Montag, 30. Juli 2012

Bilanz Hotelrating

Michael Thomann (Bild: zVg)
Michael Thomann (42) General Manager des Hotels Schweizerhof Bern hat Grund zur Freude. Er ist vom Wirtschaftsmagazin Bilanz zum «Hotelier des Jahres» gekürt worden. Zudem ist der Schweizerhof im Bilanz-Hotelrating der besten Schweizer Stadthotels von Platz 21 auf den Platz 11 aufgestiegen.

Auf den ersten Platz der besten Stadthotels der Schweiz schaffte es erneut das The Dolder Grand Zürich, zweitplatziert ist das Fairmont Le Montreux Palace Montreux und den dritten Platz ergatterte sich das Beau-Rivage Palace, Lausanne Ouchy.

Auch Bernd Schützelhofer darf Stolz sein. Der Küchenchef des Grand Hotels Kronenhof in Pontresina wurde von der Bilanz zum «Hotelkoch des Jahres» gewählt.

Im Ranking der besten Schweizer Dreisterne- und Unique-Boutique-Stadthotels holte sich das Hotel Krafft Basel die Bestnote. Der zweite und dritte Platz gingen an den Teufelhof, Basel und an den Florhof, Zürich.

Unter der Kategorie beste Ferienhotels der Schweiz setzte sich das Castello del Sole, Ascona durch, gefolgt vom Gstaad Palace, Gstaad und vom Eden Roc in Ascona.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Schmutz geht nach Flims

Pascal Schmutz (Bild: zVg)
Gerade mal seit sieben Monaten arbeitet Pascal Schmutz nun als Chef de Cuisine im Restaurant BamBou im The Hotel Luzern, seit dem er den Vitznauerhof verlassen hatte – und schon erreicht uns die Meldung von einem erneuten Wechsel: Am 1. Dezember wird er seinen Einstand mit der Wiedereröffnung des Gourmetrestaurants Epoca im Waldhaus Flims Mountain Resort & Spa feiern.

Der bisherige Küchenchef, Sandro Steingruber, wird per Ende Oktober nach über zehn Jahren das Luxusresort verlassen und eine neue Herausforderung annehmen. Er hat sich im Epoca 17 Gault-Millau-Punkte erkocht.

Sesselrücken im Dolder Resort


Thomas Schmid (Bild: zVg)
Mark Jacob (Bild: zVg)














Schon jetzt ist bekannt, dass es Anfang nächstes Jahr im Dolder Resort Zürich zu Führungswechseln kommt: Thomas Schmid übergibt per 1. Januar 2013 die Position des Managing Directors an Mark Jacob, der bisher als Resident Manager im Dolder Grand tätig war.

Zum Dolder Resort gehören das Luxushotel Dolder Grand, das Viersternehotel Dolder Waldhaus und die Dolder Sports. Thomas Schmid bleibt in der Geschäftsleitung des Unternehmens tätig und wird sich hauptsächlich auf das Bauprojekt des neuen Dolder Waldhaus konzentrieren.

Der bisherige Resident Manager des Dolder Waldhaus, Marc Lehmann, sucht per Ende Jahr eine neue berufliche Herausforderung.

Wer wird Koch des Jahres?


Amuse bouche von Peter Knogl, Koch des Jahres 2011

Der Herbst steht zwar noch nicht vor der Tür, war aber auch schon mal weiter weg. Die Tester des Gault&Millau befinden sich zurzeit in der Entscheidungsphase. Wer wird Aufsteiger, wer die Neuentdeckung und wer holt dieses Jahr die Krone und wird zum «Koch des Jahres» gekürt. Auf welchen Koch würden Sie tippen? Antworten bitte auf redaktion@salz&pfeffer.ch oder direkt als Kommentar zu diesem Blogbeitrag.

Ist regional das neue Bio?


Foto: Proviande
Letzthin beim Lesen eines angelieferten Textes stolperte ich über folgenden Satz:
«Regional ist das neue Bio, Nähe und Transparenz werden immer wichtiger.» Der Satz stammt  aus der Feder von Burkart Schmid, Chefredaktor des deutschen Fachmagazins für Gemeinschaftsgastronomie gv-praxis. In der Schweiz kämpfen viele Gastronomiebetriebe, die ausschliesslich auf Bioprodukte setzen, mit Schwierigkeiten. Und dass, obwohl der Absatz von Bioprodukten im Detailhandel jedes Jahr zunimmt. Auch das Knospenlabel von Biosuisse hat Mühe, neue Mitglieder in der Gastronomie zu finden. Auf der anderen Seite ist im Markt ein starker Trend hin zur Regionalität und zu Terroir-Produkten zu beobachten. Uns würde Ihre Meinung zur folgenden Frage darum brennend interessieren. Ist regional das neue Bio?


