Donnerstag, 16. Juli 2015

Sterneköche für die Radprofis

Süsskartoffeln, Linsen, Lachs, Makrele: Das alles bereitet Hannah Grant zu.
Ganze 7000 Kalorien müssen die Radprofis an der Tour de France zu sich nehmen, um ihre Leistung abrufen zu können. Besonders für die Köche der Radfahrer ist das eine Herausforderung. Hannah Grant ist eine von ihnen. Sie kocht für «Tinkoff» und hat nun ein Buch mit dem Namen «Grand Tour Cookbook» herausgegeben, in dem sie zeigt, was sie für die Radprofis alles zubereitet.

Der «Tagesanzeiger» widmet sich in einem Artikel der Tour-Küche, in dem auch Grant eine Rolle spielt. Wie sich zeigt, waren die Radprofis bezüglich ihrer Küche anfangs eher skeptisch. «Kein Wunder, hatten sie ihre Karrieren doch auf Nudeln, Reis und Huhn auf­gebaut. Plötzlich kam diese junge Dänin und setzte ihnen Vollwertnudeln, Linsen und ganz generell Gemüse vor», schreibt der Tagi. Doch Grants Küche konnte sich durchsetzen. Auch wenn sie dabei einiges beachten musste: «Serviere keine Portionen. Radprofis fürchten sich davor, weil sie glauben, das sei alles, was sie erhielten.» Darum präsentiert sie ihre Nachtessen stets als Buffet. Eingeschränkt fühlt sie sich bei ihrer Arbeit kaum, nur der Verzicht auf Butter und Rahm fällt ihr manchmal schwer. «Ab und zu füge ich dem Gemüse doch ein bisschen Butter hinzu, es schmeckt sofort viel besser», sagt sie.

Auch der Norweger Henrik Orre bereitet Speisen für die Radfahrer zu. Er ist beim Team Sky unter Vertrag. Orre holte sich als Chefkoch eines Stockholmer Restaurants innert zwei Jahre zwei Michelin-Sterne. Doch nun muss seine Küche den Radprofis anpassen. Das heisst: Weniger Salz, mehr Kräuter, Zitronensaft und Chili. Butter und Rahm sind tabu. Dagegen kommen Oliven- oder Leinsamenöl zum Einsatz.

Wer sich über die aktuellen Speisen der Radprofis informieren will, kann das auf Twitter beim Account von Hannah Grant (@dailystews} tun.



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