Montag, 2. März 2015

André Jaeger geht in Pension

André Jaeger (Foto Salz&Pfeffer)

André Jaeger hört auf. Im Juni schliessen der mit 19 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Küchenchef und seine Lebenspartnerin Jana Zwesper die Tore zum Restaurant und Hotel Fischerzunft in Schaffhausen. Mit der Pensionierung von André Jaeger wird laut Medienmitteilung auch ein neues Kapitel in der Geschichte der Fischerzunft aufgeschlagen. Zusammen mit der Denkmalpflege und dem Stadtrat wurde in den letzten Monaten für die Fischerzunft und die angrenzenden alten Liegenschaften ein Areal-Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses sieht eine gemischte Nutzung von Wohn- und Büroräumlichkeiten vor. Ob die Fischerzunft in irgendeiner Form als Gastronomie-Betrieb weitergeführt wird, ist noch offen. André Jaeger übernahm das Hotel und Restaurant 1975 von einem Vater und führte es zu internationalem Renommée. Vor der Schliessung kommt allerdings noch das Finale. Vom April bis Juni lassen André Jaeger und Jana Zwesper nochmals vier Jahrzehnte Fischerzunft aufleben. www.fischerzunft.ch

Swiss SVG Trophy update

Die Wanderjury bestreitet derzeit «englische Wochen».

Die Wettkampftage des Gemeinschaftsgastronomie-Kochwettbewerbs Swiss SVG-Trophy reihen sich zurzeit dicht aneinander. Bis heute haben vier der sechs Teams ihr Programm vor den Augen der Wanderjury gekocht. Den Anfang machte das Team Weiningen am 19. Februar. Letzten Freitag bewiesen Jennifer Kunz, Angela Mumenthaler und Daniela Wälchli vom Team Inselspital Bern eindrücklich, dass mit ihnen zu rechnen ist. Der Sieger der dritten Swiss SVG-Trophy wird am 8. Mai im Verkehrshaus Luzern anlässlich der Generalversammlung des Schweizer Verbandes für Heim-, Spital- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) bekanntgegeben. Das Siegerteam hat die Ehre, die Schweiz an der Olympiade der Köche 2016 in Erfurt in der Kategorie Gemeinschaftsgastronomie vertreten zu dürfen.





Freitag, 20. Februar 2015

Foodporn




Foto: neirfy - Fotolia


Die Kollegen des Tagesanzeigers haben gestern einen gelungenen Artikel zum Thema Foodporn publiziert. Was tun, wenn die Gäste plötzlich das Stativ auspacken, auf den Stuhl stehen und das Amuse-Bouche aus der Vogelperspektive ablichten, um dieses dann schnurstracks per Twitter zu verbreiten? Heston Blumenthal hat in seinem mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant Fat Duck ein Blitzverbot erlassen. Wer sich nicht daran hält, fliegt raus. Etwas weniger eng sehen das hiesige Gourmetköche. Es komme zwar vor, dass Essen fotografiert werde, auf den Stuhl sei dabei allerdings noch nie jemand gestanden, sagt Vanessa Flack, PR-Verantwortliche des Dolder Grand gegenüber dem Tagesanzeiger. Auch im Restaurant Mesa versucht man das Thema mit Fingerspitzengefühl anzupacken. Laut Mesa Restaurantleiter Reinhard Mayrböck zücken rund 50 Prozent der Gäste das Smartphone, sobald ein neuer Teller an den Tisch gebracht wird. Diese Art von Kommunikation sei natürlich auch eine Form von Werbung für das Restaurant. Der Einsatz von Blitz werde allerdings auch im Mesa nicht toleriert.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Salz&Pfeffer ist wieder da: Schwarz-weiss ins neue Jahr


Hurra, es ist eine Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte von Salz&Pfeffer prangt auf dem Cover der druckfrischen Ausgabe ein Schwarz-Weiss-Foto. Wir waren gespannt, ob das dann so wirkt, wie wir uns das vorstellen. Und finden jetzt: Genau das tut es.

In seiner Tiefe passt das Foto ganz hervorragend zu unserem aktuellen Titelkoch Domingo S. Domingo, dessen klassische Tellerwäscherkarriere mit einer Vielzahl spannender und mitunter schier unglaublichen Anekdoten gespickt ist. Uns hat der Chefkoch des «mille sens» in Bern frank und frei seine Geschichte erzählt.

