Donnerstag, 29. November 2012

Gourmet Festival: Die Welt kocht in St. Moritz

Dass das nächste ein ganz besonderes St. Moritz Gourmet Festival werden dürfte, war zu erwarten – immerhin handelt es sich diesmal um die 20. Ausgabe des renommierten Anlasses. An der heutigen Medienkonferenz im Zürcher Hotel Baur au Lac fuhren die Organisatoren dann auch schwere Geschütze auf: Das Programm kann sich sehen lassen und umfasst neben den Auftritten der internationalen Spitzenköche und den bereits beliebten Rahmenevents verschiedene Jubiläumsanlässe. Das ganze Programm findet sich auf der heute aufgeschalteten Homepage.

Streng geheim war bis heute, welche Köche vom 28. Januar bis 1. Februar in St. Moritz aufkochen werden. Nun, das Geheimnis ist gelüftet. Die Gästeschar ist zweifelsohne illuster – und bringt in der Festivalwoche, wunderbar passend zum Jubiläumsjahr, total 20 Michelin-Sterne zusätzlich ins Engadin.

Aus Belgien reist Gert de Mangeleer (3 Michelin-Sterne, 18 Gault-Millau-Punkte) vom «Hertog Jan» in Sint-Michiels/Brügge an. Er ist bei Kurt Röösli im Hotel Waldhaus, Sils Maria, zu Gast.

Aus Deutschland beehrt die TV-Starköchin Cornelia Poletto, Inhaberin des Restaurants Gastronomie Cornelia Poletto, aus Hamburg die St. Moritzer Gourmetlandschaft. Sie kocht bei Salvatore Frequente im Carlton Hotel. Der mit 3 Michelin-Sternen, 19,5 Gault-Millau-Punkten und 4 Hauben dekorierte Klaus Erfort vom GästeHaus Klaus Erfort in Saarbrücken indes ist bei Markus Rose, Hotel Giardino Mountain, zu Gast.

Aus Frankreich kommt Alain Solivérès (2 Michelin-Sterne) aus dem Restaurant Taillevent in Paris. Gemeinsam mit Hans Nussbaumer vom Kulm Hotel St. Moritz verwöhnt er die Festivalgäste. Auch Jean-Georges Klein stammt aus Frankreich. Der mit 3 Michelin-Sternen sowie 18 Gault-Millau-Punkten und 4 Hauben ausgezeichnete Meisterkoch vom «L’Arnsbourg» in Baerenthal ist bei Bernd Ackermann im Suvretta House zu Gast.

Aus Hongkong reist Alvin Leung an. Er ist mit 2 Michelin-Sternen dotiert und im «Bo Innovation» tätig. In St. Moritz residiert er in der Küche von Michel Dome im Hotel Schweizerhof St. Moritz.

Aus Italien gastiert der mit 3 Michelin-Sternen bedachte Massimo Bottura von der Osteria Francescana in Modena in St. Moritz. Seine Kreationen gibt es bei Mauro Taufer im Badrutt’s Palace Hotel.

Aus Portugal kommt Dieter Koschina (2 Michelin-Sterne) vom als bestes Restaurant des Landes ausgezeichneten «Vila Joya» in Albufeira. Er kocht gemeinsam mit Bernd Schützelhofer im Grand Hotel Kronenhof.

Aus den USA reist Markus Glocker an. Der mit 2 Michelin-Sternen dekorierte Koch vom «Gordon Ramsay at The London» in New York ist bei Mattias Rook im Kempinski Grand Hotel des Bains zu Gast.

Gert de Mangeleer

Cornelia Poletto

Klaus Erfort

Alain Solivérès
Jean-Georges Klein
Alvin Leung
Massimo Bottura
Dieter Koschina
Markus Glocker

Dienstag, 27. November 2012

Westschweizer Cash&Carry eröffnet neuen Standort in Schlieren


Aligro Schlieren


Die Westschweizer Aligro-Gruppe lud heute zur Eröffnung ihres neuen Grossmarkts in Schlieren ein. Dort bietet Aligro ab sofort rund 20 000 Artikel an mit dem lockenden Argument, rund 20 Prozent billiger zu sein als «die andern». Die Produkte stammen fast ausschliesslich von Schweizer Lieferanten und sollen nicht nur an die Profis und Grossverbraucher gebracht werden, sondern ebenso an die Feinschmecker. Die offizielle Eröffnung ist morgen, Mittwoch, 28. November, ab 6 Uhr.

