Mittwoch, 11. April 2012

Schlechte Nachrichten, leider






Am 11. April lud die Gastrosuisse zur traditionellen Jahresmedienkonferenz in das Restaurant Giesserei in Oerlikon. Die Neuigkeiten, welche Verbandspräsident Klaus Künzli und Gastrosuisse-Direktor Bernhard Kuster den versammelten Journalisten überbrachten waren nicht unbedingt erbaulich. Das Gastgewerbe leidet, am starken Franken und an einer schlechten Konsumentenstimmung.

So sind etwa die Logiernächte in der Schweizer Hotellerie im dritten und vierten Quartal massiv um jeweils über 6 Prozent eingebrochen. Zur gleichen Zeit verzeichneten die Hoteliers in Deutschland die besten Ergebnisse seit Jahren. Auch in Österreich konnten die Hoteliers nicht klagen, der Anteil von Schweizer Gästen, die im Nachbarland logierten erhöhte sich um satte 20 Prozent. Eine Erholung der Lage ist indes nicht in Sicht. Im Januar 2012 wurden in der Schweiz 127 000 Logiernächte registriert, das sind 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch in der Schweizer Restauration gingen die Umsätze 2011 zurück. Der Branchenspiegel der Gastrosuisse errechnet bei den total getätigten Ausgaben in der helvetischen Restauration einen Rückgang von 7,2 Prozent oder 1,89 Milliarden Franken. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe sank um 2,9 Prozent (4210 Vollzeitstellen). Bei den Teilzeitstellen war der Rückgang gar noch markanter.

Eine positive Zwischenbilanz zog der ehemalige Wirteverband bei der hauseigenen Hotel-Klassifikation. Die Sterne von Gastrouisse seien gut angekommen, bis heute haben sich bereits über 500 Hotels klassifizieren lassen, was einem Marktanteil von über 20 Prozent entspreche. Keinen Grund zur Klage hat der Verband im Bezug auf seine eigene Erfolgsrechnung. Gastrosuisse schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem satten Reingewinn von 560 769 Franken ab.

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