Donnerstag, 31. Januar 2013

Bocuse d'Or: Der Franzose gewinnt – der Schweizer ist zufrieden

Vertrat die Schweiz: Teo Chiaravalloti
Ein überaus sympathischer Rückruf ging soeben bei uns auf der Redaktion ein. Am anderen Ende der Leitung plauderte Teo Chiaravalloti vom Hotel Villa Principe Leopoldo in Lugano aus dem Nähkästchen. Fast schon verzweifelt – aber wirklich nur fast – hatten wir heute versucht, ihn zu erreichen, um zu erfahren, welchen Platz der Sous-Chef denn nun eigentlich beim Bocuse d'Or belegt hatte. Jetzt wissen wir: Der 13. Rang ists geworden. «Ich habe alles gegeben», sagte Chiaravalloti. «Und ich bin mit der Leistung unseres Teams wirklich sehr zufrieden.» Später: «Wissen Sie, es passiert nicht jeden Tag, dass man der 13.-beste Koch der Welt ist.» Wir gratulieren an dieser Stelle denn auch gern noch einmal.

Der von Küchenlegende Paul Bocuse lancierte internationale Kochwettbewerb ging gestern und vorgestern in Lyon über die Bühne, und Chiaravalloti kämpfte gegen 23 weitere Finalisten aus aller Welt für die Schweiz um eine der begehrten Statuen. Fünfeinhalb Stunden lang buhlten sie alle um die Gunst der Jury; gefordert waren ein Fleisch- und ein Fischgericht mit irischem Rindfleisch, blauem Hummer sowie Steinbutt.

Am Ende gewann der Franzose: Thibaut Ruggieri vom «Maison Lenôtre» in der Nähe von Paris sorgte unter anderem mit einer Steinbutt-Kreation mit Kräutertee-Perlen und gefüllten Kroketten dafür, dass die Goldstatue daheim bleiben und Frankreich seine Vormachtstellung als beste Kochnation der Welt ausbauen konnte. Immerhin: Sieben Mal kamen in bis dato 14 Austragungen in Lyon französische Köche auf den ersten Platz. 

Auf dem zweiten Platz landete ein weiterer üblicher Verdächtiger, wenn es ums Podest bei internationalen Kochwettbewerben geht: Dänemark. Jeppe Foldager sicherte sich Silber. Die Überraschung folgte dann auf dem dritten Rang, den der Japaner Noriyuki Hamada belegte. Erst zum zweiten Mal in der immerhin 26-jährigen Geschichte des Wettbewerbs schaffte es eine nicht-europäische Nation aufs Podest.

Grund zur Freude: Thibaut Ruggieri holte den Bocuse d'Or

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