Aligro wurde 1923 in Morges gegründet und wird heute in der dritten Generation der Familie Demaurex geführt. Bisher fokussierte sich die Gruppe auf die Westschweiz, mit der Eröffnung des Grossmarkts in Schlieren vollzieht der Cash&Carry den ersten Schritt in die Deutschschweiz.

Die Frage, warum ausgerechnet Schlieren als neuer Standort ausgewählt wurde, beantwortet Aligro in ihrer Medienmitteilung gleich selber: «Der Kanton Zürich ist wirtschaftlich gesehen interessant und leicht zugänglich.» Bereits vor zehn Jahren habe das Unternehmen eine Marktstudie durchgeführt. «Die daraus gezogenen Schlüsse haben uns dazu ermutigt, den ersten Markt in der Deutschschweiz zu eröffnen», heisst es weiter.

Für das neue Gebäude in Schlieren mit einer Bodenfläche von 10 400 Quadratmetern investierte Aligro insgesamt 30 Millionen Franken. Der Neubau wurde nach den aktuellen Umweltnormen realisiert, will heissen, es wurden unter anderem  Fassaden- und Fensterisolierungen und Wärmepumpen verbaut.

Dienstag, 20. November 2012

Best of Swiss Gastro Awards 2013




Gestern fand in den Eventräumen des Zürcher Güterbahnhofs die Verleihung der Best of Swiss Gastro Awards 2013 statt. Dabei traf sich das Who is Who der Branche zu einem rauschenden Fest. Die Award-Organisatoren haben sich auch dieses Jahr nicht lumpen lassen und schöpften aus dem Vollen. Moderiert wurde der Anlass von Melanie Winiger. Verköstigt wurden die rund 600 Gäste von zwei verschiedenen Caterings, das Restaurant Hiltl sorgte für vegetarische Höhepunkte und das «dine&shine» beglückte die Karnivoren.

Während des Abends wurden insgesamt zehn Awards vergeben. Einer in jeder der neun Kategorien sowie ein Award für den «Master of Best of Swiss Gastro», sprich den Gewinner über alle Kategorien.

Die Gewinner der Best of Swiss Gastro Awards 2013

The Steakhouse, Lachen (Kategorie Trend und Master)
Rosaly’s Restaurant & Bar, Zürich (Kategorie Classic)
67 Sixtyseven Sportsbar, Zug (Kategorie Activity)
Gourmet Schlössli Utenberg, Luzern (Kategorie Gourmet)
Boilerroom, Winterthur (Kategorie Bar&Nightlife)
Wurst&Moritz, Zürich (Kategorie On the Move)
Noerd Kantine, Zürich (Kategorie Business&Care)
Einstein Kaffee, Bern (Kategorie Coffee)
Hotel frutt lodge & Spa, Melchsee-Frutt (Kategie Outdoor)

Sternenregen 2013

Bild: zVg
 


In der Schweiz sind erstmals 100 Betriebe mit Michelin-Sternen ausgezeichnet worden. Das sei eine Rekordzahl, die das hohe Niveau der schweizerischen Gastronomie belege, schreibt der Guide Michelin in der heutigen Medienmitteilung.

Die neuste Ausgabe des Gourmet-Führers bestätigt die beiden bisherigen Drei-Sterne-Restaurants: das «Schauenstein» in Fürstenau sowie das «Hôtel de Ville» in Crissier. Küchenchef Benoît Violier habe das Haus in Crissier auf höchstem gastronomischen Niveau halten können, nachdem er im vergangenen April das Restaurant vom Spitzenkoch Philippe Rochat übernommen hatte, begründen die Michelin-Tester die hohe Auszeichnung.

Über einen zweiten Stern können sich dieses Jahr Tanja Grandits und Rolf Fliegauf freuen. Die Küchenchefin vom Restaurant Stucki in Basel hat die Tester mit ihrer Aromenküche überzeugt und gesellt sich damit neben Anne-Sophie Pic als zweite Frau zu den Zwei-Sterne-Köchen der Schweiz. Rolf Fliegauf war bisher im Restaurant Ecco in Ascona, wo er während der Sommersaison tätig ist, mit zwei Sternen dotiert. Nun wurde er auch im «Ecco on Snow» in Sankt Moritz, welches nur während der Wintersaison geöffnet ist, mit zwei Sternen belohnt. 

