Montag, 6. Mai 2013

Wo der Wirt König ist






Für das Gasthaus St. Wendelin im Herzen von Wauwil wird per 1. Februar 2014 ein neuer Mieter oder eine neue Mieterin gesucht. Das weit über die Region hinaus bekannte Haus wurde in den letzten acht Jahren von der Familie Varathan mit grossem Engagement erfolgreich geführt. Das Gasthaus ist überaus grosszügig eingerichtet und mit modernster Infrastruktur ausgerüstet. Neben einer heimeligen und stimmungsvollen Gaststube steht der neuen Mieterin oder dem neuen Mieter ein Festsaal für 100 Gäste zur Verfügung. Dieser kann je nach Bedarf in drei Teile abgetrennt werden. Die edle Vinothek sowie die moderne Kegelbahn sind die Attraktionen im Untergeschoss. Das ganze Haus ist rollstuhlgängig. Die Küche erfüllt höchste Ansprüche in Bezug auf Technik und Arbeitswege. Zudem bietet das «St. Wendelin» für die sonnigen Tage eine mediterran gestaltete attraktive Terrasse. Das erste Obergeschoss umfasst eine grosszügige Wirtewohnung und vier Kleinwohnungen, die zusätzlich gemietet werden können. Der Mietzins für das Lokal beträgt 7500 Franken monatlich, exklusive Nebenkosten.

Bei einer Besichtigung können Interessierte die aussergewöhnliche Atmosphäre des Gasthauses spüren und erleben. Interessierte Gastronomen melden sich bei Alois Moser: moser.automatenvertriebag@gmx.ch, 041 850 12 47 oder 079 674 52 49, www.wendelin.ch




Palästinensische Küche in Zürich

Joel Heufeman, Sami Khouri, Susan Khouri, Carlos Gabriel (Foto: Goran Basic)
Am Sonntag ist eine Einladung zur Eröffnung des neuen und anscheinend ersten «Palistine Grill» in Zürich in unsere Mailbox geflattert. Der junge Gastgeber und gebürtige Palästinenser Sami Khouri bietet in seinem neuen Imbiss an der Langstrasse 92 Spezialitäten aus dem Nahen Osten an und will so den Zürchern «die Türe zum Orient öffnen», wie er in seiner Medienmitteilung schreibt.

Auf der Speisekarte stehen orientalische Spezialitäten wie etwa Sabich (mit Ei gebratene Aubergine an pikanter Mangosauce) oder Sish Taouk (Pouletspiess mit Joghurtsauce) sowie Mezze-Platten. Gemäss dem Gastgeber werden alle Speisen frisch und nach alten Rezepturen zubereitet – auch die Pommes sind handgeschnitzt.

Das Eröffnungsfest findet am Freitag, 10. Mai ab 17 Uhr statt.

Freitag, 3. Mai 2013

Eröffnung des neuen Vorzeigehofs

Foto: fotolia.de


Dieses Wochenende, am 4. und 5. Mai, öffnet der neue Erlebnis-Hof «Agrovision Burgrain» in Alberswil seine Türen für die Öffentlichkeit. Dies wird denn auch zwei Tage lang mit einem ausgelassenen Fest und speziellen Angeboten gefeiert.

«Agrovision Burgrain» ist ein umfangreiches Projekt, zu dem ein biologisch geführter Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft, einem «ProSpecieRara»-Obstgarten, einem Geflügelstall und einer Bienenzucht sowie eine Bio-Käserei, eine Bio-Holzofenbäckerei und ein Restaurant gehören. «Wir verstehen uns als Modellbetrieb, der auf konsequente biologische Landwirtschaft setzt», erklärt Hans Wey, Präsident der Stiftung Agrovision Muri. Er fordert Bäuerinnen und Bauern sowie Gastronomen und Köchinnen dazu auf, sich im Burgrain umzusehen und sich davon inspirieren zu lassen.

