Freitag, 29. Juni 2012

Neues Kakao-Kompetenzzentrum

Kakao-Frucht (Bild: zVg)
Barry Callebaut, der Hersteller von Kakao- und Schokoladenprodukten, hat eben den Bau eines neuen Kompetenzzentrums bekannt gegeben. Es soll den Namen «Cocoa Horizons» tragen und in der Elfenbeinkünste, Westafrika, entstehen. Kostenpunkt: 1 Million Franken.

Nebst Schulungsräumen für die Kakaobauern wird ein 30 Hektar grosser Vorzeigebetrieb entstehen. Dort sollen künftig moderne Mischfrucht-Anbaumethoden und andere ertragssteigernde Techniken getestet und den lokalen Bauern vorgestellt werden.

Konkret sollen verschiedene Anbaukombinationen mit anderen Pflanzen erprobt werden, indem zwischen den Kakaobäumen zum Beispiel Kochbananen, Kokosnüsse, Mangos, Ananas, Bohnen, Mais sowie Kautschuk und Schattenbäume gepflanzt werden.

«Durch den Anbau vieler verschiedener Pflanzen und Bäume simulieren wir die natürliche Artenvielfalt, wie sie im Regenwald vorkommt. Zugleich tragen wir damit zu einem gesunden Ökosystem bei. Und dies wiederum steigert die Ertragskraft der Kakaobäume», schreibt Anke Massart, Projektleiterin von «Cocoa Horizons», in der Medienmitteilung.

Drei Gewinner

Pierre Kelch, Stv. von Dusan Pavel, Corina Steiger, Markus Schär und Antonio Colaianni
Der Mittwoch, 27. Juni, war für die jungen Köche Markus Schär, Dusan Pavel und Corina Steiger ein ganz besonderer Tag. Sie wurden im Restaurant Clouds, Zürich, an der Siegesfeier des Buitoni-Wettbewerbs geehrt.

Die drei Gewinner haben die Jury, bestehend aus Antonio Colaianni, (noch) Küchenchef im Restaurant Clouds und Pierre Kelch, Senior Advisory Chef bei Frisco Findus, mit ihren Frühlings-Kompositionen überzeugt und damit den Wettbewerb für sich entschieden. Alle drei erhielten die höchste Punktzahl und gewannen eine kulinarische Reise in die Toskana.

ETH vergibt Auftrag an Compass Group

ETH Science City (Bild: zVg)
Soeben erreicht uns die Nachricht, dass die Compass Group (Schweiz) AG einen Cateringauftrag für die ETH Zürich erhalten hat. Die ETH baut an ihrem Standort Hönggerberg zwischen 2013 und 2015 die Mensen um, damit sie den Bedürfnissen der stetig wachsenden Zahl von ETH-Mitarbeitenden und –Studierenden gerecht werden kann. Geplant sind rund 600 Sitzplätze in der Mensa und 400 in der Cafeteria. Die Compass Group (Schweiz) AG wird mit ihrer Division Scolarest den Auftrag per 2014 übernehmen.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Viel Neues auf dem Bühlberg


Michael Achermann
Der Bühlberg gilt gemeinhin als die schönste Sonnenterrasse Lenks: Hier oben, auf 1661 Metern Seehöhe, umgeben vom atemberaubenden Bergpanorama der Lenker Hausberge, sind der Alltag und die Hektik im Nu vergessen. Michael Achermann geniesst das. Als neuer Gastgeber des Bergrestaurants Bühlberg begrüsst er Einheimische und Touristen gleichermassen. Doch nicht nur er ist neu hier. Auch der Gasthof erstrahlt in frischem Glanz.

Nachdem die früheren Wirte ihren Pachtvertrag nach zehn Jahren gekündigt hatten, betreibt nun nämlich das Fünf-Sterne-Superior-Hotel Lenkerhof alpine resort das Bergrestaurant Bühlberg. Der urige Gasthof wurde im Zuge dessen modernisiert, soll aber eine rustikale Wirtschaft mitten im Skigebiet bleiben. Auf den Tisch kommen entsprechend authentische Schweizer Gerichte, wobei die bodenständige Küche durchaus einen modernen Touch bekommen hat.

Sushi & Schwarzbier


Und dazu einen kräftigen Schluck bitteres Ale?

Wie bitte? Die wollen subtiles Sushi im Ernst mit strengem Schwarzbier reichen? Ja doch, in der Tat. Genau das ist der Plan.

Was aus kulinarischer Sicht im ersten Moment zumindest ansatzweise unflätig anmutet, ist in Japan längst im Trend. Und da dort der Ursprung der Häppchen rohen Fischs liegt, wollen wir mal darauf vertrauen, dass die Kombination auch wirklich funktioniert. Tatsächlich soll die bemerkenswerte Gegensätzlichkeit von Sushi, das sich im Mund vornehm zurückhält, und Schwarzbier, das im Mund den Frontalangriff der Bitterstoffe startet, eben gerade den Reiz ausmachen.

Wer sich davon selbst überzeugen will, kann das diesen Samstag in der Markthalle im Zürcher Viadukt tun. Braschler's Comestibles steuert den Fisch bei, den Helena Chlepnac, Inhaberin der Kochschule Sushifusion, zu traditionellem Sushi verarbeitet. Derweil besorgt der gebürtige Engländer Michael Fontana-Jones, Inhaber des British Cheese Center, das beste Ale aus seiner Heimat. Gemeinsam laden die beiden Aficionados zum kostenlosen «Sushi and Beer Tasting» ein, die Leckereien stehen von 12 bis 18 Uhr bereit.

Mittwoch, 27. Juni 2012

«Ich habe diese neue Welt unterschätzt»

Die Zusammenarbeit mit David Martinez (rechts)
wird Antonio Colaianni vermissen.
Ja, für eine solche Nachricht verschieben wir alles andere und telefonieren lieber mit Antonio Colaianni. Dass die Bombe geplatzt ist, erfährt er denn auch von uns.

Zu seinem Weggang vom Restaurant Clouds sagt er Folgendes: «Es hat mir grossen Spass gemacht, den Betrieb hochzufahren. Es war anstrengend, ja, aber es war das grösste und interessanteste Projekt, das ich bisher angepackt hatte – und ich denke, dass wir das Maximum aus diesem Projekt herausgeholt haben. Ich habe diese neue Welt allerdings unterschätzt und ich habe gemerkt, dass mir der persönliche Kontakt zu meinen Gästen fehlt.» Wir meinen, das Restaurant Mesa bietet ihm definitiv die Möglichkeit, diesen Gästekontakt vermehrt wieder zu geniessen und in einem persönlichen Rahmen zu arbeiten.

Wie bereits erwähnt, will er im Mesa «seinen» berühmten Küchenstil weiterführen. Will heissen, eine Küche auf französischer Basis mit italienischem Einschlag. Der Genuss, der Geschmack und die Produkte sollen dabei im Vordergrund stehen.

Colaianni berichtet über seinen Weggang vom «Clouds» allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Ich freue mich auf die neue Herausforderung und darauf, zusammen mit Linda Mühlemann mein persönliches Ding im kleineren Rahmen zu machen. Trotzdem werde ich mein Team im «Clouds» vermissen und ganz besonders bedaure ich, künftig nicht mehr mit meinem guten Freund und Arbeitskollegen David Martinez zusammen arbeiten zu können».