Aus dem Nähkästchen geplaudert hat auch Cristina Bally, Chef-Concierge im Grand Hotel Les Trois Rois in Basel. Dort erfüllt sie ihren Gästen fast jeden Wunsch, ohne sich auch nur im Ansatz zu verbiegen. Im Interview spricht sie über ihre Kindheit im Luxushotel, ihren klassischen Beruf und ihr unkonventionelles Wesen.

Unkonventionell – ein gutes Stichwort für Magnus Nilsson. Um ihn und sein «Fäviken Magasinet» in Nordschweden rankt sich so manche Legende. Wir haben ihn «am Ende der Welt» besucht – und festgestellt: Eben dieses liegt woanders.

Von weiten Wegen handelt indes auch unsere Recherche in Sachen Kinderverpflegung: Immer öfter kochen grosse Caterer für unsere Kleinsten, was wohl seine Vorteile hat, nicht überall jedoch auf Gegenliebe stösst. Wir haben der Kontroverse in Biel und Bern nachgespürt.

Auf der Spur waren wir auch den findigen Köpfen unseres Landes. Die Schweiz hat eine stolze Erfindertradition, wobei die Küche dafür seit jeher ein beliebtes Feld ist. Wir haben helvetische Kreationen unter die Lupe genommen – und einiges entdeckt, was uns bislang nicht bekannt war.

Gut bekannt ist uns dafür Arno Sgier. Als feste Konstante in der Schweizer Gastronomie wirtet er seit 21 Jahren in der «Traube» in Trimbach – und überrascht seine Gäste dort mit seiner (mit immerhin 17 Gault-Millau-Punkten sowie einem Michelin-Stern dotierten) Einfachheit.

Voilà. Eine runde Sache, dieses erste Salz&Pfeffer im neuen Jahr, finden wir. Und hoffen, dass ihr das genauso seht.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Das grosse Krabbeln – auf dem Teller?

(Foto: bajita111122 – Fotolia)
Die blosse Vorstellung dürfte hierzulande so manchem einen alles andere als wohligen Schauer den Rücken runterlaufen lassen. Insekten essen? Nein, danke. Für rund 28 Prozent der Weltbevölkerung jedoch gehören eben diese auf den täglichen Speiseplan. Insekten sind nicht nur die am häufigsten auf der Erde vorkommenden Tiere (weltweit gibt es über 1400 essbare Insektenarten) – sie sind auch eine genauso wertvolle Eiweissquelle wie Fleisch von Säugetieren oder Fischen, sie sind fett- und somit cholesterinarm, reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie beinahe frei von Kohlenhydraten. Überdies entstehen bei ihrer Produktion massiv weniger Treibhausgase als bei der modernen Massentierhaltung von Vieh. So weit, so gut. In unseren Breitengraden stösst die Idee vom grossen Krabbeln auf dem Teller trotzdem nicht nur auf Gegenliebe – obschon Experten einen wachsenden Trend feststellen. Zurzeit und aufgrund der aktuellen Gesetzeslage ist der Verzehr von Insekten in der Schweizer Gastronomie zumindest noch Zukunftsmusik.

Ändern möchten das die Jungunternehmer des Ostschweizer Start-Ups Essento. Sie arbeiten an der Entwicklung verschiedener Nahrungsmittel mit Insekten. Nächsten Mittwoch sind sie im Rahmen der Kursreihe «Sobre Mesa» im Bachser Märt in der Zürcher Kalkbreite zu Gast – mit dem Ziel, den Teilnehmern die Welt der Speiseinsekten näher zu bringen. Das dürfte auch für experimentierfreudige Gastronomen spannend sein. Der Abend ist verschiedenen Themen gewidmet, etwa der langen Tradition, der Vielfalt sowie Aspekten wie Gesundheit, Geschmack oder Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt soll es auch um den Stand der Insekten als Lebensmittel in der Schweiz gehen. Interessierte sind für 35 Franken dabei, noch sind laut Sobre-Mesa-Initiantin Laura Schälchli einige Plätze frei. Zur Anmeldung gehts direkt hier.