Tag der offenen Türen
Samstag, 4. Mai und Sonntag 5. Mai von 9 bis 18 Uhr
Einweihungsfeier: Sonntag 5. Mai ab 10 Uhr

Veranstaltungen für Gastronomen und Gastronachwuchs
Bei einem Hofrundgang und in einem einmaligen Entdeckungsworkshop erfahren die Besucher mehr über den Anbau und die Vorzüge von Bio- Produkten. Inklusive Apero riche oder Abendessen.
 Teilnehmerzahl: bis 20 Personen.

Bio-Markt
Milchprodukte aus der Hofkäserei, Brot direkt aus dem Holzbackofen, Bio-Produkte aus eigener Produktion und von den «RegioFair»-Bauern. Jeweils Mittwoch bis Sonntag, 8 bis 18 Uhr.

Bio-Holzofen-Bäckerei
Schnupper-Backkurs in der Holzbackofen-Bäckerei Eigenbrötler. Mittwoch- oder Donnerstagabend (nach Vereinbarung).

Restaurant Burgrain-Stube
Bodenständige und authentische Küche. Gekocht wird mit Bioprodukten vom Hof und von den «RegioFair»-Bauern. Bauernbrunch an jedem zweiten Sonntag. Mittwoch bis Sonntag
 8 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag
 bis 24 Uhr.

Kochkurse mit Genusstrainer Freddy Christandl

10. September und 5. November oder nach Vereinbarung.

www.agrovision.ch

SVG wählt neues Vorstandsmitglied

Daniel Keiser und David Lienert (Foto: Tony Baggenstos)


Der Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie SVG wählte an der Generalversammlung vom 26. April Daniel Keiser in den Vorstand. Er ist als Teamleiter beim RAV Zürich Staffelstrasse tätig und nimmt die Position von David Lienert ein, welcher nach elf Jahren aus dem SVG-Vorstand zurücktritt. Lienert war unter anderem massgeblich am Aufbau des neuen und erfolgreichen Lehrgangs «Personalführungsexperte mit Zertifikat SVG» beteiligt und hat in seiner Funktion im Ausbildungszentrum der «Hotel & Gastro formation» an der neuen Ausbildung «Leiter/-in Gemeinschaftsgastronomie mit eidg. Diplom» mitgewirkt. Für seine Verdienste erhält David Lienert eine lebenslange SVG-Ehrenmitgliedschaft.

Dienstag, 30. April 2013

«The World's 50 Best Restaurants»: Spanien an der Spitze


Zum Sieger gekürt: die Gebrüder Roca.
Es sind die wohl begehrtesten Plätze in der Gastronomie weltweit: jene in der Liste «The World's 50 Best Restaurants». Auch dieses Jahr wurden die Resultate mit Spannung erwartet, und tatsächlich präsentierten die Juroren eine Überraschung an der Spitze: Nach drei Jahren in Folge musste Rene Redzepi vom «Noma» in Kopenhagen den ersten Rang in der Gesamtwertung abgeben. Und das ausgerechnet an ein Trio aus Spanien – an das Land also, das vor dem Siegeszug der nordischen Küche die Liste mit Ferran Adrians «El Bulli» vier Jahre lang dominierte.

Nun denn, heuer haben die Gebrüder Joan, Jordi und Josep Roca das Rennen gemacht: Ihr Restaurant El Celler de Can Roca im katalanischen Girona belegt erstmals den ersten Platz. Erhalten haben sie die Auszeichnung laut den Organisatoren für ihre «Mischung aus katalanischen Gerichten, innovativen Techniken und leidenschaftlicher Gastfreundschaft». Übringes: Joan Roca wird am Sonntag, 26. Mai am Fachsymposium «Chef Alps» in Zürich auf der Bühne stehen.

Doch zurück zur Liste: Auf den vordersten Rängen kocht nämlich auch ein Schweizer mit – wenn auch dieser im Ausland am Werk ist: Daniel Humm belegt mit seinem «Eleven Madison Park» in New York dieses Jahr den fünften Rang. Ausserdem hat Humm die Auszeichnung «Best Restaurant in North America Award» abgeräumt.