Colaianni geht ins Mesa

Antonio Colaianni
... und dann platzt mitten hinein in die schwüle Sommerträge auf der Redaktion noch eine kleine Bombe. Sie kommt in Form einer recht kurzen Mitteilung, deren Titel aber bereits Breaking News verspricht: Antonio Colaianni wird neuer Küchenchef im Restaurant Mesa. Wir staunen.

Fakt ist: Colaianni, der zurzeit gemeinsam mit David Martinez Salvany im Prime-Tower-Restaurant «Clouds» am Werk ist, übernimmt ab Oktober das Zepter im renommierten «Mesa». Dort löst er Marcus Lindner nach sieben Jahren ab. Martinez wird alleiniger Küchenchef des «Clouds».

Colaianni will im «Mesa» weiterhin seinen Stil pflegen – also jenen einer modernen südländischen Küche mit italienischem Flair. Linda Mühlemann, Inhaberin und Gastgeberin des mit zwei Michelin-Sternen und 18 Gault-Millau-Punkten dotieren Gourmetlokals, freuts ungemein. Den neu verpflichteten Koch auch.

Die Inhaberin dankt an dieser Stelle aber auch bereits ihrem aktuellen Küchenchef Lindner und lobt dessen «unermüdlichen Einsatz, die erfolgreiche Zusammenarbeit und die unerschöpfliche Kreativität». Man habe sich von Lindner in gegenseitigem Einvernehmen getrennt: «Beide Parteien haben Lust auf etwas Neues», sagt Mühlemann auf Anfrage. Lindner wird künftig als Küchenchef im «The Alpina» in Gstaad anzutreffen sein, das Ende Jahr eröffnet wird.

Ab Herbst soll es dann also Colaiannis Handschrift sein, die das «Mesa» prägt. Der 42-Jährige geniesst in der Branche längst einen guten Ruf. Seine Karriere hatte er im Restaurant Il Casale in Wetzikon gestartet. Die Eröffnung des «Clouds» Ende letztes Jahr ging unter seiner Co-Leitung erfolgreich über die Bühne und verhalf der Prime-Tower-Gastronomie zu reichlich Publicity.

Darauf ist das «Mesa» an und für sich nicht angewiesen. Trotzdem darf man gespannt sein, was der erfolgreiche Koch im erfolgreichen Restaurant künftig so zaubern wird.

Warum Rosa das neue Hell ist


Gutes Kalbfleisch ist helles Kalbfleisch. Das ist eine vermeintliche Tatsache, die in den Köpfen vieler Konsumenten und Fleischhändler felsenfest verankert ist. Entsprechend ist rosafarbenes oder gar rötliches Kalbfleisch auf dem Markt weniger wert. Doch das soll sich ändern.

Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, appelliert in diesem Sinne an die Gesellschaft und zeigt auf, warum rosa oder rötliches Kalbfleisch nicht nur von gleich guter Qualität ist wie die helle Variante, sondern vielmehr ein Ausdruck von artgerechter Haltung.

Worum gehts? Die Färbung des Fleischs hängt im Wesentlichen damit zusammen, was das Tier zu Lebzeiten gefressen hat. Erhält es ausschliesslich Milchprodukte, die wenig Eisen enthalten, bleibt das Fleisch hell. Da Kälber in der Schweiz heute aber deutlich später geschlachtet werden als noch vor ein paar Jahren, ist eine rein auf Milchprodukten basierende Ernährung nicht mehr artgerecht. Es ist der natürliche Lauf der Zeit, dass Kälber in einem gewissen Alter nicht mehr nur Milch trinken, sondern eben auch zu fressen beginnen. Das verleiht dem Fleisch eine rosa Färbung, was der Qualität und Zartheit keinen Abbruch tut.

Weil die fixe Idee von «hell = gut» beim Kalbfleisch noch immer vorherrscht, ist es in der Vergangenheit in der Kälbermast zu schändlichen Strategien gekommen. So sind in Italien etwa Fälle bekannt, in denen man den Jungtieren einen Maulkorb verpasste, um zu verhindern, dass sie etwas anderes fressen als die Milch, die man ihnen verabreicht.

Die neue Tierschutzverordnung der Schweiz sorgt nun vor und trägt dem zunehmenden Alter der Kälber zum Zeitpunkt der Schlachtung Rechnung. Künftig sind Mastbetriebe nämlich verpflichtet, den Kälbern auch Raufutter wie Heu zu geben. Für uns alle heisst das: Gutes Kalbfleisch ist Kalbfleisch aus artgerechter Haltung – und eine rosa oder rötliche Färbung spricht genau dafür.

Für Fleischtiger




Beat Blum bändigt am Freitag, 13. Juli und am Samstag, 14. Juli Berns Fleischtiger. Er lädt zum grossen Tatar-Essen im Restaurant Wein&Sein. «Ich habe absolut geniales Fleisch entdeckt und bereite daraus ein unvergessliches Tatar zu. Danach gibt’s umwerfend schmackhaftes Côte de Boeuf aus dem Gürbental – garantiert gut und garantiert genug», verspricht der Gourmet-Koch aus Bern. Zum Dessert wird er Käse von «Meister Bruni» reichen.

Der Event beginnt um 19.00 Uhr. Kosten: 88 Franken
Infos und Reservation: blum@weinundsein.ch oder 031 311 98 44

Verstärkung im Restaurant Seerose


Siegfried Rossal
Ab dem 16. Juli wird Siegfried Rossal das Küchenteam im Restaurant Seerose am Hallwilersee unterstützen, mit der schönen Gewissheit, im Mai 2013 einen neuen Arbeitplatz im Erweiterungsbau des Hotels einzunehmen. Dort entstehen eine grosszügige Wellnessoase sowie das Gourmet-Restaurant Cocon, für welches Rossal künftig verantwortlich sein wird. Rossal führte zuvor unter anderem 15 Jahre lang seinen eigenen Gasthof «Pöschtli» in Magden, wo er mit 17 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Zuletzt war Rossal im Restaurant Leuenhof in Schneisingen tätig.


Dienstag, 26. Juni 2012

Das Halbtax fürs Hotel


Zwei Jahre sind vergangen, seit drei findige Jungunternehmer in Thun die Hotelcard lancierten. Das Konzept ist so einfach wie bestechend: Wer ein solches Teil besitzt, kann in sämtlichen auf der Homepage www.hotelcard.com aufgeführten Hotels zum halben Preis übernachten. Das Halbtax-Abo der SBB hats vorgemacht.

Pünktlich zum zweiten Geburtstag der Hotelcard AG – gefeiert wird am 1. Juli – zieht eben diese Bilanz. Hier die Zahlen: Bis zu 1000 Abonnenten kommen Monat für Monat dazu, und das Start-up-Unternehmen ist bislang mit über 400 Hotels in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Italien Partnerschaften eingegangen, die exklusiv über die Hotelcard-Seite Zimmerkontingente zum halben Preis anbieten.

Das ist nicht nur schön für die Karteninhaber, die für 95 Franken im Jahr beliebig oft davon profitieren, sondern eben auch für die Gastgeber, die auf diesem Weg an neue Kundschaft gelangen und die Auslastung ihrer Zimmer optimieren.

