Dienstag, 18. Dezember 2012

Greulich: Die Ausrichtung war das Problem

Hotel Greulich (Bild: zVg)
«Küchenchef Nils Osborn und sein Team verlassen das Hotel Greulich in Zürich», dies vermeldeten wir gestrigen Blogbeitrag. Auf die Reaktionen unserer Leserinnen und Leser mussten wir denn nicht lange warten.

Nun nimmt Roland Anderes, Direktor des Hotels Greulich, Stellung:
«Der Grund für die Trennung sind unterschiedliche Ansichten zur Ausrichtung des Restaurants», erklärt er am Telefon. Sein Ziel ist es, mit dem Restaurant Greulich ein breiteres Publikum anzusprechen. «Die Auffassungen, wie dies zu erreichen ist, gingen auseinander», so Roland Anderes.

Dass nicht nur der Küchenchef, sondern die gesamte Brigade den Betrieb verlässt, bedauert der Direktor. In der Gastronomie sei dies allerdings keine Seltenheit: «Es ist ein gut eingespieltes Team, das zusammenhält – deshalb wohl auch der gemeinsame Weggang.» Die Nachfolge von Nils Osborn soll vorübergehend interimistisch gelöst werden.

Der Direktor möchte zudem festhalten, dass die Chef de Service Léa Staub das Hotel nicht aus den gleichen Gründen verlässt: «Sie wird eine neue Herausforderung annehmen und ihr Weggang steht unabhängig zu den anderen Geschehnissen.»

1 Kommentar:

  1. Bereits der Abgang von Gault Millau Newcomer Marco Hartmann war ein riesiger Verlust. Das Niveau und die Qualität haben nachher markant nachgelassen. Wahrscheinlich lag das auch am dauernden Konzeptwechsel des Managements, die zwar talentierte Jungköche einstellen aber denen keine kulinarischen Freiheiten mehr gewähren. Das Management des Greulichs muss mit dem Konzept und der damit verbundenen Personalplanung definitiv über die Bücher, ein 0815-Hausmannskost-Koch scheint für das neue Konzept längst zu reichen. Wünsche jedenfalls Nils Osborn und Lea Staub alles Gute für die Zukunft!

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