Dienstag, 24. Juli 2012

Sommer-Apéro



Heute fand auf der Redaktion von Salz&Pfeffer der traditionelle Sommer-Apéro statt. Alle freien Autoren, Fotografen, Grafiker, Illustratoren und sonstigen guten Geister der Magazine Salz&Pfeffer und Cigar konnten für einmal ohne Zeitdruck und sonstige Sorgen, bei vorzüglichem Wein und ausgewählten Käse- und Wurstspezialitäten den Sommerabend geniessen.

Freitag, 20. Juli 2012

Swiss holt Gepäck zu Hause ab

Bild: Fotolia
Ab sofort starten Reisende mit der Fluggesellschaft Swiss ab Zürich Flughafen bequemer in die Ferien. Für ein Entgelt, das sich je nach Distanz zum Flughafen auf  54 bis 128 Franken beläuft, holt der Swiss-Handling-Partner Swissport das Gepäck im Hotel oder zu Hause ab und transportiert es direkt zur finalen Destination. Für die Swiss-Passagiere entfällt damit nicht nur das Gepäckschleppen sondern erst noch das Warten vor dem Check-in oder der Gepäckabgabe.  Dieser Service wird exklusive für Flüge der Swiss durchgeführt und kann schweizweit bis zu 48 Stunden vor Abflug zu Pauschalpreisen reserviert werden.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Das Buschfeuer im Kundenkontakt entfachen


Eigentlich recherchieren wir ja grad etwas ganz anderes – aber dazu später einmal mehr. Die gelinde gesagt etwas harzig laufenden Nachforschungen haben auf jeden Fall dazu geführt, dass wir auf der Homepage der Hotel & Gastro Union über eine Ankündigung gestolpert sind, die uns die Strapazen zumindest für einen kurzen Augenblick vergessen liess. Wir schmunzeln. Und möchten unseren Lesern folgendes Angebot nicht vorenthalten.

Das geneigte Mitglied der Hotel & Gastro Union hat in einem Weiterbildungskurs nämlich die Möglichkeit, sich eine ganz besondere Fertigkeit anzueignen. Das Ganze nennt sich: das Love Story Prinzip. Klingt vielversprechend, nach einem Workshop für angehende Drehbuchautoren mit Schwerpunkt Soap Opera vielleicht... ist in Tat und Wahrheit aber ein Kommunikationstraining für den Innen- und den Aussendienst. Entsprechend treffend formuliert ist denn auch die Beschreibung des Kurses. Bitte schön:

«Ihren Kundenbeziehungen den zweiten Frühling schenken: Wie sie eine kleine Flamme im Kundenkontakt zu einem wahren Buschfeuer entfachen können, um Umsatz und Profitabilität zu steigern.» 

Das nennen wir wahre Leidenschaft. Gut verkauft.

Die weiterführende Recherche hat übrigens ergeben: Das Love-Story-Prinzip basiert auf sechs Phasen (Kennenlernen, Start, Durchdringung, Routine, Krise, Trennung) und auf einer alles entscheidenden Grundannahme. Die dann wäre: Schlechte Verkäufer sind immer auch schlechte Liebhaber.

Hitzberger expandiert


Sechs Filialen hat er in den letzten drei Jahren schon eröffnet: Sternekoch und Unternehmer Eduard HItzberger vermarktet seinen Namen mit unbestrittenem Erfolg. Kein Wunder, sein nach ihm benanntes Gastrokonzept trifft den Zeitgeist: schnelles Essen, aber bitte gesund, wenn möglich bio, öko und aus fairem Handel.

Im Herbst nun folgt des Hitzbergers nächster Streich. Nach den Städten Basel, Bern und Zürich erhält Pratteln dann nämlich ebenfalls ein «Hitzberger». Als Shop-in-Shop-Outlet wird das Lokal in einem Pfister-Möbelhaus stehen.

Doch damit nicht genug. Hitzberger will weiter wachsen. Er sucht Franchisenehmer – auch für Deutschland und Österreich.