Hotelcard-Geschäftsführer Fabio Bolognese ist selbstredend überzeugt vom Konzept. Die jährlichen Kosten für die Mitgliedschaft seien in der Regel schon bei der ersten Übernachtung amortisiert, sagt er. «Wer pro Jahr zwei oder mehr Nächte in einem Hotel verbringt, muss die Hotelcard einfach haben.» Nun ja: Vorausgesetzt natürlich, die Hotels stehen auf der entsprechenden Liste. Wer einen Blick darauf wirft, wird rasch feststellen, dass dies durchaus möglich ist. Da stehen nämlich durchaus ein paar namhafte Vertreter drauf.

Die grosse Versuchung

Wolfgang Fassbender
Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht. Womöglich ärgere ich mich morgen noch mehr als heute über eine Entscheidung, die ich vor ein paar Tagen in Frankreich getroffen habe. Ich befand mich nämlich in Lyon, des Urlaubs halber, und hatte weder für den Abend noch für den kommenden Mittag einen Tisch reserviert. Keine Testaufträge weit und breit, keine Weingüter auf dem Weg, die ich hätte inspizieren sollen, kein Termindruck. Pure Freizeit. Ich hatte sogar ein Auto dabei und hätte deshalb mühelos hinaus nach Collonges-au-Mont-d’Or fahren können, in jenes überflüssige Kaff, in dem der berühmteste Koch der Welt residiert. Ja, sogar ein Tisch wäre kurzfristig zu haben gewesen, wie die Überprüfung bei La Fourchette ergab, einem Onlineportal, das die sofortige Abfrage und Reservierung erlaubt – nicht nur bei grossstädtischen Trendbeizen, sondern auch bei Monsieur Paul Bocuse selbst.

Ich war hin und her gerissen und begann, die Argumente für und wider einen Besuch zu sammeln. Einerseits wollte ich ja immer schon bei dem soignierten Herrn vorbeigehen, der mal eine Trüffelsuppe nach dem französischen Staatspräsidenten benannt hat, in den Orden der Ehrenlegion aufgenommen wurde und spätestens seit seinem Engagement für eine Cuisine du marché als Legende der Kochkunst gilt. So weit die Pro-Seite. Gegen eine Visite sprach, dass ich allerlei Schlechtes gehört hatte über die exzessive Selbstdarstellung des Patrons, der die Aussenwände seines Lokals mit Porträts seiner selbst hat vollmalen lassen. Reichlich skurril das Ganze, also eher: nein. Dafür sprach wiederum, dass Monsieur Bocuse eine Sehenswürdigkeit ist, dass man ein Essen bei ihm also wie einen Museums- oder Zoo-Besuch auffassen muss. Mit dem Zusatznutzen, ein Menü aus einer Küche gereicht zu bekommen, deren Güte dem Guide Michelin seit Ewigkeiten drei Sterne wert ist. Andererseits: Ist die Note eigentlich noch gerechtfertigt? Hat Bocuse – der seit Jahrzehnten nicht mehr selbst am Pass steht – noch den Ehrgeiz, in der Spitze mitzukochen, oder hätschelt der Michelin bloss aus Gnade einen 86-Jährigen und gewährt die Note ehrenhalber? Als Gratis-Seniorenzulage? Sicherheitshalber hörte ich mich bei anderen Menschen um. «Unbedingt hingehen», empfahl Kollege C., der schon mal da war und das nostalgische Flair geschätzt, aber die immensen Kosten der Trüffelsuppe gescheut hatte. «Lieber nicht», meinte Weinexpertin K., die zwar selbst nie hingegangen ist, aber schlauerweise dazu riet, es nur dann zu wagen, wenn ich hundertprozentig überzeugt sei. Eine befragte Französin gratulierte mir, als ich von der angedachten Reservierung berichtete, warnte mich aber ausdrücklich vor der Fülle der Speisen. Weder am Morgen noch am Mittag solle ich das Geringste zu mir nehmen, um abends ja die gewaltigen Bocuse-Portionen verdrücken zu können. Und dass ich mich nur ja zusammen mit dem Meister fotografieren und mir zum Schluss auch noch die Speisekarte signieren lassen solle!

Apropos Speisekarte. Die ist im Internet zugänglich und wird sich, wenn ich mal raten darf, seit 30 Jahren nicht verändert haben. Da steht alles, was den Ruhm des Monsieur Paul ausmacht und was in den Sechzigern und Siebzigern des letzten Jahrhunderts als kulinarischer Schrei galt. Marinierter Lachs und Schnecken in Kräuterbutter. Wolfsbarsch in der Teigkruste mit Tomatensauce oder Seezunge mit Nudeln. Baba au Rum und Obsttorte. Aufregend geht anders. Kulinarische Höhenflüge finden heute eher in Kopenhagen und San Sebastián statt. Doch vielleicht verspricht genau dieser Anachronismus ja Spannung: klassische Küche, zubereitet auf die klassischste aller Arten im allerklassischsten Restaurant der Welt! Für einen Gastro-Freak wie mich, der auch noch über sein Hobby schreibt, ein Muss. Eigentlich. Also ein Argument für die Pro-Seite. In die Nein-Abteilung schrieb ich dann noch die bei mir allgemein festzustellende mangelnde Lust auf grosse Küche (in den drei Wochen vor meinem Urlaub hatte ich unzählige Restaurants getestet, weshalb ich in den Zustand des Überfressen-Seins geraten war und drei Kilo zugenommen hatte) sowie die Preise. 145 Euro kostet das allerkleinste Menü bei Bocuse. War es mir das wert? Für zwei Personen, ein bisschen Apéro und Wein und Kaffee inkludiert, wären wohl doch an die 500 Euro von der Kreditkarte abzubuchen. Mal davon abgesehen, dass meine Begleitung eher wenig Lust auf schwere Küche verspürte und ich wiederum nicht allein gehen mochte. Doch was sind schon 500 Euro? Bei Gagnaire und Ducasse und in anderen Drei-Sterne-Tempeln muss man eher mehr Geld einkalkulieren. Und wenn Bocuse nächstes Jahr das Zeitliche segnen würde? Wenn seine Nachfolger das Lokal dann schliessen würden, wenn eine Legende nicht mehr zur Verfügung stünde? Aber Moment mal: Auf den aktuellen Fotos schaut der Koch des Jahrhunderts so aus, als würde er locker 90 werden. Blieben also noch vier Jahre Zeit. Mindestens.

Am Schluss, nach etlichen Stunden des Abwägens, waren Pro-Liste und Contra-Aufstellung genau gleich lang. Noch immer unentschlossen, rief ich ein weiteres Mal die Website auf und schaute nach, ob der Tisch überhaupt noch zur Verfügung stand. Was ich dann sah, erleichterte und enttäuschte mich gleichzeitig. Er war weg. Keine Anzeige mehr. Alles ausgebucht. Ich klappte den Computer zu und rief in meinem Lyonnaiser Lieblings-Bouchon an. Steak & Frites maison plus Beaujolais statt Grande Cuisine. 85 Euro (eine extra lange gelagerte Chartreuse zum Digestif inbegriffen) statt 500. Ich habe etwas Zeit gewonnen. Eine Atempause. Bei meinem nächsten Besuch in Lyon geht die ganze Prozedur garantiert wieder von vorne los.