Neun Schweizer Restaurants erhalten in diesem Jahr neu einen Stern:
Basel: «Bel Etage» und «Matisse»
Villarepos: «L’Auberge de la Croix Blanche»
St.Moritz/Champfèr: «Talvo By Dalsass»
Hergiswil: «Seerestaurant»
Morges: «Le Petit Manoir»
Vevey: «Le Restaurant»
Zermatt: «Heimberg»
Zürich: «Clouds»

Im Guide Michelin 2013 sind insgesamt zwei Betriebe mit drei Sternen, 18 Betriebe mit zwei Sternen und 80 Betriebe mit einem Stern verzeichnet.


Donnerstag, 15. November 2012

Howeg und Prodega/Growa beschliessen gemeinsame Strategie




Die beiden Marktführer im Schweizer Abhol- und Belieferungsgrosshandel, Prodega/Growa Cash+Carry und Howeg, verfolgen ab 2013 eine gemeinsame Strategie. Diese sieht vor, dass die Howeg schweizweit acht neue Regionallager baut und diese direkt  an einen bestehenden Markt der Prodega/Growa angliedert. Neu sollen die Kunden der Howeg von diesen Regionallagern aus beliefert werden. Die ersten vier Regionallager entstehen in Quartino, Satigny-Genf, Chur und Neuendorf und sollen Ende 2013 betriebsbereit sein. Im Mai 2013 wird in Satigny-Genf zudem ein neuer Abholmarkt der Prodega/Growa eröffnet.

Von der gemeinsamen Strategie profitiert vor allem die Howeg. Das Sortiment der Howeg wird neu bis zu 30000 Artikel enthalten, dazu gehören Frischprodukte wie Früchte, Gemüse, aber auch Fleisch-, Fisch-, oder Molkereiprodukte. Durch die Angliederung an die regionalen Prodega/Growa-Märkte wird Howeg seinen Kunden zudem mit regionalen Spezialitäten versorgen können, was bis anhin, mit dem zentralen Lager in Winterthur, nicht möglich war. Die Marken Prodega/Growa und Howeg werden trotz des Zusammenschlusses weiterhin eigenständig auftreten. Geführt wird das Unternehmen von den beiden bisherigen Geschäftsführern Daniel Böhny und Philipp Dautzenberg gemeinsam. Der Howeg-Hauptsitz sowie das bisherige Zentrallager der Howeg in Winterthur werden geschlossen. Gleichzeitig wird per 2015 ein Regionallager bei der heutigen Growa in Winterthur eröffnet. Es ist kein Stellenabbau geplant. Die betroffenen Mitarbeiter wurden heute morgen informiert, ihnen werden alternative Lösungen innerhalb der Transgourmet Schweiz AG oder in der Coop Gruppe angeboten.

Robe-Backwaren spart Energie


Ende November soll das Verwaltungsgebäude fertig saniert sein.
Seit einiger Zeit schon ist die Robe-Backwaren AG im bernischen Oberburg damit beschäftigt, ihr Gebäude umfassend zu sanieren – und in Sachen Energiesparmassnahmen auf den neusten Stand zu bringen. Die Tochtergesellschaft der auf Tiefkühlbackwaren spezialisierten Romer's Hausbäckerei in Benken, St. Gallen, produziert vor allem Torten, Grossbrote, Butterzöpfe und Laugengebäck fürs Mutterhaus und beschäftigt 70 Mitarbeiter. Nachdem die erste Bauetappe im letzten August fertiggestellt und in diesem Rahmen eine neue Wärmerückgewinnungsanlage in Betrieb genommen wurde, soll Ende November nun die zweite Tranche der Bauarbeiten ein Ende finden.

Herzstück der Wärmerückgewinnung ist ein Energiespeicher, der 76000 Liter fasst und 15 Meter hoch ist. Dank neuen Öfen kann die Firma nicht mehr nur die Tiefkühlaggregate an die Anlage anschliessen, sondern auch die Abwärme verwerten. Die nicht genutzte Wärmeenergie der Tiefkühlaggregate und Backöfen erhitzt das Wasser im Energiespeicher, woraufhin das aufgewärmte Wasser die Heizung speist sowie für warmes Wasser aus dem Hahn sorgt. Dank der Neuerung konnten Energieverbrauch und Nebenkosten deutlich gesenkt werden. Die zweite Bauetappe beinhaltet eine umfassende Sanierung des Verwaltungsgebäudes: Neben der Gebäudeisolation wird die gesamte Wärmetechnik erneuert, zudem gibt es eine neue Kantine sowie einen modernen Aufenthaltsraum.

