend ist. 16 Prozent aller Gastronomietouristen verlagern zunehmend auch eine Feierlichkeit ins Ausland. «Das ist besonders problematisch. Denn gerade grössere Bankette, runde Geburtstage oder Taufen sorgen für Auslastung im Schweizer Gastgewerbe», sagt Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer. «Wir kämpfen an vorderster Front für Wettbewerbspreise und im Speziellen für faire Importpreise», so Platzer.

Auf ausländische Mitarbeiter angewiesen
Laut Platzer sind die Gastronomen mehr gefordert denn je. «Mit viel Schwung sind wir ins 2015 gestartet. Dann kam der Frankenschock, der die Branche empfindlich trifft», zog Platzer Bilanz. Der Entscheid der Nationalbank vom 15. Januar 2015 habe die Angebote ohne eigenes Dazutun der Branche auf einen Schlag weiter verteuert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verschlechtert.

Hannes Jaisli, stellvertrender Direktor Gastrosuisse
Damit die Schweizer Gastronomie in Zukunft sich mit dem Ausland messen lassen kann, ist sie insbesondere auf ausländische Mitarbeiter angewiesen. Etwa 50 Prozent der Mitarbeiter kommen traditionell aus dem Ausland. Die Masseneinwanderungsinitiative habe deshalb einen grossen Einfluss auf das Gastgewerbe. Gemäss dem stellvertretenden Gastrosuisse-Direktor Hannes Jaisli vertitt GastroSuisse im Rahmen der Vernehmlassung klar die Haltung, dass ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit von weniger als zwölf Monaten keine Zuwanderung darstellt und dementsprechend keinen Höchstzahlen und Kontingenten unterstehen darf.  Der Verband unterstütze es, dass neu auch Personen mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung sowie vorläufig aufgenommene Personen als inländische Arbeitnehmende gelten sollen.

Im Jahr 2014 fanden 209920 Personen eine Beschäftigung in der Hotellerie und Restauration. Davon arbeiteten 136901 Voll- und 73019 Teilzeit. Die Branche bildet gegen 9000 Lernende aus.

Schlemmen wie Obelix, schiessen wie Robin Hood

Wer schon immer Spezialitäten aus Indien, Kenia, Korea oder aus 15 anderen Ländern probieren wollte, der sollte am Samstag, 2. Mai nach Passugg pilgern. Dort findet oberhalb von Chur an der Swiss School of Tourism and Hospitality zum 13. Mal das Food Festival statt. Der Anlass steht dieses Jahr unter dem Motto «The Games – sportlich durch die Welt der Genüsse».

Tickets sind bei Chur Tourismus, online und direkt an der Rezeption der Hotelfachschule in Passugg erhältlich. Im Vorverkauf kosten die Tickets 33 Franken, an der Tageskasse sind sie fünf Franken teurer. Im Preis inbegriffen sind der Shuttlebusservice vom Bahnhof Chur oder der Oberen Au direkt zur Hotelfachschule, Spezialitäten an den 18 Foodständen sowie weitere Degustationen, die Teilnahme an Workshops und die Kinderbetreuung.

Mitten ins Schwarze
Nicht nur für das kulinarische Wohl ist am Food Festival gesorgt. An der Wine-Expo können Weine von lokalen Produzenten degustiert und gekauft werden. An einem Workshop kann man sich im Bogenschiessen versuchen, in einem anderen werden die Besucher ins Trommeln mit Bongo Drums eingeführt, im Schokoladenkurs steht die Kreation von feinen Spezialitäten im Fokus. Wer dann noch ordentlich Durst hat, der kehrt am Abend in die Caipirinha-Bar ein.

Tickets für das Festival gibt es hier zu kaufen.

Donnerstag, 23. April 2015

Speise- und Filmgenuss


Wer sich schon immer mal zu einem Film auf Gourmetniveau bekochen lassen wollte, der hat am ersten Genuss-Film-Festival in Zug die Gelegenheit dazu. Vom 2. bis 9. Mai laufen im Kino Seehof täglich mittags und abends Filme, und auf dem Landsgemeindeplatz wird diniert und ausgestellt (unter anderem von unserer überaus geschätzten Salz&Pfeffer-Fotografin Tina Sturzenegger). Das Festival soll eine Plattform sein für Filmemacher im Food-Bereich, eine Brücke schlagen zwischen Köchen und Filmschaffenden und den Austausch mit dem Publikum fördern, heisst es in der Medienmitteilung des Veranstalters.

Initiiert wird das Festival von Matthias Luchsinger, Stefan Meier und Ulrich Straub. Sie haben die Genuss Film AG gegründet; mit dem Ziel, jedes Jahr während einer Woche Film- und Gourmetfreunden aus allen Regionen der Schweiz eine erlesene Auswahl zu bieten.