Wolfgang Fassbender, freier Journalist, Wein- und Restaurantkritiker, ergo ausgesprochener Gourmet, schreibt unseren «Einwurf» dieser Woche. Mehr von ihm liest man in seinem eigenen Blog: www.entkorktundabgeschmeckt.de

Montag, 25. Juni 2012

Seezunge der Extraklasse






Die Tester des Gault&Millau haben es letztes Jahr nicht gut gemeint mit Urs Weidmann. Von 15 Punkten auf 0. Für den Koch, der das Handwerk unter anderem bei Fredy Girardet und Eckart Witzigmann gelernt hat, ist das aber kein Hindernis, weiterhin richtig gut zu kochen. Letzten Donnerstag haben wir bei ihm eine Seezunge genossen, klassisch und nach allen Regeln der Kunst zubereitet – sensationell.

www.restaurant-charon.ch

Freitag, 22. Juni 2012

Wein & Vinyl

Am Gaumen kitzelnde Weinaromen dürfen sehr wohl von elektronischen Beats begleitet werden. Jawohl. Es muss nicht immer klassisch sein – und steif erst recht nicht!

Wein und Vinyl – dies verspricht die «Eating Drinking Dancing Tour 2012». Die vier Winzer Tom Lubbe (Pyrénées-Orientales), Arianna Occhipinti (Sizilien), Markus Ruch (Klettgau) und Günther Schönberger (Burgenland) begeben sich zusammen mit Nu Jazz-DJ Rainer Trüby auf Verkostungstour nach Ascona, Thun und Gstaad.

Der Auftakt der Tour findet am 6. Juli in den Seven-Lokalitäten in Ascona statt. Dort sorgt Rainer Trüby mit seinen Beats für die richtige Stimmung, die Gäste werden von Ivo Adam kulinarisch verwöhnt und die vier Winzer kümmern sich um die passende Weinbegleitung.

Am 7. Juli macht die Tour im Hotel Schwert in Thun Halt. Hier rückt der Wein ins Zentrum des Geschehens. In separaten Zimmern präsentieren die vier Winzer ihre aktuellen Weine, währenddem Rainer Trüby in der Beletage in seinen Plattenkoffer greift und seine alte Jazzselektion zum Besten gibt. Anschliessend werden die Gäste mit einem Abendessen in ungezwungenem Ambiente verwöhnt.

Am Sonntag, 8. Juli finden sich Wein und Vinyl schliesslich im Wasserngrat in Gstaad zur Finissage bei den Gastgebern Simon und Nik Buchs ein. Dort werden sich die Winzer Tom Lubbe, Arianna Occhpinti, Markus Ruch und Günther Schönberger persönlich hinter die Weinbar stellen, währenddem sich Nik Buchs in der Küche ins Zeug legt und Rainer Trüby mit seinen Grooves die Stimmung anheizt.

Achtung: Anmeldung unbedingt erforderlich.

Infos & Preise: www.cultivino.ch/agenda

Michael Kreutz kocht neu im Melbo’s


Salz&Pfeffer-Titelbild, Nummer 05 2011: Michael Kreutz
Dupont et Dupont hat es in der aktuellen Ausgabe von Salz&Pfeffer bereits angekündigt: Im Restaurant Tiefmatt in Holderbank wirtet künftig nicht mehr Martin Frei und auch der herzliche Bio-Koch Michael Kreutz, welcher vor einem Jahr das Titelbild von Salz&Pfeffer zierte, verlässt das Berggasthaus. Der Grund: Die Tiefmatt ging an der Versteigerung an Patrick Jäggi und Bruno Studer über, welche die Verträge auflösten.

Dieser Tage kam dann die erfreuliche Meldung: Michael Kreutz wird uns erhalten bleiben! Nicht in Holderbank, dafür am Bodensee. Ab sofort kocht er im Restaurant Melbo’s im Hotel Nagel in Lindau, welches von Boris und Melanie Kreutz geführt wird.

Das Restaurant war bisher 23 Jahre lang ausschliesslich den Hotelgästen vorbehalten, wird dank der neuen Unterstützung durch Michael Kreutz, der übrigens der Onkel des Betriebsleiters Boris ist, ab sofort für alle offen stehen. Man habe schon länger gemeinsame Wege gehen wollen, schreiben die drei in der Medienmitteilung. Nun ist ihr Projekt gelungen und Melanie Kreutz, welche sich bisher alleine um die Küche kümmerte, freut sich über die Hilfe.

Michael Kreutz will seiner Bio-Küche auch im Melbo’s wenn immer möglich treu bleiben und kocht nach wie vor lieber mit Produkten von hier statt von dort.

Ausschnitt aus dem Titelinterview mit Michael Kreutz:
http://www.salz-pfeffer.ch/sup/themen/2011_05/sup_5_11_oton.php

Donnerstag, 21. Juni 2012

Schnapszahlen

Es ist allen klar, eigentlich: Bier und Wein darf erst an über 16-Jährige verkauft werden, Spirituosen gibt es erst für Leute ab 18 Jahren. Dass es in der Praxis manchmal anders aussieht, ja, auch das ist im Prinzip allen bewusst. 25 Kantone in der Schweiz setzen deshalb auf die sogenannten Alkoholtestkäufe, um Gastronomiebetriebe und den Detailhandel auf die Probe zu stellen. Sie schicken minderjährige Jugendliche los, die als Lockvögel versuchen sollen, alkoholische Getränke zu kaufen. Viele tun das mit Erfolg.

Im Jahr 2011 fanden in der Schweiz 5518 solcher Alkoholtestkäufe statt, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (die älteste Anstalt des Bundes übrigens, aber das nur am Rand) heute mitteilt – das  sind zwölf Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die durchschnittliche Rate des Alkoholverkaufs an Minderjährige gesamtschweizerisch stieg von 26,8 Prozent (2010) auf 30,4 Prozent an. Das liege daran, dass neue Testregionen, die erstmals in die Wertung einfliessen, in der Regel eben schlechtere Resultate liefern, klärt die Verwaltung auf. Übers Ganze gesehen kann der Bund immerhin mitteilen: Seit Anfang der 2000er-Jahre fanden total 20000 Testkäufe statt – und die Alkoholverkaufsrate an Minderjährige sank in dieser Zeit von 83,5 auf besagte gut 30 Prozent.

Die Ergebnisse des Jahres 2011 liefern indes noch detailliertere Angaben. So zeigt sich, dass die Verkaufsrate tagsüber bei 28 Prozent, nach 19 Uhr allerdings bei 50,5 Prozent liegt. Auch in Bezug auf die Verkaufsorte liegen konkrete Ergebnisse vor – und hier schneidet die Gastronomie im Vergleich zum Detailhandel (beziehungsweise Take-away-Bereich) definitiv schlechter ab.

Die Alkoholverwaltung hält dazu fest: Im Detailhandel wird systematischer ein Ausweis verlangt als beim Konsum vor Ort. Woran das liegt, dazu gibt es von Verwaltungsseite her bislang keine Ausführungen.

Wir werfen die Frage hier gern einmal auf: Wie begegnet ihr als Gastronomen den Herausforderungen, die das gesetzliche Mindestalter für die Abgabe alkoholischer Getränke in der Praxis zweifelsohne birgt?