Insekten essen?
Mittwoch, 25. Februar 2015, 20.15 bis 21.45 Uhr
Bachser Märt, Badenerstrasse 171, 8004 Zürich

Montag, 9. Februar 2015

Emi Fukahori ist Schweizer Barista Meisterin 2015

Die grosse Gewinnerin an den diesjährigen Schweizer Barista Meisterschaften heisst Emi Fukahori. Die 27-jährige Zürcherin setzte sich in der Königsdisziplin «Barista» in der Finalrunde gegen den zweitplatzierten Felix Hohlmann aus Basel durch. Fukahori hat das erste Mal an den Schweizer Barista Meisterschaften teilgenommen. Umso mehr ist sie überrascht, dass sie gleich gewinnen konnte. «Ich wollte lediglich weiterkommen», sagt Fukahori gegenüber uns. Dass Fukahoris Zielsetzung so bescheiden war, liegt wohl auch daran, dass sie bis letzten Juli noch kaum über professionelles Kaffee-Wissen verfügte. «Kaffee ist mein Hobby», sagt Fukahori, die zu 100 Prozent in einer grossen Reiseagentur angestellt ist. 

So habe sie sich zusammen mit ihrem Röster Philipp Henauer, Geschäftsführer von Henauer Kaffee, jeweils nach der Arbeit und an den Wochenenden intensiv auf die Meisterschaften vorbereitet. «Manchmal bis abends um zwölf Uhr», sagt Fukahori. «Mir war klar, dass ich mich total in die Sache hineingeben muss. Ich habe aber immer Spass dabei gehabt», sagt die Japanerin, die seit vier Jahren in Zürich lebt.


Die Auszeichnung für «Bester Espresso» und «Bester Cappuccino» gingen ebenfalls an Fukahori. Sie wird die Schweiz nun an den Weltmeisterschaften in Seattle (USA) vertreten. «Die Schweiz bedeutet mir sehr viel. Es ist mir eine Freude, sie an den Weltmeisterschaften zu repräsentieren. Ich tue, was ich kann», sagt Fukahori. 



Emi Fukahori an den Schweizer Barista Meisterschaften.
Auch Philipp Henauer freut sich über Fukahoris Erfolg: «Das ist eine richtige Cinderella-Story», sagt Genauer auf unsere Anfrage. Von «0 auf 100» sei Fukahori durchgestartet. «Dank ihrer Zielstrebigkeit und Disziplin und ihrer unglaublichen Passion hat sie sich diesen Titel geholt», sagt Henauer, mit dessen Kaffee auch der zweitplatzierte Felix Hohlmann und Milo Kamil, Gewinner der Kategorie «Latte Art», arbeiteten.

Henauer und Fukahori bereiten sich nun intensiv auf die Weltmeisterschaften. «Wir werden das Feedback der Jury nutzen», sagt Henauer.  

In der Disziplin «Barista» werden sowohl für den Geschmack als auch dem Wissen über den Kaffee, der Kreativität beim Eigendrink sowie für die Technik und die Arbeitsweise Punkte vergeben. 

Fukahori habe die Jury mit einem trocken aufbereiteten Kaffee aus Äthiopien, dem Heimatland des Kaffees, überzeugt, heisst es in einer Mitteilung. Für die Zubereitung von je vier Cappuccino, vier Espressi und vier Eigenkreationen haben die Kandidaten 15 Minuten Zeit. 

Milo Kamil: Gewinner in der Kategorie «Latte Art»

Milo Kamin bereitet eines seiner Kunstwerke zu. 
Der kreativste Kaffee-Künstler ist, wenn es darum geht, aus Milchschaum kleine Kunstwerke zu schaffen, in diesem Jahr Milo Kamin. Der Zürcher zauberte seine Bilder in zwei identische Kaffee Latte oder Cappuccini, je zwei Espressi Macchiati sowie zwei Eigenkreationen. Dafür hatte er acht Minuten Zeit.

Kamin habe die Jury sowohl mit seiner Giesstechnik als auch mit seinen ausgefeilten Sujets überzeugt, heisst es. Der zweite Platz ging an Philippe Gobat aus Neuenburg, vor Matthieu Theis aus Zürich. Milo Kamil wird die Schweiz im Juni in Göteborg (Schweden) an der World Latte Art Championship vertreten.

