Dienstag, 26. März 2013

Nachtrag zum Fall Kuster






Die Nachricht vom urplötzlichen Abtritt von Gastrosuisse-Direktor Bernhard Kuster hat uns keine Ruhe gelassen – insbesondere weil unsere Nachfragen erst einmal abgewimmelt wurden. Nun denn: Folgendes war seit der Publikation der Gastrosuisse-Medienmitteilung um 11.07 Uhr heute morgen dann doch noch in Erfahrung zu bringen.

Die Kündigung hat Bernhard Kuster gestern erst eingereicht – und um eine sofortige Freistellung gebeten. Der Vorstand von Gastrosuisse hat Kusters Bitte entsprochen, der Verband wird bis auf Weiteres von dem stellvertretenden Direktor Hannes Jaisli geleitet.  Das Personal von Gastrosuisse wurde heute morgen zeitgleich mit der Veröffentlichung der Medienmitteilung und mit dem gleichen, sehr knappen Informationsgehalt über die Lage informiert.

Sämtliche Parteien haben laut Verbandspräsident Klaus Künzli Stillschweigen vereinbart. Die Medienstelle von Gastrosuisse beantwortet – wie so oft – keine weiterführenden Fragen. Der doch sehr rasche Abgang wirft natürlich Fragen auf. Es ist bei Gastrosuisse der bereits zweite Wechsel an der Führungsspitze seit 2009. Insider berichten jedoch, dass die Ausgangslage bei den Personalien Anton Schmutz und dessen Nachfolger Kuster unterschiedlich gelegen sei.

Schmutz hat auch für Aussenstehende während seiner kurzen Amtszeit immer als Fremdkörper gewirkt, er wurde 2011 vom Vorstand entlassen. Kuster hingegen war seit 2007 für die Gastrosuisse tätig und profilierte sich vor allem durch seine Kenntnisse in der Wirtschaftspolitik. Mit Vehemenz hat er sich jeweils für die Anliegen des Verbandes eingesetzt. Kusters Kündigung, verbunden mit der von ihm gewünschten Freistellung, deutet auf einen Konflikt mit dem Führungszirkel der Gastrosuisse zumindest hin. Zitieren lässt sich zum diesem Thema zurzeit allerdings niemand.

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