Ebenfalls in die Top 50 schafft es Andreas Caminada, dessen Name bereits seit vier Jahren auf der Liste vertreten ist. Dieses Jahr landet sein Restaurant Schloss Schauenstein auf Platz 42. Allen Grund zum Feiern hat überdies auch Benoît Violier in Crissier: Vor nur einem Jahr hat er von Philippe Rochat übernommen – und schon ist ihm der Einzug in die «Top 100»-Liste gelungen: Das Restaurant Hôtel de Ville belegt Rang 88.

Platz 5: Daniel Humm macht der Schweiz in Big Apple alle Ehre.

Platz 42: Andreas Caminadas Name steht seit vier Jahren auf der Liste.


Platz 88: Benoît Violier freut sich über seinen Einzug in die «Top 100».

Frühlingsfrisch: Das neue Salz&Pfeffer ist da

Und wieder flattert dieser Tage ein neues Salz&Pfeffer in euren Briefkasten. In taufrischem Grün aufgemacht, trotzt es dem grimmigen Grau da draussen – und bringt euch auch inhaltlich ein bisschen Frühling ins Haus.

So war Regula Lehmann mit der «Chrüterhäx» in Wald und Wiese unterwegs und hat fünf spannende Wildkräuter unter die Lupe genommen, mit denen man prima kochen kann. Das überrascht – und macht Lust auf mehr.

Überraschend sind auch die Ideen unseres aktuellen Titelkochs Raphael Tuor vom «Adler» in Nebikon. Sein Konterfei strahlt von besagtem frühlingsfrischen Cover, und der passionierte Küchenchef, der mit viel Fantasie auf konstant hohem Niveau am Werk ist, hat einiges zu erzählen.

Weiter widmen wir uns in dieser Ausgabe dem Thema Speisekarten. Tobias Hüberli betrachtet unter psychologischen Aspekten, wie diese wirken, und geht der Frage nach, wie der Gastgeber seine Gäste in der Wahl der Speisen lenken kann. Ein Muss für alle Gastronomen!

Ein Muss für alle Kaffeeliebhaber ist das Interview mit Barista-Schweizermeister Shem Leupin. Der junge Mann spricht eine klare Sprache, geizt auch mit Kritik an der hiesigen Kaffeekultur nicht – und verfolgt mit Leidenschaft seine Mission, dem Schweizer «richtigen» Kaffee schmackhaft zu machen.

Dienstag, 23. April 2013

Jetzt ist die Kochnati am Zug

Die Kochnati geht auf die Schiene. (Foto: Schweizer Kochverband)

Mit seinem kecken roten Käppi ist er unverkennbar: Fernsehkoch Andreas C. Studer. Und so dürfte es Fahrgästen der SBB, die seit Anfang 2011 mal im Speisewagen gereist sind, bestens in Erinnerung sein, dass eben dort das Konterfei vom «Studi» auf der Karte prangt. Doch nicht mehr lange. Ab Juli nämlich stehen in den Zugrestaurants und -bistros Gerichte auf dem Plan, die die Handschrift der amtierenden Schweizer Kochnationalmannschaft tragen. Die SBB-Gastronomietochter Elvetino hat das elfköpfige Team als neuen Cateringpartner und damit als Nachfolger des bekannten TV-Gesichts verpflichtet.

Welche Gerichte die Kochnati den Zufgahrern konkret bescheren wird, hat Teamchef Sascha Müller bis dato nicht verraten. Klar ist: Traditionelle Menüs wie Zürcher Geschnetzeltes oder Riz Casimir sollen auf der Karte ebenso vertreten sein wie Eigenkreationen der findigen Aargauer Kochgilde.