Wir sind gespannt auf eure Kommentare.



Mittwoch, 20. Juni 2012

Besuch bei: Chef-Sache Alps


Am Montag, 11. Juni besuchte ich die Premiere von Chef-Sache Alps 2012.


Zugegeben, ich war beeindruckt, als ich in die alte Fabrikhalle eintrat und die Atmosphäre spürte – ich hatte das Gefühl, in eine völlig neue, futuristische Kochwelt einzutauchen. Mein Weg führte mich zu einer eindrücklichen Showbühne, auf der hochkarätige Köche eine imposante Inszenierung boten.

Der Auftritt von Quique Dacosta und Thomas Dorfer hat mir besonders gut gefallen. Von den beiden liessen sich im Publikum auch einige grosse Köche inspirieren. Innert kürzester Zeit traf ich viele bekannte Köche, wie Antonio Colaianni, Heiko Antoniewicz, Köbi Nett, Tanja Grandits, Domenico Miggiano und viele andere.

Nach dem offiziellen Teil der Chef-Sache durfte ich exklusiv für FBMA-Mitglieder das Podiumsgespräch leiten. Meine Gesprächspartner waren Thomas Dorfer, Küchenchef im Landhaus Bacher, in Mautern, Österreich, der unter anderen im Jahr 2009 mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde und mit dem Landhaus auf Rang 91 der World’s Best ist sowie Thomas Ruhl, Mitinitiator des ersten Chef-Sache Alps. Mit Thomas Dorfer sprach ich über die Übernahme der Küchenchefposition, die vorher seine Schwiegermutter, die Grande Dame Lisl Wagner-Bacher inne hatte und über seine Wanderjahre in der Schweiz. Auf Anhieb spürte ich einen Koch mit Leidenschaft. Thomas Ruhl verriet uns, wieso er die Chef-Sache in die Schweiz geholt hat und wie er sich das Projekt Chef Sache in Europa vorstellt. Er ist überzeugt, dass dieser Event und das Networking ein Bedürfnis für die Köche ist.

Mein Fazit zu Chef-Sache Alps: Der Event war spannend und die Tatsache, dass bekannte Persönlichkeiten 185 Franken Eintritt für diesen Event bezahlt haben zeigt, dass die Akzeptanz da ist. Ich hoffe, dass die Rechnung bei den Veranstaltern aufgeht und eine weitere Chef-Sache Alps folgt.

Ramseier investiert

Eine erfreuliche Nachricht: Fruchtsaft scheint keine Krise zu kennen – jedenfalls nicht jener der Ramseier Suisse AG. Diese hat nämlich heute Morgen den Spatenstich für ihre neue Logistikplattform in Sursee (LU) gesetzt. Rund 20 Millionen Franken werden laut Medienmitteilung in den Neubau investiert, welcher bereits nächstes Jahr eröffnet wird. Die neue Logistikplattform kommt auf dem Land der «fenaco»-Genossenschaft in der Gemeinde Oberkirch zu stehen und bietet Platz für 17 000 Paletten.

Neue Pächter gesucht

Gerade eben flatterte bei uns auf die Redaktion Post aus dem Bernischen, die wir an dieser Stelle gerne teilen – für den Fall, dass sich einer unserer Leser zurzeit neu orientieren möchte. Oder jemanden kennt, der ...

Mit ihrem (in der Tat breit gestreuten) Mail sucht Brigitte Trachsel nämlich einen neuen Pächter für das Restaurant «Viva Bistro + Bar» in Rüeggisberg BE. Der Arbeitsplatz verspricht nicht nur Ausblick auf die Berner Alpen sondern ebenso ein spannendes Wirkungsfeld für kreative Köche. Das Lokal bietet 62 Innen- und 36 Aussensitzplätze. Mehr Infos unter: www.imviva.ch

Backstage am AXA Blue Balls Festival



Der nächste Anlass der Food&Beverage Management Association (FBMA) führt die Mitglieder am 23. Juli 2012 an das AXA Blue Balls Festival. Im Mittelpunkt steht das Konzert der amerikanischen Jazzkünstlerin Melody Gardot. Zum «warm up» erhalten die FBMA-Mitglieder einen exklusiven Einblick in das Gastrounternehmen Tavolago, das für die Gastronomie auf insgesamt 21 Dampf- und Motorschiffen auf dem Vierwaldstättersee verantwortlich zeichnet und zudem «zu Land» verschiedene Bistros und einen Catering-Service unterhält. Vor dem Konzert steht ein Dinner in der Museum Lounge im KKL Luzern sowie eine Backstage-Führung auf dem Programm. Die Kosten pro Person belaufen sich auf 85 Franken (Aktivmitglieder) und 125 Franken (Gäste). Anmeldeschluss ist der 9. Juli 2012. Mehr Informationen zum Anlass finden Sie auf www.fbma.ch

Dienstag, 19. Juni 2012

Das geht halt leider nicht

Andrea Barbara Krieger vom Hotel Park Inn by Radisson
 
Es ist eine Krux mit den englischen Kaderbezeichnungen in der Hotellerie. Sie sind ausgesprochen unschön und vor allem passen sie überhaupt nicht zu weiblichen Kadermitgliedern. Seit dem 1. Juni ist amtet zum Beispiel Andrea Barbara Krieger hochoffiziell als neuer Director of Revenue & Sales im Hotel Park Inn by Radisson beim Zürcher Flughafen. Wir würden die hochtalentierte Kriegerin, die neben Deutsch auch noch Englisch, Französisch, Litauisch, Schwedisch und Spanisch spricht und die nach einem Studium an der Hotelfachschule Thun in renommierten Hotels rund um die Welt Erfahrungen gesammelt hat, sehr gerne als Directrice revenue et ventes vorstellen. Aber das geht halt leider nicht.

Montag, 18. Juni 2012

«Wir kommen, um zu bleiben»

 
Dominique Demaurex


Im November eröffnet der Westschweizer Abholgrosshandel Aligro in Schlieren seinen ersten Cash&Carry-Markt in der Deutschschweiz. Salz&Pfeffer hat mit Geschäftsmitinhaber Dominique Demaurex über den geplanten Markteintritt gesprochen.


Der Abholgrosshandel in der Deutschschweiz ist hart umkämpft, wie wollen Sie bestehen?
Dominique Demaurex: Indem wir ein anderes Sortiment anbieten als die bestehenden Märkte.
   
Was heisst das konkret?
Demaurex: Im Gegensatz zu den Mitbewerbern machen wir unseren Hauptumsatz mit Frischprodukten. Wir haben zum Beispiel ein sehr grosses Fischsortiment. Auch unser Brot produzieren wir im eigenen Haus. Damit heben wir uns von der Konkurrenz klar ab.

Wieso kommt Aligro ausgerechnet jetzt in die Deutschschweiz?
Demaurex: In der Romandie betreiben wir bereits vier Märkte. Das ist genug. Nach Frankreich wollten wir nicht expandieren, darum kommen wir jetzt nach Zürich.

Wie viel haben Sie in den neuen Standort Schlieren investiert?
Demaurex: 30 Millionen Franken. Damit schaffen wir rund 100 neue Arbeitsplätze.