An die Urnen



Bild: stockwerk23/photocase.de

Am 23. September ist es so weit. Dann kommt die Volksinitiative der Allianz «Schutz vor Passivrauchen» zur Abstimmung. Die Initiative verlangt, dass in der ganzen Schweiz alle Innenräume, die als Arbeitsplatz dienen oder öffentlich zugänglich sind (Restaurants, Bars, Spitäler und so weiter), rauchfrei werden. Fumoirs könnten nur noch eingerichtet werden, wenn sie unbedient sind.

Der Ständerat empfiehlt dem Stimmvolk nach reiflicher Überlegung, ein Nein in die Urne zu legen, da bereits eine nationale Regelung existiert, welche insbesondere der Gastronomie strenge Auflagen macht und deren unternehmerischen Spielraum stark einschränkt. Auch wir finden, dass die Bevölkerung schon heute mehr als genügend vor Passiv-Rauch geschützt ist. Heute geht es vielmehr darum, das Gastgewerbe in seiner unternehmerischen Freiheit zu schützen. Die Redaktion von Salz&Pfeffer empfiehlt allen Gastgewerblern darum ebenfalls die Neinparole.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Neue Messe in Lugano



Tipiace: So heisst die neue Fachmesse, die im Frühling 2013 in Lugano über die Bühne gehen wird. Sie richtet sich an Profis aus Hotellerie und Gastronomie – sowie selbstredend an alle, die Delikatessen und Spezialitäten mögen. Die MCH Group, die mit der Igeho in Basel und der Gastronomia in Lausanne bereits die beiden grössten Lebensmittel- und Gastronomiefachmessen in der Schweiz veranstaltet, schafft sich mit der Tipiace nun also auch ein Standbein im Tessin.

Premiere feiern wird die Messe vom 4. bis 6. Mai 2013; in der Folge soll sie alle zwei Jahre stattfinden. Im Zentrum werden Produkte und Dienstleistungen für Hoteliers und Gastronomen in der italienischsprachigen Schweiz stehen. Daneben präsentieren Hersteller von Terroirprodukten und Weinen ihr Angebot.

Die Initiative ergriffen hatten eigentlich GastroTicino sowie Tourismusorganisationen im Kanton Tessin und der Stadt Lugano. Für die MCH Group ist die Tipiace wiederum eine interessante Gelegenheit, das eigene Portfolio im Gastrobereich zu erweitern – und eben auch geografisch breiter zu werden. Als externen Messeleiter hat die Veranstalterin den aus dem Luganese stammenden David Schnell beauftragt.

Montag, 16. Juli 2012

Bestes Business Class Catering

Bild: zVg

Wer bei Swiss Business Class fliegt, ist zufrieden mit dem Catering an Bord. Sehr sogar! Dies ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens Skytrax, an der 18 Millionen Kunden aus über 100 Ländern teilgenommen haben. Die Business-Class Gäste haben der Swiss dieses Jahr Bestnoten für die Produkt-Qualität beim kulinarischen Angebot verteilt und dafür gesorgt, dass die Fluggesellschaft bei den Skytrax World Airline Awards die Spitzenposition in der Kategorie «Beste Business Class Catering» erreichte.

Nadja Togni legt die beste Prüfung des Kantons Zürich ab

Strahlen um die Wette: Pascale Liechti, Pächterin Restaurant Zunfthaus zur Meisen, Nadja Togni und Jörg Gabathuler.
Darauf darf man stolz sein: Nadja Togni hat ihre dreijährige Berufsausbildung zur Köchin mit der Note 5.7 erfolgreich abgeschlossen – und hat damit die beste Prüfung im Kanton Zürich abgelegt. Sie wurde an der Diplomfeier im Kongresshaus für ihre Leistung speziell geehrt. Togni hat ihre Lehre im Zürcher Restaurant Zunfthaus zur Meisen bei Jörg Gabathuler absolviert.

Freitag, 13. Juli 2012

Schwerer Verlust für die Hotellerie

Martin Eltschinger
Der renommierte Buchautor und Finanzexperte der Schweizer Hotellerie, Martin Eltschinger, ist mit 53 Jahren unverhofft verstorben. Sein Fachbuch «Finanzmanagement Hotellerie» ist ein Standardwerk, das jeder, der sich in der Hotellerie weiterbilden möchte, gelesen haben sollte. Mit dem Tod Eltschingers verliert die Schweizer Hotellerie einen verbandsunabhängigen Finanzexperten und Dozent. Wir sprechen der Familie von Martin Eltschinger unser herzliches Beileid aus.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Goldener Koch: Wer ist Euer Favorit?