Dass nun eine ganze Truppe fürs kulinarische Angebot in den 99 Schweizer Speisewagen sorgt, kommt indes nicht von ungefähr, wie Elvetino CEO-Wolfgang Winter verlauten lässt: «Wir setzen neu bewusst auf Teamspirit statt auf Einzelpersonen.» Beim Alten bleiben sollen dafür die Preise: Im Zusammenhang mit dem Partnerwechsel sei keine Erhöhung geplant, so Winter.

Mittwoch, 17. April 2013

Neuer Küchenchef in Geisels Werneckhof, München

Tohru Nakamura (Bild: z.V. g.)
Tohru Nakamura ist seit dem 17. April als neuer Küchenchef in Geisels Werneckhof in München tätig. Er hat schon die Ausbildung zum Koch unter Chef de Cuisine Martin Fauster im Hotel Königshof in München absolviert, welches ebenfalls zu den Geisel Privathotels gehört. Nach der Lehre arbeitete er unter anderem als Poissonnier und Saucier im Restaurant Vendôme bei Joachim Wissler (19,5 Gault-Millau-Punkte, 3 Michelin-Sterne) sowie als Chef de Partie und Sous Chef im Restaurant Oud Sluis, Niederlande bei Sergio Herman (20 Gault-Millau-Punkte und 3 Michelin-Sterne). Zusammen mit Restaurantleiter Ireneo Tucci will Nakamura den Werneckhof neu konzipieren. www.geisels-werneckhof.de

Mittwoch, 3. April 2013

Schweizer assen 2012 mehr heimisches Fleisch

Foto: Proviande
Die heute von Proviande veröffentlichte Statistik gibt Aufschluss: Im Jahr 2012 wurde im Verhältnis zum insgesamt in der Schweiz konsumierten Fleisch mehr Fleisch aus einheimischer Produktion gegessen. Der Anteil stieg konkret um 1,2 Prozent – und damit auf stolze 81,3 Prozent.

Die Organisation freuts. Zumal der Gesamtkonsum an verkaufsfertigem Fleisch erstmals seit drei Jahren wieder gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 421018 Tonnen zurückgegangen ist. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums heisst das: Herr und Frau Schweizer assen 2012 durchschnittlich 51,72 Kilogramm Fleisch – wohingegen sie 2011 im Schnitt noch 53,53 Kilogramm vertilgten. Einen Grund für den Konsumrückgang ortet Proviande im «verminderten Ausserhauskonsum – wohl aus wirtschaftlichen Gründen».

Am beliebtesten war vergangenes Jahr übrigens nach wie vor Schweinefleisch, das mit 23,54 Kilogramm fast die Hälfte des gesamten Fleischkonsums pro Kopf ausmachte. Den zweiten Rang belegte mit 11,31 Kilogramm das Geflügel, den dritten Platz das Rindfleisch mit 11,06 Kilogramm. Der mengenmässige Konsumrückgang pro Person liess sich dabei bei allen Fleischsorten feststellen.

Besonders positiv ist für Proviande indes das Resultat einer 2012 durchgeführten repräsentativen Imagestudie zum Thema Fleisch: Das Schweizer Volk bestätigt darin sein Vertrauen in Fleisch und Fleischprodukte aus heimischer Produktion und beurteilt die Qualität aller Fleischarten deutlich besser als bei der letzten Befragung 2006. Das bestärkt den Verband und lässt ein selbstbewusstes Fazit zu: «Das Vertrauen in Schweizer Fleisch und Fleischprodukte ist nach wie vor gross.»

Die detaillierte Statistik zum Fleischkonsum 2012 ist auf der Homepage von Proviande einsehbar.