Für die erste und zweite Bauetappe hat die Grossbäckerei vier Millionen Fragen investiert – wovon gemäss Medienmitteilung «ein beachtlicher Teil» in den Umweltschutz floss. Weitere Bauprojekte seien für die kommenden zwei Jahre in der Pipeline. So sind ein zusätzliches Stockwerk, die damit einhergehende Erneuerung des Dachs sowie der Ausbau des Fabrikationsgebäude geplant.

Mittwoch, 14. November 2012

Hier tagt man klimaneutral

Das Sorell Hotel Ador in Bern hat unlängst drei neue Meetingräume eröffnet. Neckisch: Sie hören auf die klingenden Namen «Dreifuss», «Leuenberger 1» und «Leuenberger 2» – und reihen sich damit in die illustre Raumgemeinschaft ein, zu der bereits «Villiger», «Gnägi» oder «Honegger» gehören.

Insgesamt verfügt das Hotel nun über 17 flexible Seminarräume, die Platz für bis zu 350 Personen bieten. Bei allen Meetingräumen setzt das Sorell Hotel Ador auf die stromsparende LED-Technologie sowie eine zentrale Stromabschaltung, die Standby-Stromverbräuche vermeidet.

Doch damit nicht des ökologischen Bewusstseins genug: Der hoteleigene CO2-Eventrechner auf der Sorell-Homepage macht es nämlich möglich, dass sämtliche Veranstaltungen klimaneutral durchgeführt werden können. So funktionierts: Das Programm berechnet den CO2-Ausstoss für jedes Seminar – und auf Wunsch kann die so kalkulierte Menge dann kompensiert werden.

Wo es am schönsten ist: Hotel Schweizerhof Bern

Es ist eine Tatsache: Seit das Hotel Schweizerhof Bern im Juni 2011 seine Tore wieder öffnete, jagt eine gute Nachricht die andere. Erst wird das Traditionshaus in die weltweite Allianz der Leading Hotels of the World aufgenommen (wir berichteten), dann folgt die Mitgliedschaft bei den Leading Spas of the World (wir berichteten ebenfalls) – und vor kurzem hat die Innenausstattung des Luxusbetriebs auch noch den European Award Best Hotel Interior 2012 erhalten.

Will heissen: Die Inneneinrichtung des 5-Sterne Superior Hotels wurde gerade zur schönsten in ganz Europa gekürt.

Da herrscht Freude. Auch bei Maria Vafiadis, ihres Zeichens Besitzerin von MKV Design in London und verantwortlich für die preisgekrönte Gestaltung in Bern. Tatsächlich kombinierte sie im Rahmen der grossen Renovierung im «Schweizerhof» die historischen Elemente geschickt mit Design und hochwertigen Materialien.

Dienstag, 13. November 2012

Die Schokoladenrevolution rollt weiter

Kulinarische Experimente: Tilo Hühn und Gabriele Batlogg (Foto: Carl Knobel)

Über das komplett neue Herstellungsverfahren für Schokolade,das die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erfunden hat, berichteten wir bereits (ganzer Artikel im Archiv, Ausgabe 5). Auch wiesen wir darauf hin, dass das Tüftlerteam rund um Tilo Hühn vom Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation nach Gastroprofis sucht, um Feedbacks zu erhalten, wie die Produkte daraus in der Praxis einsetzbar sind.

Gestern nun war es so weit: In der Angelfood Cooking Lounge an der Zürcher Stadtgrenze versammelte sich ein illustres Grüppchen von rund 30 Leuten, um sich mit dem neuen Verfahren zu befassen. Die Stimmung war ungezwungen, der theoretische Teil hielt sich in Grenzen. Deshalb auch an dieser Stelle nur ein kurzer Abriss zur kleinen Schoggirevolution aus Wädenswil: Weil bei der Methode, die sich an jener für kaltgepresstes Olivenöl orientiert, deutlich tiefere Temperaturen eingesetzt werden als üblich und die Kakaobohnen mittels Dekanter erst einmal in ihre verschiedenen Komponenten aufgeteilt werden (sprich: Fest-, Fett- und Wasserphase), können bis zu 200 Prozent mehr der Aromastoffe aus der natürlichen Frucht in die Schokolade gerettet werden. Nur schon besagte Komponenten, vollaromatisch wie sie sind und mit ihren verschiedenen Konsistenzen und Intensitäten, bergen für die Küche allerdings grosses Potenzial. Und eben dieses wurde nun eingehend geprüft. Lebensmittel standen in Hülle und Fülle zur Verfügung, dazu feste und flüssige Couverturen, Kakaopulver, -butter sowie die durchsichtige, reine Aromaessenz.