Wie schätzen Sie die Erfolgschancen ein?
Demaurex: Es wird Zeit brauchen, um die Kunden von unseren Dienstleistungen zu überzeugen. Aber wir kommen, um zu bleiben. Unser Engagement ist langfristig angelegt. Aligro ist ein unabhängiges Familienunternehmen mit einem authentischen «esprit», den, so glaube ich, auch die Deutschschweizer Kunden schätzen werden.

Zum gleichen Thema: http://www.salzundpfeffernews.ch/2012/06/topaktuell-westschweizer-cash-kommt.html


Ein Fumoir für Nichtraucher



Die neue BG Lounge in der 6. Etage des Genfer Einkaufszentrums Bongénie ist mit der Airkel-Technologie ausgerüstet.

Raucherzonen in Hotels oder Restaurants genügen nur selten den Ansprüchen von Zigarren-Afficionados und noch seltener denen von Nichtrauchern. Mit einem ständigen Durchzug im Fumoir und schlechten Gerüchen lässt sich wenig Umsatz generieren. Ein neues Lüftungssystem aus Genf verspricht Abhilfe. Vier Jahre lang arbeitete der renommierte Zigarrenhändler Vahé Gérard an einem Lüftungssystem für Fumoirs, das seinen eigenen Ansprüchen als Konsument entspricht.

Anfang dieses Jahres wurde im Hotel Starling beim Genfer Flughafen das erste Fumoir installiert, das mit Gérards mittlerweile patentierten Airkel-Lüftungssystem ausgestattet ist. Der Boden des Raumes ist mit unzähligen kleinen Löchern durchsetzt. Mit einer laminaren Luftumwälzung strömt Frischluft senkrecht und zugluftfrei durch das Fumoir, alle zwei Minuten wird die Luft vollständig erneuert. Der Raum ist absolut geruchlos, der Konsument schmeckt nur seine eigene Zigarre, nicht aber jene des Gegenübers. Ein Selbsttest zeigt zudem, dass die Kleider auch nach einem längeren Aufenthalt im Fumoir geruchlos bleiben.

Für ein Fumoir, in dem sich Gäste, ob rauchend oder nicht, gleichzeitig wohl fühlen, dürfte sich der eine oder andere Schweizer Gastronom oder Hotelier brennend interessieren. Dank den strikten Rauchergesetzen werden Orte, an denen man in dezentem Rahmen rauchen kann, gezielt gesucht. Ein gut laufendes Fumoir generiert dem Betrieb mehr Umsatz, vor allem dann, wenn sich auch Nichtraucher darin willkommen fühlen. Rund 15 Prozent teurer beziffert Vahé Gérard sein Airkel-System gegenüber bekannten Lüftungen. «Wir haben mittlerweile Anfragen nicht nur aus dem Gastgewerbe, sondern auch von Privatpersonen, die sich ein Raucherzimmer wünschen», so Gérard. Vor einem Monat installierte er in der Lounge des Genfer Kaufhauses Bon Génie im 6. Stock bereits ein zweites Fumoir. 


Mehr Informationen zu Airkel: G-P-F Concept-Management SA, 022 908 35 49, www.airkel.com

Schudel an der langen Tafel

Den Schudel haben wir aktuell ja auf dem Cover, und darüber freuen wir uns. Freuen dürfte sich aus ähnlichem Anlass auch das Jelmoli Restaurant an der Zürcher Bahnhofsstrasse. Dieses begrüsst René Schudel am Donnerstag, 28. und Freitag, 29. Juni nämlich als Gastkoch zum Mittagessen an der langen Tafel. Im Rahmen des neuen Food-Festivals «Il Tavolo» kocht der umtriebige Fernseh- und Punktekoch im Jelmoli Restaurant exklusiv mit Köstlichkeiten aus seinem alpinen Garten.

Tickets für den kulinarischen Ausflug gibt es beim Kundendienst von Jelmoli (im vierten Stock) oder per Mail an il-tavolo@jelmoli.ch.
www.il-tavolo.ch

Freitag, 15. Juni 2012

Ein Experte für das The Alpina Gstaad


Stefan Schär
Ab sofort leitet Stefan Schär die Verkaufs- und Marketingaktivitäten des 5-Sterne-Hotels The Alpina Gstaad. Der 41-jährige Schweizer studierte an der Ecole Supérieure de Commerce in Neuchâtel. In seiner Karriere war er während insgesamt elf Jahren in verschiedenen Positionen für das Hotel Palace Luzern tätig. 1998 avancierte er zum Director of Sales und zwei Jahre später zum Director of Sales&Marketing sowie zum Mitglied des Executive Managements. 2003 wechselte Schär ins Tourismusmarketing, kehrte aber 2007 in die Hotellerie zurück. Seit 2008 fungierte er als Director of Sales & Marketing und Mitglied des Executive Managements des Radisson Blu Hotels in Zürich.

Topaktuell: Westschweizer Cash&Carry kommt nach Schlieren



Die Anzeige von Aligro erschien heute im 20 Minuten

In einer heute im 20 Minuten publizierten Anzeige sucht der in der Westschweiz führende Gastro-Grosshändler Aligro hundert Mitarbeiter für seine erste Filiale in der Deutschschweiz. Der Aligro-Cash&Carry-Markt in Schlieren soll Ende November 2012 eröffnet werden. Das Sortiment wird mehr als 20 000 Artikel umfassen und ist aufgeteilt in die Kategorien Metzgerei, Fisch, Obst und Gemüse, Milchprodukte, hauseigene Bäckerei, Getränke, Tiefkühlprodukte, Food- und Non-Food-Produkte. Der Markt richtet sich an Café- und Restaurantbesitzer, Hoteliers, aber auch an Lebensmittelhändler, Kioskbetreiber oder Gewerbetreibende. Gesucht werden Mitarbeiter auf allen Stufen. Bewerbung auf: www.aligro.ch

Lesen Sie mehr zum Markteintritt von Aligro in Kürze auf salzundpfeffernews.ch

Wer sucht, der findet...

... das haben sich die Bündner Bauern gedacht – und dafür gesorgt, dass der geneigte Gast sie jetzt leichter aufspüren kann. Denn das Angebot für Feriengäste (und Einheimische, wohlgemerkt) in der Bergregion ist durchaus einen Blick wert. Ob in der Ferienwohnung oder auf dem Maiensäss, im Stroh, im Tipi, in der Jurte oder im Bauwagen – im Bündnerland bettet sich jeder, wie er es am liebsten mag.

Seit kurzem sind derartige und ähnliche touristische Dienstleistungen der Bündner Landwirte nun unter www.graubuenden.ch/bauernhof gebündelt einzusehen. Die online-Kooperation von Graubünden Ferien und Agrotourismus Graubünden listet Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch Hofläden oder Besenbeizen, Events und Erlebnisangebote übersichtlich auf. Der neue Internetauftritt startet mit 90 Betrieben und soll, so die Betreiber, kontinuierlich ausgebaut werden.