Ein Schweizer ist Sommelier-Weltmeister


Premiere: Paolo Basso ist der erste Sommelier-Weltmeister aus der Schweiz.
Die Kirschbäume blühten, als letztes Wochenende in Tokyo die 14. Weltmeisterschaft der Sommeliers über die Bühne ging. Der von der Association de la Sommellerie Internationale, dem grössten und damit bedeutendsten Sommelierverband weltweit, organisierte Wettbewerb dauerte drei Tage, während denen sich 57 Weinprofis aus 54 Staaten in ihrem beruflichen Können massen. Erstmals holte sich heuer ein Schweizer den Sieg: Paolo Basso. Er trägt fortan den Titel «Meilleur Sommelier du Monde de 2013» und macht der Association Suisse des Sommeliers Professionnels damit alle Ehre. Der zweite Schweizer Kandidat Fabio Miccoli erreichte den 16. Platz und schied im Viertelfinal aus.

Nun, im Finale musste sich Basso vor rund 4000 Zuschauern gegen Véronique Rivest aus Kanada – die erste Frau, die (als Zweitplatzierte) jemals auf dem Podest einer Sommelier-Weltmeisterschaft stand – und Aristide Spies aus Belgien behaupten. Der Schweizer Kandidat selbst hatte die Endrunde zum vierten Mal seit dem Jahr 2000 erreicht. Doch diesmal war sein Auftritt vom finalen Erfolg gekrönt.

Der 47-jährige Schweizer mit italienischen Wurzeln meisterte alle Aufgaben souverän und entschied das Rennen unbestritten für sich. Kein Wunder: Kein Sommelier aus der Schweiz hat jemals so viele gute Ergebnisse auf diesem hohen Niveau erreicht – die Liste seiner Titel ist lang und kann sich zweifelsohne sehen lassen: Schweizermeister 1997, Vize-Weltmeister in Montreal (2000), Rhodos (2007) und Santiago de Chile (2010), Vize-Champion Europas in Reims in den Jahren 2004, 2006 und 2008 sowie Sommelier-Europameister in Strassburg (2010)

Dienstag, 2. April 2013

Thomas Blaser kocht neu im «Greulich»

Hotel Greulich, Zürich
Auf diesen Namen wartet die Szene seit geraumer Zeit, wobei er im Rahmen vorgängiger Spekulationen tatsächlich auch schon fiel: Thomas Blaser. So heisst er nämlich, der neue Küchenchef im Zürcher Hotel Greulich, der per sofort das Zepter übernimmt. Nach dem abrupten und für doch beachtlich Furore sorgenden Abgang von Vorgänger Nils Osborn, der zeitgleich mit Sous-Chef Timo Oberegger, Chef de Service Léa Staub sowie dem gesamten Küchenteam Mitte Dezember sein Amt niederlegte, sind dies nun gute Neuigkeiten für Hoteldirektor Roland Anderes. Der freut sich entsprechend – zumal es sich bei seinem «Neuen» um einen «Weggefährten» handelt, wie er sagt. Der 34-jährige Blaser war zuvor im Hotel Arte in Spreitenbach tätig – zeitweise unter Roland Anderes.

Grund zur Freude hat Anderes auch über den zweiten Neuzugang, den er vermelden kann: Mit Mahra N'Diaye übernimmt eine junge Zürcherin die Geschicke der Restaurantleitung im «Greulich» Die 25-jährige Hotelfachschulabsolventin soll «frischen Wind und eine unkomplizierte Gastlichkeit abseits der rein klassischen Gastronomie» ins Lokal bringen.

Dienstag, 26. März 2013

Nachtrag zum Fall Kuster






Die Nachricht vom urplötzlichen Abtritt von Gastrosuisse-Direktor Bernhard Kuster hat uns keine Ruhe gelassen – insbesondere weil unsere Nachfragen erst einmal abgewimmelt wurden. Nun denn: Folgendes war seit der Publikation der Gastrosuisse-Medienmitteilung um 11.07 Uhr heute morgen dann doch noch in Erfahrung zu bringen.