Nachfolgend die gesamten Ranglisten:

Resultate Barista Schweizermeisterschaften 2015
1. Emi Fukahori (541.50)
2. Felix Hohlmann (518.50)
3. Michel Aeschbacher (440.50)
4. Shem Leupin (431.50)
5. Benjamin Hohlmann (422.50)
6. David Füger (391.50)
7. Mirei Tanaka-Lingg (428.00)
8. Daniel Fischer (420.50)
9. Michal Otte (418.50)
10. Jennifer Nydegger (413.50)
11. Gallus Hufenus (390.50)
12. Mathias Bühler (317.50)

Resultate Latte Art Schweizermeisterschaft 2015
1. Milo Kamil (352.50)
2. Philipp Gobat (289.50)
3. Mathieu Theis (286.5)
4. Megalessis Panagiotis (271.00)
5. Madia Sabirova (266.50)
6. Flavio Lissandrello (233.50)
7. Marlène Braziewicz (292.00)
8. Etienne Rat-Patron (290.50)
9. Pierre Leroy (260.50)
10. Demian Annaheim (241.50)
11. Bastien Tararan (228.00)
12. Rafael Lunardi (206.50)

Resultate Cup Taster Schweizermeisterschaft 2015
1. Mathias Bühler, Cup Taster Schweizermeister 2015

Resultate Brewers Cup Schweizermeisterschaft 2015
1. Benjamin Prager, Brewers Cup Schweizermeister 2015
2. Kai Keong Ng
3. Florian Wicki

Montag, 2. Februar 2015

Exklusives «Dschungel»-Diner: Shrimps bedeckt mit Ameisen

Dieses Gericht hätte genauso gut im RTL-Dschungelcamp serviert werden können: Ein noch immer zuckender Shrimp garniert mit toten, schwarzen Ameisen. Stattdessen bekamen die Gäste von René Redzepi, Küchenchef und Mitbesitzer des weltbekannten «Noma» in Kopenhagen, diese eigenwillige Kreation in Tokio vorgesetzt. Redzepi gastiert vom 9. Januar bis 14. Februar im 37. Stock des Mandarin Orientals. 


Die Shrimp-Ameisen-Kombination war ein Teil eines dreistündigen Testessens mit 15 Gängen und hinterliess die Gastro-Kritiker sowohl schockiert als auch begeistert. So schrieb zum Beispiel Tejal Rao in ihrer Kritik für Bloomberg: «Der Shrimp wurde dermassen kurz vor dem Servieren getötet, dass die Nerven noch immer aktiv waren und sich der Körper auf dem Teller bewegte.» Rao hält nach der Verköstigung des Shirmps fest: «Schockierend gut.»

Robbie Swinnerton beschrieb das Gericht in der Japan Times als Etwas, das in dieser Form noch nie in Japan serviert wurde. Die Säure der schwarzen Ameisen hätte perfekt zum süssen, rosa Fleisch der Shrimps gepasst. 

Redzepi selber gibt dem Menü den Titel «Die Geschmäcker des Waldes von Nagano». Das 15-gängige Testessen kostete pro Person rund 300 Franken. Bilder des Menüs (inklusive des «Ameisen-Shrimps») gibt es hier zu sehen. 




Sonntag, 25. Januar 2015

Swiss Chocolate Masters 2015


Geraldine Müller Maras mit ihrem Schokoladenschaustück


Im Rahmen der 32. Fachmesse für Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriebedarf (FBK) fand heute das Finale des Swiss Chocolate Masters 2015 statt. Dabei mussten die sechs Finalisten jeweils eine Schokoladentorte, eine Pralinesorte, eine Schokoladensüssspeise auf Teller sowie ein Schokoladenschaustück herstellen. Das Thema des Wettbewerbs lautete «Inspiration from Nature». Den ersten Platz eroberte sich die 38-jährige Geraldine Müller Maras aus Hauterive (NE), sie arbeitet für das Maison Cailler in Broc. Dicht dahinter platzierte sich Nicole Beckmann, die 33-Jährige ist in der Culinary Arts Academy in Luzern tätig. Den dritten Platz holte sich Olivia Abrach von der Freytag in Zürich. Geraldine Müller Maras wird die Schweiz vom 28. bis 30. Oktober 2015 an den World Chocolate Masters in Paris vertreten. Der Swiss Chocolate Masters 2015 wurde auf Initiative des Schokoladenproduzenten Barry Callebaut in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband durchgeführt.