Jedes SMS zählt: Der Finalist mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis.

Er rückt immer näher, der Goldene Koch 2012, der traditionsreiche Kochwettbewerb von Kadi. Am 1. Oktober wird sich im Berner Kursaal entscheiden, wer den Titel diesmal nach Hause tragen darf. Vor 1200 Gästen und der Jury unter der Leitung von André Jaeger werden die sechs Finalisten gegeneinander antreten und zeigen, was sie drauf haben.

Bereits jetzt aber gibt es die Möglichkeit, für den eigenen Favoriten abzustimmen, und zwar per SMS. Dieses geht mit dem Vermerk «GK + Nummer des Kandidaten» an die Nummer 919 und kostet 50 Rappen. Die Abstimmung läuft bis am 1. Oktober um 12 Uhr. Am Kochwettbewerb dann wird der Kandidat, für den die meisten Stimmen eingegangen sind, mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Zur Auswahl stehen übrigens: Mickaël Cochet (Hotel Regina, Wengen), Thierry Fischer (Schloss Binningen, Binningen), Rolf Fuchs (Restaurant Panorama, Steffisburg), Christoph Hunziker (Restaurant Schärmehof, Thun), Marco Viviani (Villa Principe Leopoldo Hotel & Spa, Lugano) und Thomas Wycisk (Restaurant Matisse, Basel).

Auch die Teilnehmer können gewinnen: Es gibt Sofortpreise (unter anderem Eintritte für den Goldenen Koch 2012) sowie eine Hauptverlosung.

Mehr zu den Kandidaten, zum Wettbewerb und den Preisen gibt es hier.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Der Belvoirpark zieht aus, um – und wieder ein

Lernen auf der grünen Wiese: Bald schon wird das für die Studenten der Zürcher Hotelfachschule Belvoirpark Realität. Weil das Gebäude von 1980 im malerischen Park durch einen Neubau ersetzt wird, zügeln sie im Spätherbst nämlich in provisorische Pavillons – und eben die stehen auf der Wiese, genauer auf dem Spickel zwischen Swiss Re, Seestrasse und Mythenquai.

Impressionen vom geplanten Neubau.
Die Entscheidung, das Alte abzubrechen und eine neue Ära einzuläuten, begründet Paul Nussbaumer, Direktor der Hotelfachschule Belvoirpark, mit den zunehmend engen Verhältnissen an der Schule. Das Gebäude sei zu klein geworden, sagt er. Über 140 Studenten zählt die Ausbildungsstätte zurzeit pro Jahrgang. An dieser Zahl soll sich, so Nussbaumer, gar nichts ändern, auch nicht im Neubau, der im Sommer 2014 parat sein soll – wenn denn alles glatt läuft: Das Gesuch um die Baubewilligung ist de facto nämlich noch hängig. Geplant ist auf jeden Fall ein fünfgeschossiger Bau, doppelt so gross wie das heutige Schulhaus und entworfen von Architekt Peter Märkli.

Nussbaumer freut sich offensichtlich: «Es ist eine Investition in die Qualität», sagt er. «Wir werden mehr Raum zur Verfügung haben – und das eröffnet uns methodisch mehr Möglichkeiten.» Will heissen: Neu wird die Hotelfachschule beispielsweise über Übungshotelzimmer oder eine Demo-Lingerie verfügen.

Im Zuge des Bauprojekts wird auch der grosszügige Park rund um die Schule neu gestaltet – vom Abbruch und Neubau indes nicht tangiert wird das öffentliche Restaurant Belvoirpark. «Da bleibt alles wie gehabt», versichert Nussbaumer.

Natürli: Neuer Name

Nationalrat Ruedi Noser
ist der neue
Verwaltungsratspräsident.
Ende Juni hat die Regionalzentrum PZB AG die natürli Bieri AG übernommen und die beiden Firmen zu einer zusammengeführt. Jetzt tritt diese unter einem neuen Namen auf: natürli zürioberland ag. Die Aktionäre haben der Totalrevision der Statuten mit Zweck- und Namensänderung sowie einer Kapitalerhöhung zugestimmt – mit dem Ziel, damit die Grundlage für eine erfolgreiche Fortführung des Regionalmarketingprojekts natürli zu schaffen. Neuer Verwaltungsratspräsident ist Unternehmer und FDP-Nationalrat Ruedi Noser, der auf Hanspeter Hulliger folgt.