Die Kündigung hat Bernhard Kuster gestern erst eingereicht – und um eine sofortige Freistellung gebeten. Der Vorstand von Gastrosuisse hat Kusters Bitte entsprochen, der Verband wird bis auf Weiteres von dem stellvertretenden Direktor Hannes Jaisli geleitet.  Das Personal von Gastrosuisse wurde heute morgen zeitgleich mit der Veröffentlichung der Medienmitteilung und mit dem gleichen, sehr knappen Informationsgehalt über die Lage informiert.

Sämtliche Parteien haben laut Verbandspräsident Klaus Künzli Stillschweigen vereinbart. Die Medienstelle von Gastrosuisse beantwortet – wie so oft – keine weiterführenden Fragen. Der doch sehr rasche Abgang wirft natürlich Fragen auf. Es ist bei Gastrosuisse der bereits zweite Wechsel an der Führungsspitze seit 2009. Insider berichten jedoch, dass die Ausgangslage bei den Personalien Anton Schmutz und dessen Nachfolger Kuster unterschiedlich gelegen sei.

Schmutz hat auch für Aussenstehende während seiner kurzen Amtszeit immer als Fremdkörper gewirkt, er wurde 2011 vom Vorstand entlassen. Kuster hingegen war seit 2007 für die Gastrosuisse tätig und profilierte sich vor allem durch seine Kenntnisse in der Wirtschaftspolitik. Mit Vehemenz hat er sich jeweils für die Anliegen des Verbandes eingesetzt. Kusters Kündigung, verbunden mit der von ihm gewünschten Freistellung, deutet auf einen Konflikt mit dem Führungszirkel der Gastrosuisse zumindest hin. Zitieren lässt sich zum diesem Thema zurzeit allerdings niemand.

Bernhard Kuster verlässt Gastrosuisse




In einer kurzen Medienmitteilung informiert Gastrosuisse heute, dass Direktor Bernhard Kuster das Unternehmen verlässt beziehungsweise bereits verlassen hat. Die operative Verbandsführung übernimmt in einer Übergangsphase der stellvertretende Direktor Hannes Jaisli. Der Grund für den Weggang von Kuster erfolgt laut Pressetext aufgrund einer beruflichen Neuorientierung. Die Medienmitteilung wirft allerdings mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Bernhard Kuster verweist am Telefon kurzangebunden an die Medienstelle von Gastrosuisse, derweil letztere zurzeit keine weiteren Auskünfte gibt. Bernhard Kuster trat sein Amt als Direktor am 1. Februar 2011 an – als Nachfolger von Anton Schmutz, der dem Verband damals nach einer kurzen Amtszeit «aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der Verbandsführung» den Rücken gekehrt hatte.




Mittwoch, 20. März 2013

Eine Premiere im neuen Salz&Pfeffer

Salz & Pfeffer feiert im neu erschienen Heft eine Premiere. Zum ersten Mal in unserer 24-jährigen Geschichte hieven wir einen Patissier auf das Titelbild. Das grosse Talent Julien Duvernay hat diese Ehre mehr als verdient. Er begeistert die Gäste im Restaurant Stucki mit seinen hervorragenden Desserts und beeindruckt mit einem aussergewöhnlichen Aromen- und Farbenspiel.

Im zweiten grossen Interview des Magazins spricht Fredi Gmür, CEO der Schweizer Jugendherbergen, über den Erfolg der Parahotellerie und darüber, wie er den Tournaround nach einem Fast-Konkurs geschafft hat. Zudem verrät er das Erfolgsrezept seines neusten Coups in der Gastronomie. Aber lest selbst...

Nun ein Lob in eigener Sache: Unsere brandneue, exklusive Rezeptserie «Drei Gänge von...» hat den Nerv der Zeit getroffen. An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich für die zahlreichen lobenden Worte vieler Köche. Die Rezepte der neusten Ausgabe müssen sich auch dieses Mal nicht verstecken. Sie wurden vom grossen Schweizer Avantgardisten Denis Martin aus Vevey entwickelt. Die drei Gänge, die wir euch präsentieren, stehen nirgendwo auf der Karte, sondern sind spontan bei unserem Besuch entstanden. Ein Meisterwerk für Auge und Gaumen.

