Freitag, 20. Februar 2015

Foodporn




Foto: neirfy - Fotolia


Die Kollegen des Tagesanzeigers haben gestern einen gelungenen Artikel zum Thema Foodporn publiziert. Was tun, wenn die Gäste plötzlich das Stativ auspacken, auf den Stuhl stehen und das Amuse-Bouche aus der Vogelperspektive ablichten, um dieses dann schnurstracks per Twitter zu verbreiten? Heston Blumenthal hat in seinem mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant Fat Duck ein Blitzverbot erlassen. Wer sich nicht daran hält, fliegt raus. Etwas weniger eng sehen das hiesige Gourmetköche. Es komme zwar vor, dass Essen fotografiert werde, auf den Stuhl sei dabei allerdings noch nie jemand gestanden, sagt Vanessa Flack, PR-Verantwortliche des Dolder Grand gegenüber dem Tagesanzeiger. Auch im Restaurant Mesa versucht man das Thema mit Fingerspitzengefühl anzupacken. Laut Mesa Restaurantleiter Reinhard Mayrböck zücken rund 50 Prozent der Gäste das Smartphone, sobald ein neuer Teller an den Tisch gebracht wird. Diese Art von Kommunikation sei natürlich auch eine Form von Werbung für das Restaurant. Der Einsatz von Blitz werde allerdings auch im Mesa nicht toleriert.

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