Zu sehen sind unter anderem die Komödie «Chef» mit Jon Favreau, Dustin Hoffman und Scarlett Johansson (am 2. Mai; am 10. Mai im Lunch-Kino), der Spielfilm «Lunch Box» sowie Dokumentarfilme wie «El Bulli», «Jiiro Dreams of sushi» oder die Schweizer Produktion «Drei Brüder à la carte». Die speziellen Vier-Gang-Menüs mit biologischen und saisonalen Produkten werdench von Spitzenköchen wie Ivo Adam, René Schudel, Christian Nickel und vielen weiteren.

Das ganze Programm findet sich hier


Montag, 13. April 2015

Australier ist neuer Barista-Weltmeister

Sasa Sestic heisst der Barista Weltmeister 2015. Der Australier konnte am Wochenende in Seattle die Konkurrenz hinter sich lassen. Auf dem zweiten Rang landete Charles Babinski aus den USA und über den dritten Platz durfte sich Ben Put aus Kanada freuen. Gegenüber dem Fernsehsender ABC gab Sestic sein Geheimrezept preis: «Die Saison ist sehr wichtig. Bei den Kaffeebohnen ist es das gleiche wie bei den Früchten und beim Gemüse: Wenn sie Saison haben, schmecken sie einfach am besten.»
Sestic, der früher als Handballer an den Olympischen Spielen teilnahm, lebt seit Jahren in der australischen Stadt Canberra und führt dort die Kaffee-Bar Ona Coffee.

Mittwoch, 8. April 2015

«Street Food Festival» zieht auf den Berg

Seit der ersten Ausgabe im August 2014 feiert das «Street Food Festival» in Zürich durchschlagende Erfolge. Das Konzept, an wechselnden Locations eine Plattform für Stände und Foodtrucks mit überraschenden Delikatessen aus aller Welt zu bieten, kommt bei den urbanen Feinschmeckern derart gut an, dass der zweite Event (im «Puls 5») regelrecht aus den Nähten zu platzen drohte. Jetzt haben die Organisatoren – die das Festival in Kooperation mit Miteinander GmbH, Smith & Smith Wine Company, Huber Getränke und Montagsmarkt durchführen – für die dritte Veranstaltung einen Standort gefunden. Das nächste «Street Food Festival» findet vom Freitag, 29. Mai bis Sonntag, 31. Mai auf der «Dolder Sports»-Anlage auf den Adlisberg statt (bekannt vor allem im Winter, für die mit 6000 Quadratmetern grösste offene Kunsteisfläche Europas). Ende Mai nun werden dort über 100 Foodstände ihre unkomplizierten Leckereien feilbieten. Anbieter finden hier alle Details – wobei jetzt schon klar scheint, dass das Interesse zu gross sein wird, um alle Anwärter berücksichtigen zu können. Ein gutes Zeichen.

Donnerstag, 2. April 2015

Ivo Adam zieht sich als Küchenchef zurück

Der bekannte Koch Ivo Adam wird nicht mehr länger als Küchenchef des Restaurants Seven in Ascona tätig sein. Seine Nachfolge tritt per Saisonanfang 2015 (also ab morgen) Adrian Bürki, bisher stellvertretender Küchenchef, an, wie es in einer Mitteilung heisst. Unterstützung erhält der gebürtige Luzerner Bürki von «Seven»-Restaurantleiter Andrea Pannozzo, der vormals unter anderem im Hotel Eden Roc Ascona gearbeitet hat.

«Adrian Bürki hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er konstant arbeitet, tolle Ideen einbringt und durchsetzt. Als Chef während meiner Abwesenheit bewies er einen sehr ruhigen und aufgestellten Führungscharakter», lässt Adam in der Mitteilung verlauten.


Für Ivo Adam, der mittlerweile zehn Betriebe leitet, bedeutet dieser Schritt eine Entlastung an der kulinarischen Front. Er konzentriert sich durch die frei gewordenen Kapazitäten vertieft auf die Gesamtleitung der Seven-Gastro-Gruppe und auf die Entwicklung von neuen kulinarischen und gastronomischen Konzepten. «Ich bin zunehmend vom Koch zum Unternehmer geworden. Ich habe das jetzt knapp zehn Jahre lang gemacht. Nun musste ich Prioritäten setzen», sagt Adam auf unsere Anfrage. Er schliesse aber nicht aus, dass er in absehbarer Zukunft wieder in der weissen Kutte in einem Restaurant stehen werde.

Mittwoch, 1. April 2015

Zu Besuch bei den Besten der Besten

Sie sind die Elite der weltweiten Spitzengastronomie: Ben Shewry (Attica Restaurant in Melbourne, Australien), Magnus Nilsson (Fäviken in Järpen Schweden), Francis Mallmann (El Restaurante Patagonia Sur in Buenos Aires, Argentinien), Niki Nakayama (N/Naka Restaurant in Los Angeles, CA, USA), Dan Barber (Blue Hill Restaurant in Stone Barns und  in New York City, USA) und Massimo Bottura (Osteria Francescana in Modena, Italien).