Was innert Kürze rund um die Kochinsel herum entstand, übertraf wohl alle Erwartungen. Inspiriert wurde degustiert, gefachsimpelt und der Kochlöffel geschwungen. Gabriele Batlogg beispielsweise, Inhaberin einer privaten Kochschule in Schwyz, schnappte sich umgehend ein paar Jakobsmuscheln, um diese in der vollaromatischen Kakaobutter anzubraten und mit Orangen sowie einem Rahmsösschen, etwas Safran, einem Hauch Vanille, der Kakaoessenz sowie etwas Ingwer zu vermählen. «Ein total spannendes Konzept mit diesen Komponenten», befand sie. «Vor allem die farblose Essenz. Denn wenn man sonst mit Schokolade arbeitete, prägt das zwingend auch die Farbe der Speise.» 

Überhaupt fand die Essenz Anklang, gerade ihrer Durchsichtigkeit wegen – und der Möglichkeiten, die sich für die Spitzengastronomie daraus ergeben. «Man muss damit jedoch vorsichtig umgehen», fand Urs Peter vom Vorstand des Schweizer Kochverbands heraus. Er hatte Steinpilz und Mandarine in Kakaobutter gewendet und eine Sauce Hollandaise aus Butter und Essenz gezaubert. «Die Essenz kommt mit dem Erhitzen noch stärker, als ich erwartete», sagte er. Und zeigte sich grundsätzlich begeistert von den ZHAW-Komponenten. «Ein guter Ansatz.»

Das fand auch Simon Moser, Souschef in der «Sonne» in Scheunenberg und Freund sowie Kochexperimentierpartner von Molekularprofi Rolf Caviezel. «Die Produkte entsprechen dem Trend hin zum Ursprung des Geschmacks. Ich hoffe, dass sie so unverfälscht bleiben.» Mosers Crevetten mit einer Vinaigrette aus der Kakaoessenz und einer Guacamole mit der Schale der rohen Kakaobohnen – «super Crunchy-Effekt» – fanden gestern begeisterte Anhänger. Genau wie die Schokolade, die Backshop.ch-Inhaber Marc Délitroz kreierte. Aus der ZHWA-Kakaobutter und dem Polyphenolpulver sowie Karotten, Chili und etwas Meersalz zauberte er eine wahre Geschmacksexplosion.

Am Ende des Workshops gab es vor allem eins: zufriedene Gesichter. «Das Ganze ist ein Experiment und wir müssen uns beweisen, das ist klar», zog Hühn ein erstes Fazit. «Wir wussten nicht, wie es werden würde, und sind sehr glücklich darüber, wie es gelaufen ist. Grosses Kino.»

Die Gespräche mit der Industrie indes laufen weiter. Ein Entscheid, wie es mit dem neuen Verfahren weitergehen wird, soll in den nächsten Monaten fallen. Bleibt zu hoffen, dass es nicht in irgendeiner Schublade verschwindet. Denn seit gestern ist klar: Die vollaromatischen Schoggikomponenten bergen für die Gastronomie grosses Potenzial.

Hotel-Ranking: Hier gibts fürs Geld am meisten

Basel: In der Schweiz wird das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Hotellerie hier am besten bewertet.

Basel ist top – so viel schon mal vorweg. Unter die besten 20 Metropolen international hat es die Schweizer Rheinstadt im aktuellen Ranking des Online-Hotelreservierungsportals www.hotel.info allerdings auch nicht geschafft.

Im Fokus der Erhebung stand das Preis-Leistungs-Verhältnis. Bewertet wurden die Städte – beziehungsweise deren Hotels – von den über fünf Millionen Buchungskunden des Reservierungsservices, der weltweit über 210000 Hotels listet. Bis zu jeweils zehn Punkte können die Gäste nach ihrer Abreise für verschiedene Kriterien vergeben.