Das Projekt natürli entstand 1995 auf Initiative der Vereinigung Pro Zürcher Berggebiet (PZB) und in Zusammenarbeit mit innovativen Käsern. Aktuell verarbeiten 17 gewerbliche Käsereien die Milch von
rund 165 Landwirtschaftsbetrieben. Zirka 150 verschiedene Käse aus
Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch werden an 300 Detaillisten und 100 Gastronomiebetriebe verkauft.


Dienstag, 10. Juli 2012

Doppelter Zepterwechsel


Neu im Tschuggen Grand Hotel: Tobias Jochim 
Neu im Sporthotel Valsana: Andreas Santer


Es tut sich was im sommerlichen Arosa. So hat dieser Tage – pünktlich zum Saisonstart – Tobias Jochim die Herrschaft über das kulinarische Programm des Tschuggen Grand Hotels übernommen, während im ebenfalls zur Gruppe gehörigen Sporthotel Valsana neu Andreas Santer als Küchenchef amtet.

Jochim zeichnet für das Gourmetrestaurant «La Vetta» (1 Michelin-Stern, 15 Gault-Millau-Punkte), für das «La Collina», das Grand Restaurant, die Bündnerstube und die Spa Lounge verantwortlich. Er freue sich darauf, die vielfältigen kulinarischen Möglichkeiten im Tschuggen Grand Hotel ausschöpfen zu können, lässt sich der 34-Jährige zitieren. Mit fünf verschiedenen gastronomischen Konzepten dürfte er bestens bedient sein. Zuletzt war Jochim in der Villa Mittermeier in Rothenburg ob der Tauber als Chefkoch tätig. In Arosa legt der weit gereiste Deutsche einen klaren Fokus auf Regionalität, und weil er ein passionierter Jäger und Fischer ist, der seine Ferien gern mal beim Lachsfischen in Alaska oder auf der Bisonjagd in Kanada verbringt, darf man im Bündnerland künftig wohl ganz besonders auf die Wildsaison gespannt sein.

Im Sporthotel Valsana indes übernimmt ein Tiroler das kulinarische Zepter. Andreas Santer war seit 1998 an verschiedenen Stationen in der Schweiz tätig, unter anderem als Sous Chef im Seiler Hotel Monte Rosa in Zermatt und im Hotel Weisses Rössli in Schwyz. Zuletzt leitete er vier Jahre lang als Executive Sous Chef die Küche in der Marina in Lachen, wo er drei verschiedene Restaurantkonzepte verantwortete. Eines davon erhielt unter der Führung des 33-Jährigen 14 Gault-Millau-Punkte.

Montag, 9. Juli 2012

Zürich geht aus – schade

 
Der Beizenführer «Zürich geht aus» ist eine Erfolgsstory. Das muss man als Heftmacher neidlos anerkennen. Das Ganze kommt professionell daher, die Tester – zumindest jene, die ich kenne – sind alles andere als Anfänger, die Exemplare am Kiosk verkaufen sich wie warme Brötchen und auch für den Inseratemarkt scheint das Heft interessant geworden zu sein. Es ist leider meistens der Erfolg einer Publikation, der Begehrlichkeiten weckt. Begehrlichkeiten, die dann in den jeweiligen Verlagshäusern zu erbitterten Grabenkämpfen zwischen dem Inserateverkauf und der Redaktion führen.

Tönen tut das dann etwa so:

Verkauf: «Wir haben ein Angebot, Koch soundso zahlt soundsoviel Franken, wenn er auf den Titelcover erscheint.»
Redaktion: «Redaktioneller Inhalt ist nicht käuflich.»
Verkauf (mit dringlichem Blick zum Verkaufsleiter): «Wir zahlen eure Löhne.»
Redaktion: «Sorry, aber da können wir nichts machen, das wäre Leserverarschung.»
Verkauf: «Wollt ihr Geld verdienen, oder in Schönheit sterben?»

So kann das eine Weile hin- und hergehen bis dann der Verlagsleiter ein Machtwort spricht. Den meisten Publikationen sieht man es früher oder später an, wenn sich der Verkauf in derartigen Diskussionen zu oft durchsetzt. Das Blättern im neuen «Zürich geht aus» hat mir Freude bereitet, die meisten Restaurants sind treffend beschrieben, überaus gefreut hat mich, dass es sogar mein Lieblingsgrieche im Kreis 5 geschafft hat (leider unter der Kategorie Trend, aber im Kreis 5 ist ja sowieso alles Trend).

