Donnerstag, 14. Juni 2012

Mit einem toten Koch Werbung machen



Schwein muss man haben. Als wir vor drei Wochen das Werbeinserat für unseren neuen Newsblog kreierten, liefen wir alle auf dem Zahnfleisch. Die Finger wund vom Schreiben, das Hirn ausgepumpt musste spätabends noch eine knackige Headline her. Der Satz «Ferdinand Müller kocht besser als Bocuse» machte das Rennen und fröhlich schickten wir das Ganze auf die Presse. Ein paar Tage später machte das Gerücht die Runde, Jahrhundertkoch Paul Bocuse sei verstorben, im Internet erschienen bereits die ersten Berichte und wir dachten, den Bock mal wieder richtig abgeschossen zu haben. Zum Glück erfreut sich der Übervater der nouvelle cuisine bester Gesundheit, das Gerücht war eine Ente, die Berichte im Internet grottenschlecht recherchiert und wir entgingen der Schande, mit einem toten Koch Werbung gemacht zu haben.

In der Rubrik «carte blanche» schreibt künftig jede Woche ein anderer Autor exklusiv für den Salz&Pfeffer Newsblog. Hier erfahren Sie die aktuellsten Entwicklungen im Gastgewerbe, beinharte Fakten, Trends aus der Spitzengastronomie oder – wenn nötig – harsche Kritik. Auch ihre Meinung ist gefragt, diskutieren Sie mit oder bewerben Sie sich für eine carte blanche unter redaktion@salz-pfeffer.ch

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