Donnerstag, 9. Juli 2015

Zum Tod von Philippe Rochat






Philippe Rochat und Adolf Ogi anlässlich des Goldenen Kochs von Kadi 2012


Philippe Rochat ist gestern 61-jährig gestorben, viel zu früh, so wie seine Frau Franziska Rochat-Moser im Jahr 2002. Der begeisterte Sportler und ehemalige Patron des Restaurants L'Hôtel de Ville de Crissier gehörte zweifellos zu den besten Köchen des Landes. Zu jener sehr kleinen Spitze von Köchen, die nicht nur mit 19 Punkten von Gault&Millau, sondern eben auch mit drei Sternen von Michelin ausgezeichnet wurden. «Ich kenne keinen, der einen besseren Geschmacksinn hat als Philippe Rochat», sagte vor zwei Jahren Benoît Violier, sein – ebenfalls mit drei Sternen dotierter  – Nachfolger.

Philippe Rochat meisterte 1996 die schwierige Aufgabe, die Nachfolge des legendären Frédy Girardet anzutreten. Immerhin galt das Restaurant in Crissier damals als das beste der Welt und gilt Girardet noch heute als der wohl beste Koch, den die Schweiz je hervorgebracht hat. Rochat erfüllte die Aufgabe indes bravourös. Er führte den Stil des Hauses nicht nur weiter, sondern setzte diesem seinen eigenen Stempel auf. Und er förderte sehr früh einen talentierten Koch, Benoît Violier, dem er 2012 das Restaurant in einer vorbildlichen Art und Weise übergab.

Jeder, der einmal das Glück hatte, die Küche von Philippe Rochat zu kosten, kann darüber eine Geschichte erzählen. In Erinnerung bleibt aber auch Rochats herzliche, überaus grosszügige Art. Er war nicht nur ein grosser Koch, sondern gleichzeitig ein beeindruckender, einfach sehr netter Mensch.

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