Etwas stutzig machten mich nur die Rangliste in der Kategorie «Grosse Küchen für Gourmets». Natürlich kann man im Pavillon des Hotel Baur au Lac vorzüglich essen, allerdings hat das Baur au Lac auf Platz 1 nichts verloren. Die dahinter platzierten Marcus Lindner (noch bis Oktober im Restaurant Mesa) und Heiko Nieder (The Restaurant, Dolder) kochen zweifellos in anderen Sphären. Wenn man dann auf Seite 19 noch mit einem 7-seitigen Artikel über das Baur au Lac konfrontiert wird, bekommt das Ganze einen recht schalen Nachgeschmack. Schade.

Heineken setzt auf die Schienen

Gute Nachrichten erreichen uns aus Ems: Ab sofort verlagert Heineken jährlich rund 1000 Lastwagenfahrten auf die Schiene und kann damit den Anteil ihrer Gütertransporte per Bahn auf 40 Prozent steigern. Da atmet man doch gleich etwas leichter.

Zustande gekommen ist diese Umlagerung auf die Geleise dank den Stimmbürgern von Domat/Ems, welche vergangenen Herbst dem Bau eines neuen Gleisabschnitts mit Weiche beim Bahnhof Felsberg zugestimmt haben. Mit einem sogenannten Wechselbehälter-System kombiniert Heineken den Schienen- mit dem Strassentransport. Diese Methode soll sich insbesondere für lange Strecken, zum Beispiel für die Fahrt in die Westschweiz lohnen. Heineken prophezeit, dass das Unternehmen damit künftig 600 Tonnen CO2 einspart und insgesamt 540 0000 Strassenkilometer wegfallen.

Der Bau des Gleisabschnitts und der Weiche für den Wechselbehälter-Umschlag kostete insgesamt 2.85 Millionen Franken. Die Finanzierung wurde zu 50 Prozent von Heineken, zu 20 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Kanton getragen.

Einweihung der Wechselbehälter-Terminal in Domat/Ems an (v.l.n.r.):
Roger Basler, Managing Director Heineken Switzerland, Ueli Bleiker, Standespräsident, Albert Hollenstein, Gemeindeschreiber Domat/Ems, Martin Schmid, Ständerat, Hansjörg Trachsel, Regierungsrat, Stefan Edel, Direktor Logistik Heineken Switzerland und Theo Haas, Präsident Bürgergemeinde Domat/Ems.

Freitag, 6. Juli 2012

Erste Dean&David-Franchise in der Schweiz

Weit mehr als simple Rohkost: Das erste Dean&David-Restaurant in Basel

Die deutsche Enchilada-Gruppe zu der unter anderem auch die Gastronomie-Franchise-Systeme Enchilada, Besitos, Aposto und Lehner's Wirtshaus zählen eröffnet diesen Monat in Basel an der Henric-Petri-Strasse das erste Dean&David-Restaurant der Schweiz. Das Franchise-Konzept Dean&David wurde zusammen mit einer Ernährungsspezialistin der Universität Weihenstephan entwickelt und bietet ihren Kunden zum Beispiel Salate, die selbst zusammengestellt werden können, aber auch Sandwiches, Suppen, Currys, Säfte, Smoothies und Kaffee. Neben dem neuen Standort in Basel eröffnet die Gruppe auch in Deutschland, in Dortmund und Ulm, zwei neue Dean&David-Restaurants. www.deananddavid.de


Martin Nideröst verlässt die Klimawatt AG

Martin Nideröst
Heinz Sommer

Den Plan gefasst, hatte er schon vor einiger Zeit. Jetzt aber ist es hochoffiziell: Martin Nideröst verlässt die Klimawatt AG per Ende August. Er war viele Jahre lang als operativer Geschäftsführer sowie für das Marketing und Verkauf tätig. Nun will er eine Auszeit nehmen und eine lange Reise rund um den Globus antreten.

Was danach kommt? «Das weiss ich noch nicht. Wer mich kennt, der weiss aber, dass ich nie lange untätig bin. Ich habe Tausende Ideen im Kopf», sagt Nideröst auf Anfrage.

