Donnerstag, 18. Juni 2015

Airbnb: Hotellerie und Gastronomie fordern gleich lange Spiesse

Die Vertreter der Gastro- und Hotelverbände
Am diesjährigen Spitzentreffen der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände in Bad Ragaz war das Phänomen «sharing economy» ein zentrales Thema. «Gerade im Tourismus machen die Herausforderungen an der Ländergrenze nicht halt», heisst es in einer Medienmitteilung. Unablässig entstehen neue Angebote. Anlass zu engagierten Diskussionen gaben insbesondere private Onlineanbieter wie Airbnb. Die deutschsprachigen Branchenverbände waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht; der Ruf nach gleich langen Spiessen im Wettbewerb sei laut. Verlangt wird insbesondere, dass alle Angebote, die professionell vermarktet werden, zu registrieren sind. Im Sinne der Gleichbehandlung wird weiter gefordert, dass bezüglich Sicherheit, Hygiene und Abgaben die gleichen Auflagen erfüllt werden müssen, wie es für herkömmliche Anbieter der Fall ist.

Diskutiert wurde auch über das Lebensmittelzeichnungsrecht. Dieses wird seit Mitte Dezember in der EU durch die europäische Lebensmittelinformations-Verordnung vereinheitlicht. Zu reden gab insbesondere die Verpflichtung im Bereich der Allergeninformation. Wie den verschiedenen  Länderberichten deutlich zu entnehmen war, erfolgt die Umsetzung sehr unterschiedlich und erfordert einen unverhältnismässigen administrativen Aufwand. Nach eingehender Debatte waren sich die Branchenverbände einig: Sinnvoll und praktikabel sei die mündliche Information, wobei auf eine ausführliche Dokumentation zu verzichten sei. In der Absicht, praxistaugliche Lösungen zu finden, nutzten die Spitzenvertreter der Branchenverbände ihr Treffen, um Lösungsansätze und Ideen auszutauschen.

Am diesjährigen Treffen waren Gastrosuisse und Hotelleriesuisse die Gastgeber. Gegen 30 Spitzenverteter der Verbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, dem Südtirol und der Schweiz trafen sich zum jährlichen Austausch über die Schwerpunkte ihrer Verbandsaktivitäten.

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