Zwei neue Gesichter bei der GastroImpuls



Marcel Schneiter
Robert Frech
Seit Juni präsentiert sich die Hunkeler Gastro AG mit Sitz in Luzern unter dem neuen Namen GastroImpuls. Neu sind auch die folgenden zwei Aussendienstler des Gesamtanbieters für Hotel- und Gastronomiebedarf: Robert Frech und Marcel Schneiter. Frech, vormals Verkaufsberater bei der Unilever Schweiz, ist als Aussendienstmitarbeiter für die Verkaufsgebiete Stadt Zürich, Zürich Oberland, Schaffhausen und Thurgau unterwegs. Marcel Schneiter betreut als Aussendienstmitarbeiter der GastroImpuls die Gebiete Zentralschweiz, Basel und Tessin. Schneiter arbeitete zuvor im Verkauf der ISS Facility Services AG.

Rochade im Rigiblick

Dennis Puchert
Wir haben es bereits berichtet: Christian Nickel hat den Rigiblick in Zürich auf den 1. Juni verlassen und Platz für einen neuen Küchenchef gemacht. Diesen eingenommen hat nun Dennis Puchert, bisheriger Souschef. Der 27-Jährige könnte auf diesem Weg zum jüngsten Gault-Millau-Koch der Schweiz werden – das erhofft man sich zumindest im Rigiblick, der mit 16 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist.

Puchert stammt aus Berlin und arbeitete seit Juni 2010 als Souschef im Restaurant Spice im Rigiblick. Seine Wanderjahre hatte er in den Küchen renommierter Restaurants in Deutschland und der Schweiz absolviert, etwa im Restaurant First Floor im Hotel Palace in Berlin (18 Gault-Millau-Punkte, 1 Michelin Stern) oder im The Restaurant im Dolder Grand in Zürich (17 Gault-Millau-Punkte, 2 Michelin-Sterne).

Man darf gespannt sein.

Nach Christian Nickel verlässt auch Schwester Julia Nickel den Rigiblick. Die beiden hatten von den ZFV-Unternehmungen vor knapp zwei Jahren die Führung der Rigiblick-Restaurants Spice und Quadrino übertragen bekommen. Die Rolle der Gastgeberin übernimmt nun ad interim Diana Becker, die seit November 2008 im Haus ist und zuletzt als Betriebsassistentin tätig war.

Neues Marché-Konzept in Singapur

Das Schweizer Gastronomieunternehmen Marché hat am Dienstag, 12. Juni in Singapur ein neues Lokal eröffnet. Im Herzen der Metropole, im Shoppingcenter Raffles City, präsentiert sich das Marché Bar & Bistro mit einem innovativen Konzept: Während die bestehenden beiden Marché Restaurants in Vivo City und Somerset gemütliche Schweizer Atmosphäre verbreiten, setzt der neue Betrieb auf das Bar- und Bistrogeschäft im trendigen Vintage-Stil – passend zum Standort mitten im Geschäftsviertel von Singapur.

Das urbane Konzept des Schweizer Hauses ist ganz auf den asiatischen Markt ausgerichtet: Das Marché Bar & Bistro Raffles City bietet ein umfassendes Sortiment vom Frühstück bis zum Mitternachtssnack. Im Zentrum steht der Swiss Teppanyaki Grill: Hier braten hauchdünne Fleischstücke, Meeresfrüchte oder Gemüse auf einer flachen Grillplatte direkt vor den Augen des Gastes.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Mit einem toten Koch Werbung machen



Schwein muss man haben. Als wir vor drei Wochen das Werbeinserat für unseren neuen Newsblog kreierten, liefen wir alle auf dem Zahnfleisch. Die Finger wund vom Schreiben, das Hirn ausgepumpt musste spätabends noch eine knackige Headline her. Der Satz «Ferdinand Müller kocht besser als Bocuse» machte das Rennen und fröhlich schickten wir das Ganze auf die Presse. Ein paar Tage später machte das Gerücht die Runde, Jahrhundertkoch Paul Bocuse sei verstorben, im Internet erschienen bereits die ersten Berichte und wir dachten, den Bock mal wieder richtig abgeschossen zu haben. Zum Glück erfreut sich der Übervater der nouvelle cuisine bester Gesundheit, das Gerücht war eine Ente, die Berichte im Internet grottenschlecht recherchiert und wir entgingen der Schande, mit einem toten Koch Werbung gemacht zu haben.

In der Rubrik «carte blanche» schreibt künftig jede Woche ein anderer Autor exklusiv für den Salz&Pfeffer Newsblog. Hier erfahren Sie die aktuellsten Entwicklungen im Gastgewerbe, beinharte Fakten, Trends aus der Spitzengastronomie oder – wenn nötig – harsche Kritik. Auch ihre Meinung ist gefragt, diskutieren Sie mit oder bewerben Sie sich für eine carte blanche unter redaktion@salz-pfeffer.ch

Wo seid ihr, Lehrmeister?


Ein dringlicher Aufruf hat uns in diesen Tagen in Sachen Lehrstellensuche erreicht. «Access – Chancengeber für Jugendliche», das Berufsintegrationsprogramm für junge Menschen, die eine Lehrstelle suchen, fördert diese nicht nur schulisch und theoretisch, sondern integriert sie während einem Jahr konkret ins Arbeitsleben, unter anderem im Gastgewerbe. Wir berichteten letzten Sommer darüber und waren vom Konzept durchaus angetan.

Nun denn: Das Programm verzeichnet im Prinzip grosse Erfolge. Trotzdem sind ein paar Jugendliche noch immer verzweifelt auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz – und zwar in der Gastronomie.

Also, ihr Lehrmeister, die ihr noch freie Lehrstellen habt, meldet euch bei «Access»! Vielleicht könnt ihr einem dieser jungen Menschen einen Platz bieten.

Sergio (17) zum Beispiel, ein Bolivianer mit einem ausgeprägten Flair für Sprachen, wurde nach 162 Bewerbungen an genau ein Vorstellungsgespräch eingeladen und schied im Finale wieder aus. Er sucht eine Lehrstelle als Servicefachmann. Das tut auch Markus (17), der trotz guter Sek-A-Noten und 218 verschickten Bewerbungen erst einmal die Gelegenheit erhielt, einen Schnuppertag zu absolvieren. Seine Stärke liegt im Umgang mit dem Gast, was er bei «Access» bewiesen hat. Efe (17) wiederum sucht eine Anlehre im Service. Und Jasmin (16) hat bei «Access» von Anfang an gezeigt, dass sie an Caterings oder Banketten richtig anpacken kann. Die gewissenhafte junge Frau scheiterte in 234 Bewerbungen an ihrem B-Zeugnis. Sie sucht eine Lehrstelle als Restaurationsfachfrau.

Inselspital probt für die Kocholympiade




«Folgen Sie der roten Linie und sagen Sie mir nachher, wie es war»



«Der Probelauf findet im Restaurant Stella statt. Das ist im vierten Stock. Folgen Sie der roten Linie bis zum Lift, drücken Sie auf F, dann geht es rechts, links, geradeaus, durch die Tür und dann wieder rechts. Und sagen Sie mir nachher, wie es war, ich bin nämlich nicht dazu eingeladen.» Die freundliche Dame am Empfang des Berner Inselspitals tat einem fast ein bisschen leid und eine ortskundige Führerin in den verwinkelten Gängen des Inselspitals wäre auch willkommen gewesen. Nun denn. 150 Mitarbeiter des Spitals und geladene Gäste hatten letzten Freitag mehr Glück und konnten den ersten Probelauf des SVG-Trophy-Teams degustieren. Das mittlerweile auf vier Köche aufgestockte Kochteam des Inselspitals hatte letzten Herbst die erste SVG Swiss Trophy für sich entschieden und nimmt als offizieller Vertreter des Schweizer Kochverbandes an der Kocholympiade in Erfurt in der relativ neuen Kategorie Gemeinschaftsverpflegung teil.