Spitzenreiter in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ist laut der aktuellen Auswertung die Stadt Prag, die mit 7,98 bewertet wurde – dicht gefolgt von Lissabon mit 7,95 Punkten sowie Tallinn mit 7,92 Punkten. Lissabon ist im internationalen Vergleich an der Spitze der Exote schlechthin, sind die Top 10 doch fast ausschliesslich mit osteuropäischen Städten besetzt.

In der Schweiz schaffte es Basel, sich die Goldmedaille zu sichern, allerdings mit «nur» 6,88 Punkten. Einen Podestplatz erreichten ebenfalls Zürich (mit 6,43 Punkten) und Bern (mit 6,40 Punkten). Die Westschweiz ist auf den Rängen vier und fünf vertreten: Lausanne erreichte einen Schnitt von 6,37 Punkten, Genf einen von 6,12 Punkten.

Mobiles Menü


Mit «Mobile Menu», dem mobilen Menüplan fürs Smartphone, will die SV Group in der Schweiz den Gästen das Leben erleichtern. In der Tat ist es ganz einfach: Ein Touch genügt, und schon hat man die Menüs, Öffnungszeiten, Adressen und Angebote der verschiedenen Personalrestaurants und Mensen auf dem Display. Unter «Aktuelles» finden sich die jeweiligen Aktionen, ausserdem lassen sich die Angebote der verschiedenen Restaurants spielend vergleichen. Für iPhone-Benutzer ist «Mobile Menu» kostenlos als App erhältlich, alle anderen Smartphonebenutzer finden die mobile Webseite über den Browser.

Montag, 12. November 2012

Krone fürs «Einstein»

Das Hotel Einstein St. Gallen bekommt die Krone aufgesetzt. Es darf sich seit kurzem nämlich ein 4-Sterne Superior Hotel nennen. Die Hotelleriesuisse hat dem Haus nach ihrer letzten Überprüfung die neue Klassifizierung ausgestellt – und es damit, so formuliert es die Marketingabteilung selbstbewusst, zum «ganz offiziell besten Privathotel der Destination St.Gallen-Bodensee» gemacht.

Das Hotel Einstein entstand vor rund 30 Jahren in einer ehemaligen Textilwerkstätte. Es verfügt über 213 Betten in 113 Zimmern, zwei Restaurants, eine Bar, ein Kongresszentrum und einen Fitnesspark mit Wellnessbereich.


Jura eröffnet in Zürich den ersten Laden


Wer in letzter Zeit durch die Stockerstrasse in Zürich schlenderte, staunte unter Umständen nicht schlecht. Dort (im Haus Nummer 46) gibt es seit kurzem nämlich den weltweit ersten Store der Firma Jura.

Der markeneigene Laden soll den Auftakt einer neuen Strategie bilden. Immerhin kündigt das Unternehmen bei dieser Gelegenheit gleich an, auf Expansion zu setzen und weltweit Jura-Stores eröffnen zu wollen. «In absehbarer Zeit», so stehts geschrieben, seien drei bis vier weitere Standorte in Genf, Bern und Basel sowie in der Ost- und Innerschweiz geplant. Ausserhalb der Landesgrenzen sollen im kommenden Jahr 20 bis 30 Stores entstehen.

An der Stockerstrasse steht nun also der erste Laden seiner Art. Er bietet die vollständige markeneigene Produktpalette an Kaffeevollautomaten und lockt – wie könnte es anders sein? – mit einer Café-Ecke.

Freitag, 9. November 2012

TopCC: Die Nummer elf steht in Kriens


Eineinhalb Jahre wurde gebaut, vor kurzem dann war es so weit: TopCC hat in Kriens die elfte Filiale eröffnet. Damit wolle man die Position in der Zentralschweiz stärken, lässt Thomas Weilenmann, Verwaltungsratsdelegierter des Grossverbraucher-Abholmarktes, verlauten. TopCC eröffnete 2011 bereits je einen Markt in Rothrist und Sihlbrugg. Für die Filiale in Kriens, die unter der Leitung von Tobias Thaler steht, wurden 25 Millionen Franken investiert und 35 lokale Arbeitsplätze geschaffen.

