Mittwoch, 8. Juli 2015

Philippe Rochat bei Velotour gestorben

Der Westschweizer Sternekoch Philippe Rochat ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Wie verschiedene Schweizer Medien berichten, erlag er auf einer Velotour einem Schwächeanfall. Rochat sei heute Mittwochmorgen auf dem Rad mit zwei weiteren Velofahrern in Cheseaux-sur-Lausanne im Kanton Waadt unterwegs gewesen, sagt Jean-Christophe Sauterel, Mediensprecher der Kantonspolizei Waadt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Schweizer Gastronomie verliert damit einen ihrer wichtigsten Vertreter: Rochat hat die Branche über Jahrzehnte stark geprägt – und zwar über die Landesgrenzen hinaus. Von Grossmeister Frédy Girardet persönlich übernahm er 1996 das renommierte Restaurant de L'Hôtel de Ville in Crissier, das er bis 2002 führte und das auch heute noch zu den besten Häusern der Schweiz zählt. Rochat erkochte sich drei Michelin-Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte. Erst 2012 übergab er sein Restaurant definitiv an seinen Nachfolger Benoît Violier, der zu den vielen jungen, ambitionierten Köchen gehört, die in Rochats Talentschmiede die Möglichkeit erhielt, eine grosse Karriere zu starten. Überhaupt: Rochat war stets um den Kochnachwuchs – und nicht zuletzt als Botschafter des «Bocuse d'Or» um die Förderung des Handwerks ganz allgemein besorgt.

Im Jahr 2002 musste der Spitzenkoch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, als seine Frau, die Marathonläuferin Franziska Rochat-Moser, bei einer hochalpinen Skitour oberhalb von Les Diablerets im Kanton Waadt ums Leben kam.

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