Was genau an diesem Tag serviert wurde, kann an dieser Stelle nicht beschrieben werden, weil die Konkurrenz ja mitlesen und den «Insulanern» so den Schneid abkaufen könnte. Darum nur soviel: Die Performance lässt hoffen. Und noch was: Beim nächsten Probelauf bitte unbedingt die freundliche Empfangsdame einladen.




Über den Dächern von Bern

So soll die Sky Terrace aussehen – wenn dann
das komplette Mobiliar eingetroffen ist.
Das Hotel Schweizerhof Bern lässt den Blick in die Ferne schweifen. Am 21. Juni eröffnet das Fünfsterne-Superior-Haus seine Sky Terrace mit atemberaubender 360-Grad-Panoramasicht. Hier geniessen die Gäste an schönen Tagen orientalisch angehauchte Mezze-Gerichte oder lassen den Sommerabend in mediterranem Ambiente bei einem fruchtigen Cocktail ausklingen. Zum Beispiel. Im Angebot stehen für Freundes des gepflegten Rauchgenusses auch Havannas oder Wasserpfeifen.

Die Sky Terrace, ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes, trumpft mit einem Blick über das UNESCO-Weltkulturerbe Bern, über die charakteristische Landschaft und die majestätischen Alpen des Oberlandes auf. Hier oben, direkt unter dem Schweizerhoftürmchen, weht die Schweizerfahne in der Sommerbrise und baumelt die Seele.

Die 165 Quadratmeter grosse Dachterrasse bietet Platz für 50 Leute und ist – welch ein Glück für die Berner! – nicht nur den Hotelgästen des Schweizerhofs vorbehalten: Auch Externe sind hier bei schönem Wetter von 11 bis 23 Uhr willkommen, wobei eine Reservation erwünscht ist.

Dass die Sky Terrace in wenigen Tagen eröffnet wird, ist übrigens das Resultat einer längeren Vorgeschichte. «Wir freuen uns sehr, dass nach einem einjährigen Bewilligungs- und Einspracheverfahren nun alle Zweifel ausgeräumt sind und wir dieses Bijou endlich eröffnen dürfen», lässt sich Hotelier Michael Thomann zitieren. So wird bei der Eröffnung denn auch noch nicht alles genau so sein, wie sich der Schweizerhof das eigentlich vorgestellt hat. Das komplette Mobiliar wird erst Mitte Juli eintreffen, gestartet wird mit einer teilweise provisorischen Einrichtung.

Macht nichts: Dem Ausblick können bürokratische Querelen gottlob nichts anhaben.


Mehr dazu: www.schweizerhof-bern.ch

Frisch von der Presse



Das neue Salz&Pfeffer ist da. Lesen Sie neben den aktuellsten News aus der Branche exklusiv recherchierte Artikel, etwa einen amüsanten Text über irrsinnige Luxus-Mineralwassermarken von Wolfgang Fassbender oder aber eine Reportage von Martin Jenni über Schweizer Klassiker wie Aromat oder Maggi. Der Titelkoch der aktuellen Ausgabe kommt ohne Rückspiegel aus: René Schudel geht immer vorwärts, und zwar mit Vollgas. In der Rubrik «Terroir professionnel» schreibt Foodscout Dominik Flammer zudem über exklusive Öle, süsse Alpenbutter und gewürzten Schweineschmalz.




Mittwoch, 13. Juni 2012

Neue Pächter in der Sommerlust


Verena Prager zieht sich diesen Sommer aus dem Restaurant Sommerlust, Schaffhausen, zurück und übergibt das Haus per 1. Juli den neuen Pächtern Manuela und Dominik Lehnen. Nach rund 15 Jahren Tätigkeit in der Gastronomie gönnt sich Verena Prager eine Auszeit und geht rund ein Jahr lang auf Reisen. Danach wird sie weiterhin als VR-Präsidentin in der Prager Gastronomie AG tätig sein und ihre Tochter Linda, die als Geschäftsführerin im Restaurant Güterhof arbeitet, tatkräftig unterstützen. Die neuen Gastgeber der Sommerlust, Manuela und Dominik Lehnen, sind in Hannover aufgewachsen und seit rund 15 Jahren in der Gastronomie tätig. Die beiden wollen den Namen «Sommerlust» behalten und weiterhin 363 Tage im Jahr geöffnet haben.

Bio Marché in Zofingen


Bio aus erster Hand am Bio Marché in Zofingen.

Vom 22. bis zum 24. Juni findet in der Altstadt von Zofingen der traditionelle Bio Marché statt. Erwartet werden rund 35 000 Besucher. Im Vorfeld der Messe hat Bio Suisse ihre Qualitätsprämierungen durchgeführt. Die neu mit der Gourmet-Knospe ausgezeichneten Produkte können vor Ort degustiert werden. Das Herzstück des Bio Marché ist der Verkaufsmarkt dessen Angebot von Nahrungsmitteln über Kosmetika und Textilien bis hin zu Möbeln und Baustoffen reicht. Laut Organisatoren gibt es im Durchschnitt an jedem achten Stand etwas Neues zu entdecken. Rund zwanzig Prozent der 160 Aussteller zeigen ihre Produkte zum ersten Mal in Zofingen. Umrahmt wird das Festival von zahlreichen Festwirtschaften, Strassenmusikern und Gauklern sowie einem Bio-Garten mitten in der Stadt. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen finden Sie auf: www.biomarche.ch


Sonntag, 10. Juni 2012

Neues Restaurant GOLD von Dolce & Gabbana

Das italienische Designerduo Dolce & Gabbana, bestehend aus Domenico Dolce und Stefano Gabbana, hat in Mailand den Gourmetpalast «Gold» eröffnet. Die Architekten Ferruccio Laviani und Gianmaria Torno haben das stylische Restaurant gestaltet. Neben exquisitem italienischem Essen mit internationalen Nuancen erwarten die Besucher auch immer wieder glamouröse VIP-Events. Jüngst wurde nach der Modenschau von Dolce & Gabbana für die Damenkollektion Herbst/Winter 2012/13 eine funkelnde After-Show-Party mit reichem Staraufgebot gefeiert. Auch Teeniestar Justin Bieber feierte dort nach seinem Konzert eine Party. Hier gehts zur Website

Trend: System zur Lautstärkenregelung in Restaurant

Ein amerikanischer Restaurantbetreiber hat ein System zur Umgebungslautstärkeregulierung in sein Lokal bauen lassen, das zuvor nur in Tonstudios, Kirchen oder im Zirkus zur Anwendung kam. Zunächst wurden zahlreiche Schallabsorber installiert. Dazu wurden Wandgemälde, Holzpaneele oder alte Jeans verwendet. Daraufhin wurden 123 Mikrofone, Lautsprecher und Subwoofer unsichtbar im ganzen Restaurant angebracht, die je nach gewünschter Atmosphäre im Ess- oder Barbereich die Geräuschkulisse verstärken – vom iPad gesteuert.