Sein Nachfolger in der Klimawatt AG heisst Heinz Sommer. Er arbeitete zuvor zehn Jahre lang in leitender Funktion Marketing & Verkauf im Bereich der Klimatechnik.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Geri Theiler zurück bei Bindella


Geri Theiler
Über zehn Jahre war er weg. Nicht gerade von der Bildfläche verschwunden – bei Baur au Lac Vins arbeitete Geri Theiler erst als Verkaufsleiter und zuletzt als stellvertretender Direktor schliesslich auch im Weinhandel –, aber eben doch nicht im Hause. Drum freuen sich die Bindella Unternehmungen, dass besagter Geri Theiler nun zurückgekehrt ist.

Bereits von 1997 bis 2001 hatte Theiler bei Bindella im Aussendienst gearbeitet. Seit Anfang Juni nun ist er neu als Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bindella Weinbau-Weinhandel AG tätig und als Primus inter pares für die Gesamtleitung des Weinbau-Weinhandels verantwortlich.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Der Club zur Hotellerie

Der Club im Schweizer Fernsehen wartete gestern mit einem für die Hotellerie spannenden Thema auf und stellte die Frage: «Ungastliche Schweiz?»

Zur Diskussion geladen waren:
Ariane Ehrart, CEO der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz;
Urs Kessler, CEO Jungfraubahnen;
Christian Laesser, Professor für Tourismus und Dienstleistungsmanagement an der Universität St. Gallen;
Josef Schirgi, Geschäftsführung Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis;
Walter Willimann, Coach für Restaurants und Hotelbetriebe sowie
Guglielmo Brentel, Präsident von «hotelleriesuisse».

Eine abschliessende Antwort auf die Frage, ob die Schweiz tatsächlich ungastlich ist, wurde gestern nicht gegeben. Das scheine halt nur so, hiess es. Und warum es so scheint, darüber wurde eingehender diskutiert: Der Schweizer sei ein Perfektionist, der an sich selber so hohe Ansprüche stelle, dass er dabei die Herzlichkeit verliere – war nur einer dieser vielen Erklärungsversuche.

Ein positiver Ansatz kam von Seiten «hotelleriesuisse»: Man müsse als Vorgesetzter seinen Angestellten ein Vorbild sein und ihnen anständige Arbeitsbedingungen ermöglichen – dann klappe es auch mit der Freundlichkeit.

Auch die Frage, warum die Gäste aus dem Ausland ihre Ferien nicht mehr so oft in Schweizer Hotels verbringen mögen, wurde nicht abschliessend geklärt. Zwei Aussagen waren aber spannend: Vielleicht war die Schweiz bisher erfolgsverwöhnt? Und: Vielleicht wissen wir gar nicht, was es heisst, zu kämpfen. Der Tenor war einheitlich: Wir müssen die Erwartungen der Gäste übertreffen und ihnen noch mehr bieten als zuvor!

Die Zukunft wurde von den Experten nicht rosa gezeichnet: Viele Hotels laufen bald Gefahr, nicht länger zu überleben. Dabei solle man sich aber nicht auf jene Betriebe konzentrieren, die es in den letzten Jahren verpasst haben zu investieren. Eine Selektion ist nicht immer schlecht. Vielmehr solle man sich dem Standort Schweiz widmen und zusehen, dass er künftig für die Touristen wieder attraktiv wird. Wie? Dafür wurde gestern keine Patentlösung, dafür der eine oder andere Denkanstoss gegeben.

Zum Club:
http://www.podcast.sf.tv/Podcasts/Club

Rico rettet die Schweizer Ehre


Rico Zandonella
Wir scrollen und scrollen und scrollen, der Blick haftet am Bildschirm, und die Augen scannen konzentriert, was da so kommt. Die üblichen Verdächtigen sind schnell entdeckt, das «Noma» in Kopenhagen zum Beispiel, dann auffallend viele französische Adressen, eine Menge Italiener, klar. Fast am Ende dann (wir waren knapp davor, aufzugeben): Switzerland. Uff! Rico Zandonella hat mit seinen Kunststuben in Küsnacht die helvetische Koch-Ehre im beinahe letzten Moment gerettet. Sein Lokal belegt in der soeben publizierten OAD-Rangliste der 100 besten Restaurants in Europa... Rang 91. Wir gratulieren.