In der neuen Netflix-Serie «Chef's Table» (Premiere am 26. April) wird in je einer Episode die Geschichte einer dieser Meisterköche vorgestellt: Ihre Passion, ihre Lebensphilosophie, ihre Küche, ihre Handschrift. Zumindest der Trailer zur ersten Staffel macht schon mal mächtig Appetit auf mehr.


Donnerstag, 26. März 2015

Frech, frisch und frei: Das neue Salz&Pfeffer

Die zweite Ausgabe des Jahres ist da, wir haben Freude dran – und hoffen, euch geht das genauso. Nein, eigentlich gehen wir davon aus. Denn im aktuellen Salz&Pfeffer ist für jeden Gastrofreund etwas Passendes dabei.

Das Titelbild ziert Reto Hasler. Im «Dieci al Lago» in Rapperswil hält der gerade mal 28-Jährige beachtliche 15 Punkte von Gault&Millau. Was er nicht hält, ist seine Klappe. Also spricht der junge Küchenchef im Interview über vieles – und hat in der Tat einiges zu sagen.

Gleich eine Vielzahl spannender Gespräche haben wir für unsere Geschichte zur Situation der Kochlehre in der Schweiz geführt. Fazit: Wir sind ein Sonderfall. Während in Deutschland und Österreich die Zahl der Kochlehrlinge dramatisch eingebrochen ist, bleibt sie hierzulande stabil.

Nach Deutschland geschaut haben wir auch für den Beitrag über ein revolutionäres Verfahren zur Kaviarproduktion. Die Meeresbiologin Angela Köhler hat eine Methode entwickelt, mit der Kaviar so geerntet werden kann, dass der Stör dabei nicht sterben muss. Wir haben ihr Werk in Bremerhaven besucht.

Den Blick zurück auf die Schweizer Gastronomie gelegt haben wir im Gespräch mit Georges Knecht. Der oberste Koch hat den Branchenverband während drei Jahrzehnten wie kein Zweiter geprägt. Wir haben den unermüdlichen Botschafter für den Berufsstand eingeladen, schon einmal Bilanz zu ziehen. Denn: Knecht geht im Oktober in den Ruhestand.

Eingeladen haben wir des Weiteren drei Experten aus der Fleischbranche. Ist Schweizer Fleisch zu teuer? Soll der Fleischkonsum gesenkt werden? Wir haben die Kenner am runden Tisch diskutieren lassen.

Mehr zu all diesen – und weiteren – Themen gibts in der aktuellen Ausgabe von Salz&Pfeffer. Wir sind gespannt, obs euch gefällt. Wobei, nein, eigentlich gehen wir davon aus.

Dienstag, 24. März 2015

Migros Aare bringt Restaurantkette L'Osteria in die Schweiz

In Deutschland ist die Restaurantkette L'Osteria mit 40 Standorten bereits verbreitet. Auch in Österreich gibt es sieben Filialen. Nun holt die Migros Aare das erste «L'Osteria»-Lokal in die Schweiz. Im Herbst 2015 soll dieses im ehemaligen Hotel Elite in Biel seine Türen öffnen, wie die Migros Aare mitteilt. Ursprünglich hatte die Genossenschaft an diesem Standort eine Filiale ihres Thai-Restaurants «cha chã» vorgesehen. «Wir sind aber überzeugt, dass «L’Osteria» noch näher an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden ist», erklärt Reto Sopranetti, Leiter Direktion Supermarkt und Gastronomie der Migros Aare, in der Mitteilung.

Im «L'Osteria – Pizza e Pasta», wie es auf dem Logo heisst, werden Pizzen mit einem Durchmesser von bis zu 45 Zentimetern gebacken sowie Klassiker der Pastaküche serviert. Beim Interieur setzen die Verantwortlichen auf einen Stilmix, der Neues und Altes verbinden soll: italienische Schriftzüge an der Wand, Designerlampen und Schwarzweiss-Fotos, eine einsehbare Küche und gemütliche Sofas.

Montag, 23. März 2015

Heroischer Kampf für den Teller

Der Teller. Er ist schlicht, praktisch und schön. Mittlerweile scheint er aber bei manchen Gastronomen ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Anstatt die Gerichte auf einem Teller zu servieren, kommen die abenteuerlichsten Untersätze zum Einsatz. Mal werden die Pommes-Frites in einen Mini-Einkaufswagen gepackt. Mal wird gleich ein ganzes englisches Frühstück auf einer Schaufel angerichtet (siehe Bild). Der Gipfel der Absurdität ist dann erreicht, wenn ein Turnschuh als Brötchenhalter herhalten muss.

Die Facebook-Seite «We Want Plates» sammelt solche Absurditäten und hat sich zur Aufgabe gemacht, die peinlichsten Essens-Präsentationen in Bildern zu sammeln. Die Botschaft ist klar: Liebe Gastronomen, lasst den Schischi-Mist. Der Star ist immer noch das Essen.