Doch damit des Guten nicht genug. Denn Salz&Pfeffer hat einmal mehr eine ganz besondere Delikatesse aufgespürt, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten: den Deli Marc. Nicht mehr lange, und er wird in aller Munde sein – bis dahin ist er aber noch ein Geheimtipp, der nur auf ausgewählten Digestif-Karten zu finden ist. Der Trinkessig wird statt Schnaps gereicht – wie er schmeckt, das lest ihr in der Rubrik «Flüssig & fest».

Im Artikel «Das Wesen des Lichts» beschäftigen wir uns zudem mit der Beleuchtung. Was es beim Lichtkonzept zu beachten gilt, was es braucht, damit sich der Gast wohlfühlt, und wie man ihn dank dem richtigen Licht sogar zu einem zusätzlichen Kaufentscheid bewegt, das verraten zwei namhafte Lichtdesigner.

Dass das Auge mitisst, sind sich auch die Köche im Pflegeheim Dahlia Wiedlisbach bewusst. Sie setzen auf eine neue Methode des Anrichtens, die betagte, demenzkranke und behinderte Menschen dazu bringt, wieder mit Freude zu essen, auch wenn ihnen pürierte Kost vorgesetzt wird.

Und selbstverständlich hat auch in dieser Ausgabe unser Monsieur Tabasco zünftig reingepfeffert – diesmal in die «Toggenburger Abgründe».

Einen Vorgeschmack aufs neue Heft findet ihr hier.

Viel Spass!

Donnerstag, 14. März 2013

Hinter den Kulissen

Bild: z.V.g.


Am kommenden Sonntag findet in der Region St. Gallen-Bodensee der «Tag der offenen Hoteltür» statt. Von 11 bis 15 Uhr öffnen die Hotels in der Stadt und in der Region St. Gallen, Thurgau und Appenzellerland die ansonsten für das Publikum verschlossenen Türen und gewähren einen Blick hinter die Kulissen.

Den Besuchern werden damit die verschiedenen Berufe in der Hotellerie näher gebracht. «Der Tag der offenen Hoteltür» ist insbesondere für junge Menschen interessant, die sich für eine Ausbildung im Hotel- und Gastrobereich interessieren. Zudem stehen Hotelmitarbeitende sowie Lehrlinge den Besuchern Rede und Antwort.

Dieses Jahr haben sich die Hotels übrigens auch für Anwohner etwas Besonderes ausgedacht: Unter dem Motto «Erlebe deine Stadt» dürfen vom 16. bis 18. März die Einheimischen für nur 99 Franken pro Zimmer im Hotel übernachten. Das Angebot gilt für eine oder zwei Personen inklusive Frühstück. 

Teilnehmende Hotels am «Tag der offenen Hoteltür»
Bad Horn, Horn; Dom, St. Gallen; Einstein, St. Gallen; Heiden, Heiden; Metropol, Arbon; Metropol, St. Gallen; Säntispark, Abtwil; Vadian, St. Gallen, Walhalla, St. Gallen; Walzenhausen, Walzenhausen; Radisson Blu Hotel, St. Gallen; Schloss Wartegg, Rorschacherberg; Sorell Hotel City Weissenstein, St. Gallen

Teilnehmende Hotels an «Erlebe deine Stadt»
Bad Horn, Horn; Dom, St. Gallen; Einstein, St. Gallen; Heiden, Heiden; Metropol, Arbon; Metropol, St. Gallen; Mozart, Rorschach; Säntispark, Abtwil; Vadian, St. Gallen, Walhalla, St. Gallen; Walzenhausen, Walzenhausen; Weisses Rössli, Staad; Oberwaid Kurhaus + Medical Center, St. Gallen; Radisson Blu Hotel, St. Gallen; Schloss Wartegg, Rorschacherberg; Sorell Hotel City Weissenstein, St. Gallen