OAD steht für Opinionated About Dining. Steve Plotnicki verwendet in seinem Projekt ein bemerkenswert aufwändiges Verfahren, um die Restaurants auf ihre Plätze zu verweisen. So basieren die Ergebnisse für die europäische Rangliste 2012 sage und schreibe auf über 70000 Bewertungen, die mehr als 3000 registrierte Teilnehmer der OAD-Umfrage abgeliefert haben. Die Rezensionen fallen dabei recht ausführlich aus: Das Rating stützt sich auf Erlebnisse und Meinungen von Gästen, die die von ihnen ausgewählten Restaurants detailliert beschreiben und begründen, warum sie dieses empfehlen.

Die Umfragen, auf denen die Rangierung beruht, sind öffentlich einsehbar, und zwar hier.

Und wie sieht das Fazit der ganzen Geschichte aus? Plotnicki selbst macht in der Auswertung der europäischen Rangliste (eine US-amerikanische gibt es selbstredend auch) einen augenfälligen Trend aus: «Fast die Hälfte der Restaurants, die es in unsere europäischen Top 100 geschafft haben, serviert moderne/progressive Gerichte. Das lässt auf eine veränderte Demografie und eine klare Präferenz der Essensgäste schliessen.»

Dienstag, 3. Juli 2012

Grünes Licht für Rezidor


Die Schweiz, Deutschland und Österreich hinken in Sachen Ökologie offenbar etwas hintennach.

So hat die internationale Hotelkette Rezidor vor einigen Tagen für 21 Häuser ihrer Marke Radisson Blu sowie 12 Park-Inn-Hotels in besagten Ländern das Öko-Siegel Green Key erhalten. So weit, so gut. Bemerkenswert indes finden wir die in diesem Zusammenhang erwähnte Tatsache, dass sämtliche Rezidor-Betriebe in Frankreich, der Türkei, Finnland, den Niederlanden, den baltischen Staaten und im Nahen Osten eben dieses Siegel bereits tragen.

Laut Willem Van der Zee, Area Vice President Central Europe bei Rezidor, verfügen nun alles in allem 7074 Zimmer über grüne Schlüssel. Green Key ist ein internationales Öko-Siegel für Hotels und in 28 Ländern vertreten. Seine Kriterien gehen über die gesetzlichen Umweltvorschriften der einzelnen Staaten hinaus.

Montag, 2. Juli 2012

Philippe Echenard verlässt die SV Group

Leitet die SV Group ad interim: Patrick Camele

Die Medienmitteilung tönt nüchtern, hat es aber in sich. Aufgrund unterschiedlicher strategischer Vorstellungen hat sich der Verwaltungsrat der SV Group per 30. Juni von seinem CEO Philippe Echenard getrennt. Zu Echenards Nachfolger ad interim wurde der Geschäftsführer der SV Group Schweiz, Patrick Camele, ernannt. Camele wird auch weiterhin das Schweizer Geschäft der SV Group leiten. Philippe Echenard stand dem Unternehmen seit dem 1. Januar 2010 vor.

Neu bei Goût Mieux

Hotel Idyll Gais (Bild: zVg)
Immer mehr Betriebe pflegen eine natürliche, saisonale sowie regionale Küche und tragen damit dazu bei, die Umwelt etwas sauberer zu halten. Das Label «Goût Mieux» berücksichtigt diese umweltgerechten Restaurants und zeichnet sie mit seinem bekannten Zeichen, der Gabel und dem Messer, aus.


Seit dem 1. Juli darf sich auch das Ferien- und Seminarhotel Idyll Gais zu den besonders nachhaltigen Betrieben zählen. Das Restaurant im Appenzellischen Gais mit 60 Innen- und 40 Gartensitzplätzen hat mindestens zwei Angebote auf der Karte, die den Richtlinien von Goût Mieux entsprechen.

Sorell Hotels schlucken weiteres Hotel

Das Hotel Aarauerhof liegt direkt beim Hauptbahnhof von Aarau.

Laut einer Medienmitteilung vom 29. Mai übernehmen die Sorell Hotels Switzerland das Hotel Aarauerhof in Aarau. Das Hotel Aarauerhof verfügt über 81 Zimmer, ein vielfältiges Seminarangebot sowie eine gepflegte Wellnessanlage. Zuvor wurde das Haus während acht Jahren von der Zürich-Hotels-Gruppe geführt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Kauf des «Aarauerhofs» umfasst die Sorell-Gruppe neu 14 Hotels, davon zwölf Stadt- und zwei Ferienhotels. Die Gruppe plant, auch in den kommenden Jahren durch Zukäufe neuer Hotels, etwa in Basel oder in der Westschweiz weiter zu wachsen. www.sorellhotels.com