Donnerstag, 15. Januar 2015

«Die aktuelle Lage ist sehr schwierig»





 Christian Laesser ist Professor für Tourismus an der Universität St. Gallen.

Die heutige Nachricht der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den seit September 2011 geltenden Mindestkurs von 1.20 Franken zum Euro, aufzuheben, löst in der Branche Unruhe aus. Gastrosuisse hält in einer Medienmitteilung fest, dass ihre rund 20 000 Mitgliederbetriebe von diesem Schritt «unmittelbar und negativ betroffen sind». Bereits mit einem Euro-Kurs von 1.20 Franken hätten die Restaurationsbetriebe teilweise einen grossen Nachfragerückgang verbucht. Nun wird die Lage noch düsterer. Auch Christian Laesser, Professor für Tourismus und Dienstleistungsmanagement an der Universität St. Gallen, schätzt die aktuelle Lage als «sehr schwierig» ein. «Die im Tourismus tätigen Betriebe können vom starken Franken nicht profitieren, da sie ihre Leistungen und Produkte im Inland einkaufen, gleichzeitig werden ihre Dienstleistungen zwischen 10 und 15 Prozent teurer.» Laesser glaubt indes auch nicht an eine schnelle Normalisierung der Lage. Vor allem weil die Europäische Zentralbank (EZB) für die nächsten Wochen ein «quantitative easing» angekündigt hat, die staatlich verordnete Geldschwemme dürfte den Euro gegenüber dem Franken nochmals schwächen. Wahrscheinlich, so Laesser, sei die Politik der EZB sogar der Grund für die Aufhebung des Schweizer Mindestkurses. «Die Verteidigung des Mindestkurses wäre wohl gar nicht mehr möglich gewesen.»

Mittwoch, 14. Januar 2015

Kopf der Woche: Bernd Ackermann


Bernd Ackermann übernimmt per 1. Juli 2015 die Küchenleitung der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung in Zürich (EPI). Der 46-jährige Schweizer mit deutschen Wurzeln wirkt seit 2001 als Küchenchef im 5-Sterne-Hotel Suvretta House in St. Moritz, dessen Restaurant zurzeit mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet ist. Im EPI löst der Spitzenkoch Roland Notter ab, der in den Ruhestand geht. Das Suvretta House sucht derzeit einen Nachfolger für Ackermann.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Echter Handwerker, stiller Aufhörer und veganer Senkrechtstart

Seit heute ist die neue Ausgabe von Salz&Pfeffer erhältlich. Lesen Sie das Interview mit Dario Cadonau und erfahren Sie mehr über die beeindruckende Geschichte des jungen Spitzenkochs. Als Aufhörer des Jahres küren wir Ruedi Brander. Der einst mit 17 Gault-Millau-Punkten dotierte Koch hat sein Restaurant St. Pelagiberg dieses Jahr still und leise geschlossen. Zum Abschied hat er Salz&Pfeffer zu einem letzten, extrem ehrlichen Treffen gebeten. Wie man ein veganes Restaurant aufziehen muss, damit auch Fleischtiger freiwillig darin einkehren, zeigen derzeit Elif und Sibel Erisik in ihrem Restaurant Elle'n'Belle in Zürich. Wir haben die Schwestern getroffen. Wie immer finden Sie Salz&Pfeffer auch digital, auf dem Webreader oder im Zeitungskiosk Ihres Tablets.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Von Lampart bis Martin





Seit ein paar Minuten ist unter dem Namen «Rezepte in Serie» eine Spezialausgabe von Salz&Pfeffer erhältlich. Es handelt sich dabei um die Zusammenfassung der Rubrik «Drei Gänge von …». In den letzten zwei Jahren haben uns 15 Köche insgesamt 45 Rezepte aus ihrem jeweils aktuellen Menü für diese Rubrik gestiftet. Entstanden ist ein Sammelsurium von hochinteressanten Rezepten vom Profi für den Profi. «Rezepte in Serie» ist gratis und ausschliesslich online auf dem Webreader oder aber auf dem Tablet (Zeitungskiosk) erhältlich.