Und gleich noch ein paar Fakten: Der TopCC in Kriens mit grosszügigem Frische- und Food-Markt, Nonfood-Sortiment, Wein- und Spirituosenangebot sowie der für die Kette obligaten Bedienungsmetzergei umfasst zwei Stockwerke mit über 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche und hat 33000 Artikel im Angebot, wovon 2000 im Grossmengenpreis erhältlich sind und deren 300 zur Dauertiefpreis-Discountlinie gehören.

Der TopCC in Kriens wurde mit energiesparender Technik ausgestattet und entspricht dem Minergie-Standard.


Donnerstag, 8. November 2012

Caminada: Fünf Löffel, ein Magazin – und viel Ehre


Andreas Caminada und Sandro Steingruber beschreiten neue Wege.
Caminada macht aber auch sonst eifrig von sich reden.
Dass Sternekoch Andreas Caminada von sich reden macht, das sind wir uns ja gewöhnt. Zuletzt war es die Meldung, dass der hochdekorierte «Schauenstein»-Küchenchef mit Kollege Sandro Steingruber und dem gemeinsamen «Acasa Catering» neue Wege – beziehungsweise einen weiteren Weg – beschreitet.

Nun erreicht uns die Nachricht, dass der 35-jährige Bündner zum «Spitzenkoch des Jahres 2013» gekürt wurde; in Berlin, zusammen mit 26 anderen internationalen Gourmetköchen. Caminada ist indes der einzige Schweizer, der den Testern des renommierten europäischen Restaurantführers «Schlemmer Atlas» diesmal die Höchstbewertung entlocken konnte.

Was heisst das? Der Edel-Gastronom ist damit auch der einzige Schweizer, der derzeit in allen internationalen Restaurant- und Gastroführern die höchste Bewertung erhalten hat. Man zähle: drei Michelin-Sterne, 19 Gault-Millau-Punkte, fünf Gabeln im Bertelsmann Guide – und jetzt eben auch fünf Schlemmer-Atlas-Kochlöffel.

Damit aber nicht genug der Ehre. Mitte Oktober wurde Caminada vom Magazin «Graubünden Exclusiv» nämlich auch noch zum «Bündner des Jahres» gewählt. Er verwies vier weitere Nominierte auf die hinteren Ränge.

Last but not least kündigt Caminada an, am 10. Dezember ein eigenes Magazin zu veröffentlichen. Unter dem Titel «Caminada» (!) können seine Fans künftig zweimal im Jahr in die Welt des Spitzenkochs eintauchen. Rezepte und Reportagen sollen einen Einblick in die Geheimnisse seiner Kochkunst bewähren.

SV Group und WWF spannen zusammen


Weniger ist mehr: Thomas Vellacott, CEO von WWF Schweiz, und Patrick Camele CEO der SV (Schweiz) AG, unterschreiben für die gute Sache.


«ONE TWO WE» – so heisst das Programm für eine klimafreundliche Personalgastronomie, das die SV Group in der Schweiz mit dem nationalen WWF und gemeinsam mit interessierten Auftraggebern ab 2013 umsetzen möchte. Das Motto: Klimaschutz beginnt auf dem Teller.

Zusammen mit Lieferanten, Kunden und Gästen will die SV Group den CO2-Fussabdruck verkleinern. Dafür ist sie der WWF Climate Group beigetreten und lanciert eben dieses Programm, dessen Kernziele eingängig sind: weniger Flugwaren, weniger Produkte aus fossil beheizten Gewächshäusern, weniger Fleisch, weniger Energieverbrauch, weniger Abfall.

Für die Umsetzung wurden in den vier Umweltfeldern Angebot, Beschaffung, Betrieb und Logistik Umweltstandards auf wissenschaftlicher Basis definiert. Wer ins Programm einsteigt, bei dem wird in jedem Bereich der Status quo erhoben und bewertet. Pro Restaurant oder Mensa gibt es anschliessend einen individuellen Nachhaltigkeitsplan mit Leitlinien, Firmenwerten und Massnahmen. Kurz gesagt: Von Experten konfektionierte Lösungen werden nach dem Baukastenprinzip für jeden Betrieb individuell kombiniert. Ziel sind 20 Prozent CO2-Reduktion ab 2015. Weiter beabsichtigt die SV Group, dass das Programm bis dahin in 100 Betrieben umgesetzt wird.

Wer sich für das klimaschonende Konzept interessiert, findet hier alle Infos dazu.