Montag, 15. Dezember 2014

Werner Rothen verlässt das «Schöngrün»

Werner Rothen (Foto: Marcel Studer)


Der Berner Spitzenkoch Werner Rothen verlässt die Restaurants Schöngrün im Zentrum Paul Klee per Ende Januar 2015. Nach zehn Jahren will er sich einer neuen Herausforderung stellen. Wer seine Nachfolge antritt, ist zurzeit noch offen. Bis die Betreiberin, die ZFV-Unternehmungen, die richtige Person gefunden hat, wird der Betrieb von der bewährten Crew weitergeführt. 

Werner Rothen hat die Restaurants in der Villa Schöngrün und das Museumscafé im Zentrum Paul Klee seit deren Eröffnung mitgeprägt und sowohl als Betriebsleiter als auch als Küchenchef figuriert. Seine Küche ist mit 17 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Auf die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin hat sich derweil Michael Thomann, Mitglied der Geschäftsleitung beim ZFV, gemacht. Der ehemalige Direktor des Hotels Schweizerhof Bern kennt die Gastroszene bestens. «Zurzeit machen wir uns nicht nur Gedanken dazu, wer den Betrieb inskünftig leiten könnte, sondern auch, wie wir ihn für die Zukunft erfolgreich aufstellen wollen», schreibt Thomann in der Medienmitteilung des ZFV.


Mittwoch, 26. November 2014

Sternenregen – Die Schweiz hat nochmals zugelegt




Der Guide Michelin hat erneut seinen eigenen Rekord gebrochen und in der Schweiz mit 117 Adressen so viele Restaurants mit Sternen ausgezeichnet wie noch nie. Insgesamt 18 neue Ein-Stern-Restaurants werden im Guide Michelin Schweiz 2015 vermerkt. Er erscheint am 27. November im Handel.

Alleine in der Region Basel sind vier Häuser erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Es sind dies: «Les Quatre Saisons» in Basel, das Restaurant Sonne in Basel/Bottmingen, der Landgasthof Talhaus-Puro in Bubendorf und der «Schlüssel» in Oberwil. In der Stadt Zürich erhielten das «Maison Manesse» und das «Sankt Meinrad» je einen Michelin-Stern.

Folgende Restaurants in der Deutschschweiz wurden ebenfalls neu mit einem Stern bewertet: «Truube» in Gais (AR), «Eisblume» in Worb (BE), «La Miranda Gourmet Stübli» in Samnaun (GR), «Der Kunsthof» in Uznach (SG), «Martin» in Flüh (SO), «Dreizehn Sinne im Huuswurz» in Schlattingen (TG) sowie die Restaurants Prisma im Park Hotel Vitznau und Sens im Hotel Vitznauerhof in Vitznau (LU).

In der französischsprachigen Schweiz wurden folgende Adressen neu mit einem Stern ausgezeichnet: «La Table» im Hôtel Le Sapin in Charmey (FR), «Les Alpes» in Orsières (VS) und «Damien Germanier» in Sion (VS). Im Tessin wurde das Restaurant Tentazioni in Cavigliano mit einem neuen Stern geehrt.

Die Ausgabe 2015 bestätigt ausserdem die Top-Restaurants «Schauenstein» in Fürstenau und «l’Hôtel de Ville» in Crissier mit drei Michelin-Sternen. Auch alle 19 Schweizer Zwei-Sterne-Adressen konnten ihre Auszeichnung behalten.

Freitag, 14. November 2014

Bester Deutscher Koch im Ausland: Heiko Nieder

Heiko Nieder (Foto:Pablo Faccinetto)
Am 10. November gab Gault&Millau Deutschland die Auszeichnungen für das kommende Jahr bekannt. Dabei wurde Heiko Nieder, Chef Fine Dining im «Dolder Grand» in Zürich, zum «Besten deutschen Koch im Ausland» gekürt. Heiko Nieder ist seit der Wiedereröffnung 2008 im «Dolder Grand» tätig. Seither konnte er das Niveau seiner Küche stetig steigern, auf aktuell 18 Punkte von Gault&Millau Schweiz sowie zwei Sterne von Michelin. Diesen September hat der aus Hamburg stammende Küchenchef zudem das neue Gourmetfestival des Dolder Grand, das «The Epicure – Days of Culinary Masterpieces» initiiert.